Jahresnorm zur Sicherung von Arbeitsplätzen

Wien (OTS) - Die Bundessektion Pflichtschullehrer hat das 1. Budgetbegleitgesetz (keine Einrechnungen von Klassenvorstandstätigkeiten und Kustodiaten - dafür Zulagen, Verschlechterungen im Gehaltsgesetz, "indirekte" Erhöhung der Lehrverpflichtung) abgelehnt !

Vorallem deshalb, weil dies den Abbau von 2035 Planstellen zur Folge hätte. Der weitere beabsichtigte Planstellenabbau (4700) durch den Finanzausgleich verstärkte unsere Bemühungen, Maßnahmen zur Sicherung der Arbeitsplätze zu setzen.

Diese Bemühungen haben wir bereits bei der Beschlussfassung des 1. Budgetbegleitgesetzes bekundet. Im Budgetausschuss (17.11.2000) wurde festgehalten, dass ein NEUES DIENSTRECHT das 1. Budgetbegleitgesetz ablösen könnte.

Intensiv haben wir daher im Sinne von ARBEITSPLATZ HAT PRIORITÄT verhandelt !!

Mit heutigem Tag geht ein Text in eine vierwöchige Begutachtung, in die wir die Lehrerinnen und Lehrer in zweifacher Weise einbinden.

Urabstimmung über unseren Weg, der der Arbeitsplatzsicherung Priorität einräumen soll.

Möglichkeit während des Begutachtungszeitraumes bis Februar inhaltlich fundierte Einwändungen vorzubringen.

Arbeitsplatzsicherung im NEUEN DIENSTRECHT

Einführung eines transparenten Arbeitszeitmodells, welches keine Planstellen vernichtet!

Neubemessung bei gleichzeitiger Neubewertung

Bei der Arbeit von Lehrerinnen und Lehrer werden heute in zunehmendem Maße immer mehr außerunterrichtliche Tätigkeiten eingefordert. Aufgaben und Erwartungen an die Schule werden immer umfangreicher und fanden bisher keinen Niederschlag in der Arbeitszeitbemessung. Es ist offensichtlich sinnvoller zu entscheiden zwischen

- Tätigkeiten im Kontakt mit Schülerinnen und Schülern,

- Tätigkeiten in Bezug zum Kontakt mit Schülerinnen und Schülern,

- Tätigkeiten zur Organisation und Innovation von Schule.

Die Arbeitsplatzstudie hat erbracht:

Lehrer sein ist ein Fulltime-Job, unsere Arbeitszeit entspricht eindeutig der eines jeden anderen Arbeitnehmers !

Für uns als Landeslehrergewerkschaft war wichtig, dass bei einem neuen Modell sowohl auf die pädagogischen Notwendigkeiten, als auch auf die autonomen Gestaltungsmöglichkeiten der Schule Rücksicht genommen wird.

Der moderne, offensive Weg führt zu einer Neugliederung der Arbeitszeit in

- Tätigkeit im Kontakt mit den SchülerInnen (Unterricht)
720 bis 792 Stunden

- Tätigkeit in Bezug zum Kontakt
600 bis 660 Stunden

- Tätigkeit zur Organisation und Innovation von Schule
477 bis 345 Stunden
1797 1797 Stunden

Die 1797 Stunden entsprechen der Arbeitszeit eines Arbeitnehmers unter Berücksichtigung von Urlaub und Feiertagen. Für Arbeitnehmer über 25 Jahre Dienstzeit beträgt die Arbeitszeit 1757 Stunden.

Mit diesem Modell ist sichergestellt, dass alle Tätigkeiten, die der Lehrer erbringt, bewertet und transparent gemacht werden.

Dieses Modell führt zu keiner Erhöhung der Lehrverpflichtung, damit vernichtet es keine Dienstposten für Junglehrer.

Diesem Prinzip folgt auch die Tatsache, dass Überstunden reduziert und Geldbelohnungen in Zeitressourcen umgelegt werden. Letztendlich haben wir es auch satt, dass PflichtschullehrerInnen in Volks-, Haupt- und Sonderschulen sowie Polytechnische Schulen oftmals als Halbtagsbeschäftigte mit überlangen Ferienzeiten dargestellt werden.

Das transparente Modell widerlegt das nun eindeutig !

Um alle Junglehrer weiterverwenden zu können, fordern wir - analog der Privatwirtschaft - einen Sozialplan!

Die Landeslehrergewerkschaft unterstreicht die Offensivstrategie durch eine Befassung aller Lehrerinnen und Lehrer mit dem Entwurf und führt eine URABSTIMMUNG über den Weg der arbeitsplatzsichernden Maßnahmen durch.

Rückfragehinweis: am Freitag, 12.01.2001 von 09 bis 12:00 Uhr unter 01 / 53 444 / 435
0664 / 32 66 216 Hermann Helm, Vorsitzender
01 / 53 444 / 567
0664 / 18 10 949 Herbert Modritzky, Vors.-Stv. 01 / 53 444 / 570
0664 / 42 24 059 Walter Riegler, Vors.-Stv.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Gewerkschaft Öffentlicher Dienst
BS 10/Hermann HELM,
Tel.: 01/53444/435

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NOB/OTS