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Klagenfurt (OTS) - "Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG" Kommentar: Eine gefährliche Drohung=

Utl.: Ausgabe vom 13. Jan. 2001=

Handschlagqualität in der Politik. Was ist das?
Früher verstand man darunter, dass zwei Politiker mündlich einen Vertrag abgeschlossen und ihn mit einem Händedruck besiegelten. Ein Wort, das eisern hielt. Das ist lange, lange her, war aber auch in Kärnten innerhalb der Parteien üblich. Etwa zwischen einem Schober, Baurecht, Huber und Knaus.
Und heute? Heute versteht man unter Handschlagqualität das Vortäuschen von Einigkeit zwischen Gegnern, aber auch unter Parteifreunden. Sobald die Zweisamkeit nicht mehr opportun ist, wird die Meinung wie das Hemd gewechselt und jeweils dem anderen den Schuld gegeben. Eine Taktik, mit der die Haider-Partei in Kärnten zu Meisterehren kam und kommt. Da garantierte der Landeshauptmann per Handschlag und Unterschrift jedem Kind bis zum sechsten Lebensjahr 5700 Schilling monatlich. Und als sich die Unfinanzierbakeit herausstellte, machte er andere dafür veranwortlich. Die blaue Liste der mit Handschlag vereinbarten und nicht eingelösten Versprechen lässt sich beliebig fortsetzen. Egal, ob es sich um Budgetabsprachen, um ein Projekt in Villach oder um Zusagen an Vereine handelt. Heute hat der Handschlag in der Politik die Qualität einer gefährlichen Drohung.
Doch wie man in den Wald ruft, so hallt es heraus. Eine Erfahrung, die nun die Kärntner FPÖ am eigenen Leib macht. Parteifreundin Forstinger hält sich nämlich nicht an Zusagen ihres Vorgängers Schmid, der für den Koralmtunnel und den Klagenfurter Bahnhof grünes Licht gegeben hatte. Alles ist ungewiss. Von Handschlagqualität keine Spur.

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