Ostsibirien: Extreme Kälte ist lebensbedrohend für die Ärmsten

Wien (OTS) - Die schlimmste Kältewelle seit 50 Jahren fordert in der Baikalregion, Ostsibirien, immer mehr Opfer. Die Temperaturen sanken auf Rekordwerte von -46° C. In einigen Gebieten ist die Gasversorgung zusammen gebrochen. In Irkutsk sind 4.000 Wohnungen, in der Region Zalari 7.000 Wohnungen ohne Heizung. Mehr als 50.000 Menschen sind davon betroffen. Die Caritas Irkutsk bittet deshalb dringend um internationale Hilfe: "Die Notaufnahme im Städtischen Krankenhaus von Irkutsk meldet täglich bis zu 20 neue Kälteopfer mit Erfrierungen. Viele Patienten können nur noch durch Amputation von Gliedmaßen gerettet werden. Das Krankenhaus ist überfüllt. Es fehlt an Medikamenten, medizinischen Geräten, Verbandsmaterial sowie Matratzen, Decken, Bettwäsche."

In der Stadt Irkutsk sind in den vergangenen zehn Tagen mindestens 20 Menschen erfroren, darunter viele Obdachlose: "Das Militär hat 17 Kältetote auf der Straße und in Hauseingängen geborgen", berichtet der Direktor der Caritas in Irkutsk. Von der Kälte besonders betroffen sind Kinder aus sozial schwachen Familien. "Dank der internationalen Hilfe können wir viele dieser Kinder in der städtischen Suppenküche verpflegen. Viele Kinder können aber ihre Wohnungen nicht verlassen. Denn sie haben nichts zum Anziehen - keine Schuhe, Winterjacken, Handschuhe, Mützen...", berichtet eine Caritas-Mitarbeiterin und bittet um weitere Hilfe für den Kauf von Lebensmittel und Kleider. Viele Orte sind durch den Frost seit Tagen von der Außenwelt abgeschnitten. Hunderte Menschen sitzen in Wohnungen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Um das Nothilfeprogramm unterstützen zu können, ersucht die Caritas um Spenden auf das PSK Konto 7.700.004, Kennwort "Sibirien".

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