Kollross: "VP NÖ betreibt Doppelspiel!"

Der Verbandsvorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich und Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend NÖ, Andreas Kollross, nimmt zur jüngsten Drogendiskussion in NÖ Stellung.

"Mikl-Leitner ist eine Heuchlerin ersten Grades. Auf Bundesebene werden mit Unterstützung der VP NÖ massive Kürzungen im Suchtpräventions- und Therapiebereich durchgeführt, die im Land dann ausgeglichen werden müssen. Tatsache ist, dass Mikl-Leitner und die VP NÖ dafür verantwortlich sind, dass viele Drogenprojekte ihre Arbeit nur auf Sparflamme weiterführen können. Die von Mikl-Leitner verkündete Erhöhung von Suchtpräventionsmitteln ist in diesem Zusammenhang als Alibihandlung zu bezeichnen".

"Nach wie vor ist Suchtprävention für Schulen nur schwer finanzierbar. Durch die Stundenkürzungen im Pflichtschulbereich sind derartige Projekte gänzlich unmöglich gemacht. Nicht die Sozialistische Jugend handelt fahrlässig, sondern allein die VP NÖ, die durch ihre Politik sinnvolle Maßnahmen im Präventionsbereich verhindert".

"Eine positive Veränderung in der Drogenpolitik wird es erst dann geben, wenn drogenpolitische Fundamentalisten wie Mikl-Leitner lernen, Sachargumente aufzunehmen. Die Reaktion der VP NÖ auf die Forderung der Sozialistischen Jugend nach Legalisierung von Cannabisprodukten ist als populistisch und letztendlich als dumm zurückzuweisen".

"Das Verbot von Cannabis ist weder medizinisch noch juristisch zu argumentieren. Medizinisch betrachtet ist Alkohol bei weitem gefährlicher als Haschisch u.a. deshalb, weil Alkohol im Gegensatz zu Cannabis zur körperlichen Abhängigkeit führt. Gerichtsverfahren in Deutschland und in der Schweiz zeigen, dass das Verbot von Cannabisprodukten bei gleichzeitiger Legalität von Alkohol und Nikotin juristisch anfechtbar ist. Weiters zeigt eine Langzeitstudie, dass 80 Prozent der Konsumenten von Cannabis nicht süchtig werden. Bei den fehlenden 20 Prozent wurde das Suchtverhalten bereits beim Konsum von Nikotin und Alkohol festgestellt. All diese Fakten sind wissenschaftlich untermauert und auch von der VP NÖ zur Kenntnis zu nehmen".

"Um unsere Positionen auch in der SPÖ besser transportieren zu können, ist im Frühjahr eine Enquete zur Drogenpolitik geplant. Ziel ist es, gemeinsam mit den Entscheidungsträgern der SPÖ drogenpolitische Positionen die mit suchtpräventiven Maßnahmen kombiniert sind, zu formulieren", so Kollross abschließend.

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