- 16.01.2001, 10:41:05
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Gauermann im musealen Spannungsfeld
Miesenbach renoviert, Kunsthalle Krems plant Ausstellung
St.Pölten (NLK) - Das Gauermann-Museum in Miesenbach, dem
Geburtsort des Malers, ist seit 1976 in einer stillgelegten
Volksschule unweit des Gauermann-Hofes eingerichtet. Es wird derzeit
mit einem Kostenaufwand von rund 10 Millionen Schilling renoviert. Im
Erdgeschoss wird ein neuer Eingangsbereich mit Multimedia
eingerichtet, in den Museumsräumen entstehen Sicherheitseinrichtungen
und Klimatisierung, im ersten Stock ein Seminarzentrum mit Teeküche.
Im Frühjahr 2002 soll die Eröffnung des neugestalteten
Gauermann-Museums erfolgen.
Die derzeitige Auslagerung der 30 Ölgemälde, einer langjährigen
Leihgabe des NÖ Landesmuseums, bietet der Kunsthalle Krems
Gelegenheit, die Werke zu holen, damit in ihrem Winterprogramm
fortzufahren und nach einer erfolgreichen Wilhelm Busch-Ausstellung
1998/99 jetzt eine umfangreiche Gauermann-Präsentation vorzunehmen.
Die letzte große Schau über das Werk dieses großen österreichischen
Malers liegt schon viele Jahre zurück, und die Ausstellung biete, so
Kunsthalle-Direktor Carl Aigner, die Chance, mit Hilfe
internationaler Leihgaben auch auf die Reisetätigkeit des Malers in
England und in Frankreich einzugehen und auf seine Beliebtheit in
diesen Ländern hinzuweisen. Die Ausstellung wird didaktisch exzellent
aufbereitet, dafür stehen auch Skizzenbücher und Zeichnungen aus
Landesbesitz zur Verfügung.
Grundlage all dieser Präsentationen ist der überaus große Bestand
von Gauermann-Werken im NÖ Landesmuseum. Hier gibt es nicht nur 34
Ölgemälde und 18 Ölskizzen des Malers, sondern 240 Zeichnungen,
Studien und Skizzen, 9 Skizzenbücher, mehr als 30 Radierungen und 65
Lithographien. Mit 400 Werken des Malers verfügt das Landesmuseum
über die größte öffentliche Gauermann-Sammlung.
Natürlich spielt Gauermann auch bei der Konzeption des neuen NÖ
Landesmuseums eine Rolle, das derzeit im Kulturbezirk St.Pölten
gebaut wird. "Das Schwergewicht der musealen Präsentation von
Gauermann-Werken wird weiterhin in Miesenbach liegen, im Landesmuseum
selbst sollen aber doch einige wenige Werke des Künstlers präsentiert
werden", stellt Mag. Wolfgang Krug, zuständiger Sachbearbeiter der
Abteilung Kultur und Wissenschaft des Landes, fest.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12174
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