- 17.01.2001, 12:56:24
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Harald Ettl: Verbraucher sollen nicht für Euro-Umtausch zahlen!
Wien (SK) "Die Geschäftsbanken der Euro-Zone müssen den
gebührenfreien Umtausch nationaler Währungen in den Euro zu Beginn
des kommenden Jahres gewährleisten", fordert SPÖ-EU-Abgeordneter
Harald Ettl, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung im
Europäischen Parlament. "Wenn vom 1. Jänner 2002 an in der Euro-Zone
etwa zehn Milliarden Stück Euro-Banknoten gegen nationales Geld wie
österreichische Schilling umgetauscht werden, muss das ohne Gebühren
möglich sein", meint der SPÖ-Abgeordnete. Der Erstbedarf an
Euro-Banknoten in Österreich liege bei 340 Millionen Stück, insgesamt
müssen bis zum Beginn des Jahres 2002 etwa 1,5 Milliarden Stück
Euro-Münzen zur Verfügung stehen. ****
Überall werde die Sorge geäußert, dass für die Euro-Einführung
letztendlich die Verbraucherinnen und Verbraucher bezahlen müssten.
"Das Europäische Parlament hat in der Euro-Verordnung auf der
Kostenlosigkeit der Euro-Konversion bestanden. Dies konnte allerdings
nur für die Zentralbanken - wie etwa die Österreichische Nationalbank
- gesetzlich geregelt werden. Aber auch die Geschäftsbanken sind
durch die Empfehlungen der Europäischen Union aufgefordert, den
Umtausch ohne Gebühren zu ermöglichen. Und zwar auch für größere
Beträge und nicht nur für haushaltsübliche Mengen", fordert der
SPÖ-EU-Abgeordnete. Dies solle auch für den ursprünglichen Zeitraum
der Umstellung bis zum 30. Juni 2002 gelten - sowohl für Kunden als
auch für Nichtkunden.
Schließlich stelle sich auch die Frage, was mit den Bargeldbeständen
passieren sollte, die nicht in Umlauf sind. "Die Einführung der
gemeinschaftlichen Währung ist schließlich ein hoheitlicher Akt, und
man schätzt, dass sich rund 25 Prozent des Bargeldes nicht im
Geschäftsverkehr befinden. Es ist nicht einzusehen, warum die
österreichischen VerbraucherInnen ihr Geld für diesen Hoheitsakt den
Banken in den Rachen werfen sollen", erläutert Ettl.
Ein weiteres Umtauschproblem könne sich für die Verbraucherinnen und
Verbraucher daraus ergeben, dass Bargeld aus anderen
Euro-Zonen-Ländern, nur bei den Nationalbanken der jeweiligen Länder
umgetauscht werden können. "Viele Österreicherinnen und Österreicher
verbringen ihren Urlaub in einem anderen Euro-Zonen-Land und haben
z.B. noch italienische Lire zuhause. Auch diese Banknoten sollten in
allen Geschäftsbanken Österreichs kostenlos umgetauscht werden, um
etwa weite Wege zurück ins Urlaubsland zu ersparen und so dem
einzelnen Bürger nicht noch mehr Kosten aufzubürden", fordert der
SPÖ-EU-Abgeordnete.
"Insgesamt muss alles daran gesetzt werden, dass der Übergang ins
Währungszeitalter sorgfältig vorbereitet und angstfrei erfolgen kann.
Der Euro braucht das Vertrauen der österreichischen
VerbraucherInnen", so Ettl abschließend. (Schluss) ml/mm
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (01) 53427-275
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