Maier warnt vor BSE-Gefahr durch Kraftnahrung für Hobbysportler

Maier stellt Anfrage an Haupt zu Nahrungsergänzungsmittel

Wien (SK) Nach jüngsten Berichten werden alleine in Österreich pro Jahr rund 300 Tonnen an Eiweißpräparaten als Kraftnahrung an heimische Hobbysportler verkauft. Viele der legal als "Nahrungsergänzungsmittel" verkauften Eiweißpräparate wurden, wie nun bekannt wurde, zu einem großen Teil aus Schlachtabfällen (tierische Proteine) hergestellt. Eine Verseuchung durch BSE ist daher nicht auszuschließen, warnte am Dienstag SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Ähnlich wie bei der Gewinnung des durch den BSE-Skandal in Verruf geratenen Tiermehls wird das tierische Eiweiß vor allem aus Knochen, Sehnen und Blut von Rindern gewonnen. Nach Expertenmeinung könne die Sicherheit der VerbraucherInnen, die diese Produkte in bestem Glauben gekauft haben, nur durch die eindeutige Herkunftsbezeichnung der Eiweißquellen gewährleistet werden. "Gesundheitsminister Haupt ist daher dringend aufgefordert, schnellstmöglich eine neue gesetzliche Regelung zur Kennzeichnung von Nahrungsergänzungsmitteln in die Wege zu leiten sowie sich auch auf EU-Ebene für einheitliche Richtlinien einzusetzen", forderte Maier. Bislang sei dieses Vorhaben an der internationalen Lebensmittelindustrie gescheitert, obwohl BSE eine grenzüberschreitend Gefahr für alle EuropäerInnen sei.

In einer parlamentarischen Anfrage richtet Maier unter anderem folgende Fragen an den Gesundheitsminister:

In welchen der Nahrungsergänzungsmittel, die in Österreich verkauft werden, befindet sich tierisches Eiweiß?

Werden Sie als ressortzuständiges Regierungsmitglied Kontrollen dahingehend veranlassen, dass geklärt wird, ob solche Nahrungsergänzungsmittel Risikomaterialien enthalten? Wenn nein, warum nicht?

Sehen Sie im Zuge der Erkenntnisse der BSE-Seuche bei der Herstellung, dem Verkauf und der Kennzeichnung (im Sinne der Gesundheitsvorsorge) von Kraftnahrung als Nahrungsergänzungsmittel für SportlerInnen von ihrer Seite aus Handlungsbedarf? Wenn ja welchen? Wenn nein, warum nicht?

Werden Sie eine Änderung der Kennzeichnungspflicht bei den og. Produkten dahingehend veranlassen, so dass tierisches Eiweiß angegeben werden muss? Wenn ja, wie soll dies konkret aussehen? Wenn nein, warum nicht?

"Der Schutz der Gesundheit der Menschen muss im Vordergrund stehen, eventuelle Lobbys oder wirtschaftliche Interessen einzelner Gruppen dürfen dieser Sicherheit nicht im Wege stehen", betonte Maier abschließend. (Schluss) hm/mm

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