- 09.01.2001, 12:46:06
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Kinderfreunde: Nach Sparwut jetzt Gießkannengeschenke
Wien (SK) "Die Familien wurden und werden mit einer langen Reihe von
Einsparungen bei gleichzeitiger Erhöhung verschiedenster Gebühren und
Abgaben zur Kassa gebeten. Nun möchte die Regierung das
Kinderbetreuungsgeld mit der Gießkanne ohne soziale Ausgewogenheit
verteilen", kritisierte SPÖ-Abgeordnete Gabriele Binder,
familienpolitische Sprecherin der Österreichischen Kinderfreunde,
heute, Dienstag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.
"Der Finanzminister rühmt sich mit einem Defizit, das 15 Milliarden
Schilling kleiner ist als geplant, und verschweigt, dass dies auf dem
Rücken der Unselbständigen und Einkommensschwachen erreicht wurde",
so Binder.
Gleichzeitig seien die Geburtenraten in Österreich "erschreckend
niedrig". Im internationalen Vergleich sehe man deutlich, dass Geld
alleine den Wunsch nach Kindern nicht fördert, erklärte Binder.
"Die Vereinbarkeit von Kind und Beruf ist nur mit einem
bedarfsgerechten, qualitätsvollen und für alle Eltern leistbaren Netz
an Kinderbetreuung sowie positiver Rahmenbedingungen machbar", betont
Binder.
Deshalb fordern die Kinderfreunde den sofortigen Ausbau der rund
100.000 fehlenden Betreuungsplätze und die Entwicklung
bundeseinheitlicher Qualitätsstandards für die Kinderbetreuung.
"Kindergärten sind Bildungseinrichtungen im Interesse der
Allgemeinheit und müssen dementsprechend gefördert werden", erklärte
Binder abschließend. (Schluss) wf/mm
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
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