RSO-Wien: Fünf Dirigentendebüts im Jänner und Februar

Wien (OTS) - Fünf Dirigenten der jüngeren Generation debütieren im Jänner und Februar beim Radio Symphonieorchester Wien und somit auch als Konzertdirigenten in Wien: Marc Albrecht, Johannes
Wildner, Kirill Petrenko, Michael Stern und Stephan
Sanderling.****

Den Anfang macht Marc Albrecht (18. 1., Wiener Konzerthaus), derzeit GMD des Staatstheaters in Darmstadt, ab Herbst Erster Gastdirigent an der Deutschen Oper Berlin. Im März 2001 leitet er die Uraufführung von Peter Ruzickas Oper "Celan" an der Semperoper in Dresden. Marc Albrecht studierte in Hannover und Wien, gewann internationale Dirigentenwettbewerbe in Berlin (Ferenc Fricsay Wettbewerb) und Salzburg. Der Deutsche begann als persönlicher Assistent von Claudio Abbado beim Gustav Mahler Jugendorchester in Wien und ging 1988 als Kapellmeister an die Hamburger Oper und danach als Erster Kapellmeister an die Semperoper in Dresden.

Als nächster leitet der Österreicher Johannes Wildner am 26. 1. das Faschingskonzert des RSO-Wien im RadioKulturhaus unter dem
Motto "Von Lanner bis Rihm". Wildner, seit 1997 GMD der Neuen Philharmonie Westfalen mit Opernverpflichtung, war 1979
Preisträger der Dr. Karl Böhm-Stiftung der Wiener Philharmoniker. Er studierte in Wien Dirigieren und Violine, promovierte zum Dr. phil. (Musikwissenschaft) und war ab 1985 Mitglied der Wiener Philharmoniker. Er begann als Chefdirigent der Staatsphilharmonie Kosice (Slowakei), wurde 1. Gastdirigent des Rundfunkorchesters Bratislava, Chefdirigent der Staatsoper Prag, debütierte 1995 mit "Figaro" und "Cosi fan tutte" an der Oper Leipzig und blieb dort Erster Ständiger Dirigent bis 1998. Johannes Wildner hat mittlerweile eine Reihe internationaler Orchester dirigiert - das Royal Philharmonic London, die St. Petersburger Philharmoniker,
das MDR-Symphonieorchester Leipzig, die Wiener Symphoniker, das Brucknerorchester Linz, das Mozarteum Orchester, das Kölner Rundfunkorchester etc.

Am 1. Februar dirigiert Kirill Petrenko, designierter neuer Chefdirigent der Komischen Oper Berlin (ab 2002) und derzeit GMD
in Meiningen, sein erstes Konzert mit dem RSO-Wien im RadioKulturhaus. 1972 in Omsk (Russland) geboren, übersiedelte er 1990 nach Österreich, wo er seine musikalischen Studien abschloss. In Wien begann er an der Volksoper und ging 1999 als GMD nach Meiningen, wo er gerade mit der Regisseurin und Intendantin Christine Miellitz den "Ring" erarbeitet. Sein Programm im RadioKulturhaus: Respighis "Antiche Danze", Strawinskys Violinkonzert (Solist: Peter Matzka) und Carl Nielsens 5.
Symphonie.

Am 16. Februar leitet der Amerikaner Michael Stern, Jahrgang
1959 und Sohn des Violinisten Isaac Stern, das Konzert des RSO-
Wien im Musikverein (Schwertsik, Schostakowitsch: Violinkonzert
mit Boris Belkin, Antonin Dvorak). Michael Stern, Chefdirigent des RSO-Saarbrücken, studierte in Philadelphia am Curtis Institute und begann seine Dirigentenkarriere in Frankreich bei den Orchestern
von Lyon, Paris, Bordeaux, Lille, Strasbourg und Toulouse. Mittlerweile hat er auch international gastiert - beim London Symphony, London Philharmonic, Oslo Philharmonic, NHK Symphony Tokyo, BBC Symphony und wiederholt beim Tonhalle Orchester Zürich.

Der fünfte junge Dirigent beim RSO-Wien ist Stephan Sanderling, Jahrgang 1964, Sohn von Kurt Sanderling und derzeit GMD in Mainz sowie Chefdirigent des Orchestre Bretagne in Rennes. Er war einer der jüngsten GMD's Deutschlands (1990-1995 der Brandenburgischen Philharmonie und der Potsdamer Oper), nachdem er in Leipzig bei
Kurt Masur und in Los Angeles studiert hatte. In Tanglewood
erhielt er wesentliche Impulse von Leonard Bernstein, Seiji Ozawa, Leonard Slatkin und Jury Temirkanow. Seither hat er zahlreiche große Orchester geleitet - darunter die Dresdner Staatskapelle,
die Berliner Staatskapelle, das Philharmonia Orchestra London und das London Philharmonic sowie in Amerika die großen Orchester von St. Louis, Denver, Buffalo, Baltimore und Houston. Im RadioKulturhaus stellt er sich am 22. Februar mit Werken von
Francis Burt, André Jolivet, Darius Milhaud und Richard Strauss (Bürger als Edelmann) vor - die Solisten sind David Seidel (Fagott), Siegfried Schenner (Klarinette), Christoph Berner (Klavier).(ih)

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