- 09.01.2001, 11:39:00
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Maier warnt vor BSE-Gefahr durch Kraftnahrung für Hobbysportler
Maier stellt Anfrage an Haupt zu Nahrungsergänzungsmittel
Wien (SK) Nach jüngsten Berichten werden alleine in Österreich pro
Jahr rund 300 Tonnen an Eiweißpräparaten als Kraftnahrung an
heimische Hobbysportler verkauft. Viele der legal als
"Nahrungsergänzungsmittel" verkauften Eiweißpräparate wurden, wie nun
bekannt wurde, zu einem großen Teil aus Schlachtabfällen (tierische
Proteine) hergestellt. Eine Verseuchung durch BSE ist daher nicht
auszuschließen, warnte am Dienstag SPÖ-Konsumentenschutzsprecher
Johann Maier gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****
Ähnlich wie bei der Gewinnung des durch den BSE-Skandal in Verruf
geratenen Tiermehls wird das tierische Eiweiß vor allem aus Knochen,
Sehnen und Blut von Rindern gewonnen. Nach Expertenmeinung könne die
Sicherheit der VerbraucherInnen, die diese Produkte in bestem Glauben
gekauft haben, nur durch die eindeutige Herkunftsbezeichnung der
Eiweißquellen gewährleistet werden. "Gesundheitsminister Haupt ist
daher dringend aufgefordert, schnellstmöglich eine neue gesetzliche
Regelung zur Kennzeichnung von Nahrungsergänzungsmitteln in die Wege
zu leiten sowie sich auch auf EU-Ebene für einheitliche Richtlinien
einzusetzen", forderte Maier. Bislang sei dieses Vorhaben an der
internationalen Lebensmittelindustrie gescheitert, obwohl BSE eine
grenzüberschreitend Gefahr für alle EuropäerInnen sei.
In einer parlamentarischen Anfrage richtet Maier unter anderem
folgende Fragen an den Gesundheitsminister:
In welchen der Nahrungsergänzungsmittel, die in Österreich verkauft
werden, befindet sich tierisches Eiweiß?
Werden Sie als ressortzuständiges Regierungsmitglied Kontrollen
dahingehend veranlassen, dass geklärt wird, ob solche
Nahrungsergänzungsmittel Risikomaterialien enthalten? Wenn nein,
warum nicht?
Sehen Sie im Zuge der Erkenntnisse der BSE-Seuche bei der
Herstellung, dem Verkauf und der Kennzeichnung (im Sinne der
Gesundheitsvorsorge) von Kraftnahrung als Nahrungsergänzungsmittel
für SportlerInnen von ihrer Seite aus Handlungsbedarf? Wenn ja
welchen? Wenn nein, warum nicht?
Werden Sie eine Änderung der Kennzeichnungspflicht bei den og.
Produkten dahingehend veranlassen, so dass tierisches Eiweiß
angegeben werden muss? Wenn ja, wie soll dies konkret aussehen? Wenn
nein, warum nicht?
"Der Schutz der Gesundheit der Menschen muss im Vordergrund stehen,
eventuelle Lobbys oder wirtschaftliche Interessen einzelner Gruppen
dürfen dieser Sicherheit nicht im Wege stehen", betonte Maier
abschließend. (Schluss) hm/mm
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at
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