- 08.01.2001, 11:39:19
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- OTS0103
Wiener Grüne warnen vor Kürzung bei der Kinderchirurgie=
Kunz: Bedarfsgerechte Versorgung muß gewähleistet bleiben
Wien (Grüne) - "Wien verliert bis zum Jahr 2005 fast ein Drittel
des kinderchirurgischen Bettenangebotes durch die geplante Schließung
der Kinderchirurgie im ‚Preyer’schen Kinderspital’ und die
Übersiedlung der kinderinternen Abteilung und Kinderintensivstation
in das Kaiser-Franz-Josef-Spital", warnt Alessandra KUNZ,
Gesundheitssprecherin der Wiener Grünen. "Wie über eine derartig
weitreichende Reduzierung der kinderchirurgischen Betten entschieden
werden kann, ohne entsprechende Bedarfsstudien vorzulegen, ist mir
ein Rätsel", stellt die Grüne Gemeinderätin fest. "Es sieht schon
sehr danach aus, dass es sich hierbei um eine ökonomische
Schreibtischentscheidung handelt, die kaum auf die Bedürfnisse der
kleinen PatientInnen und auf regionale Gegebenheiten abgestimmt ist",
so das Urteil der Grünen Gesundheitssprecherin.
Nach Ansicht der Grünen ist die kindermedizinische Versorgung im
10 Bezirk ohnehin bereits heute mangelhaft. Dazu ein Vergleich mit
dem 23. Bezirk: In Favoriten leben doppelt so viele Kinder und
Jugendliche wie im 23. Bezirk, trotzdem gibt es in Favoriten nicht
mehr KinderärztInnen mit Kassenvertrag wie im Nachbarbezirk. Im
Schnitt hat also der 23. Bezirk eine doppelt so gute Versorgung wie
der 10. Bezirk. "Nimmt man jetzt Favoriten auch noch die
kinderchirurgische Versorgung - und konzentriert diese nur noch auf
das SMZ-Ost und das AKH, ist die kindermedizinische Versorgung im
Bezirk akut gefährdet", so KUNZ. "In Favoriten leben viele
kinderreiche Familien, für die eine wohnortnahe medizinische
Vollversorgung besonders wichtig ist. Wie sollen die weiten
Besuchswege in die Kinderchirurgien im SMZ-Ost oder AKH mit mehreren
kleinen Geschwistern und vielleicht auch noch bei einer
Berufstätigkeit der Eltern zeitlich bewältigt werden", fragt sich die
Grüne Gemeinderätin.
"Die neue Gesundheitsstadträtin Dr. Pittermann soll umgehend die
Möglichkeiten der Errichtung einer eigenen kinderchirurgischen
Abteilung im Kaiser-Franz-Josef-Spital prüfen lassen, denn die Kinder
auf Erwachsenenstationen im KFJ unter zu bringen, stellt wohl keine
akzeptable Lösung dar", schließt KUNZ.
Rückfragehinweis: Pressereferat
Mag. Rudi Leo
Tel.: (01) 4000 - 81821
email: [email protected]
http://wien.gruene.at
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