Kinderfreunde: Nach Sparwut jetzt Gießkannengeschenke

Wien (SK) "Die Familien wurden und werden mit einer langen Reihe von Einsparungen bei gleichzeitiger Erhöhung verschiedenster Gebühren und Abgaben zur Kassa gebeten. Nun möchte die Regierung das Kinderbetreuungsgeld mit der Gießkanne ohne soziale Ausgewogenheit verteilen", kritisierte SPÖ-Abgeordnete Gabriele Binder, familienpolitische Sprecherin der Österreichischen Kinderfreunde, heute, Dienstag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

"Der Finanzminister rühmt sich mit einem Defizit, das 15 Milliarden Schilling kleiner ist als geplant, und verschweigt, dass dies auf dem Rücken der Unselbständigen und Einkommensschwachen erreicht wurde", so Binder.

Gleichzeitig seien die Geburtenraten in Österreich "erschreckend niedrig". Im internationalen Vergleich sehe man deutlich, dass Geld alleine den Wunsch nach Kindern nicht fördert, erklärte Binder.

"Die Vereinbarkeit von Kind und Beruf ist nur mit einem bedarfsgerechten, qualitätsvollen und für alle Eltern leistbaren Netz an Kinderbetreuung sowie positiver Rahmenbedingungen machbar", betont Binder.

Deshalb fordern die Kinderfreunde den sofortigen Ausbau der rund 100.000 fehlenden Betreuungsplätze und die Entwicklung bundeseinheitlicher Qualitätsstandards für die Kinderbetreuung. "Kindergärten sind Bildungseinrichtungen im Interesse der Allgemeinheit und müssen dementsprechend gefördert werden", erklärte Binder abschließend. (Schluss) wf/mm

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