Betriebliche Gesundheitsförderung wichtiges Jahresthema für Wirtschaftskammer Österreich

Leitl: Wirtschaft wird sinnvolle Forschungsprojekte bei Arbeitsmedizin unterstützen - Statt "Gesetzeskeule" freiwillige Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz

Wien (PWK024) - Beim Symposium "Humankapital contra Share Holder Value" betonte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, Montag abends, aus seiner Sicht gebe es zwischen human capital und shareholder value "keinen Widerspruch gemäß einer europäischen Definition dieser Begriffe. Die Pflege von Humankapital, also der Mitarbeiter, ist für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung, für Arbeitsfreude und eine positive Unternehmenskultur äußerst wichtig." Maschinen, so Leitl, könne man überall kaufen oder sie aufstellen. Kapital sei quasi unbegrenzt verfügbar. Daher sei der Mensch, dessen Leistungsbereitschaft und Arbeitsfreude die wesentlichste Grundlage für die positive Entwicklung eines Betriebes. "Das gilt vor allem für den allergrößten Teil der Klein- und Mittelbetriebe, wo es eine enge Gemeinschaft von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gibt. Dass man dort aufeinander schaut und aufpasst, ist selbstverständlich", wies Leitl Umfrageergebnisse zurück, wonach zwei Drittel aller Unternehmer mit Humankapital nichts anfangen könnten: "Zwei Drittel aller Unternehmer können auch mit shareholder value nichts anfangen."

Der WKÖ-Präsident wies darauf hin, dass die Wirtschaftskammer als wesentliches Jahresthema für 2001 die betriebliche Gesundheitsförderung forcieren werde: "Wir wollen in den Unternehmen das Bewusstsein fördern, dass Gesundheit und Arbeitsfreude zentrale Voraussetzungen für den betrieblichen Erfolg sind. Überall dort, wo es noch nicht wünschenswerte Standards gibt, sollen diese durch Motivation und Bewusstseinsarbeit gehoben werden. Wir setzen hier auf Freiwilligkeit. Denn dadurch entsteht mehr Positives, als wenn die gesetzliche Paragraphenkeule samt der gesamten Gesetzesmaschinerie gegen die Betriebe aufgefahren wird."

Leitl regte auch an, bei arbeitsmedizinischen Fragen künftig die Forschung mehr in den Vordergrund zu stellen. Angesichts der dramatischen Veränderungen der Belastung der Mitarbeiter - Stichwort:
Globalisierung, Teleworking etc. - müsse man rechtzeitig die drohende Gefahr von Leistungsverlusten im Sinn von Vorbeugen bekämpfen. "Wenn es ein sinnvolles und überzeugendes Forschungsprojekt in der Arbeitsmedizin gibt, wird sich die WKÖ daran sicher beteiligen", versprach Leitl. (RH)

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