• 08.01.2001, 11:32:45
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  • OTS0099

Kollross: "VP NÖ betreibt Doppelspiel!"

Der Verbandsvorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich und
Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend NÖ, Andreas Kollross,
nimmt zur jüngsten Drogendiskussion in NÖ Stellung.

"Mikl-Leitner ist eine Heuchlerin ersten Grades. Auf Bundesebene
werden mit Unterstützung der VP NÖ massive Kürzungen im
Suchtpräventions- und Therapiebereich durchgeführt, die im Land dann
ausgeglichen werden müssen. Tatsache ist, dass Mikl-Leitner und die
VP NÖ dafür verantwortlich sind, dass viele Drogenprojekte ihre
Arbeit nur auf Sparflamme weiterführen können. Die von Mikl-Leitner
verkündete Erhöhung von Suchtpräventionsmitteln ist in diesem
Zusammenhang als Alibihandlung zu bezeichnen".

"Nach wie vor ist Suchtprävention für Schulen nur schwer
finanzierbar. Durch die Stundenkürzungen im Pflichtschulbereich sind
derartige Projekte gänzlich unmöglich gemacht. Nicht die
Sozialistische Jugend handelt fahrlässig, sondern allein die VP NÖ,
die durch ihre Politik sinnvolle Maßnahmen im Präventionsbereich
verhindert".

"Eine positive Veränderung in der Drogenpolitik wird es erst dann
geben, wenn drogenpolitische Fundamentalisten wie Mikl-Leitner
lernen, Sachargumente aufzunehmen. Die Reaktion der VP NÖ auf die
Forderung der Sozialistischen Jugend nach Legalisierung von
Cannabisprodukten ist als populistisch und letztendlich als dumm
zurückzuweisen".

"Das Verbot von Cannabis ist weder medizinisch noch juristisch zu
argumentieren. Medizinisch betrachtet ist Alkohol bei weitem
gefährlicher als Haschisch u.a. deshalb, weil Alkohol im Gegensatz
zu Cannabis zur körperlichen Abhängigkeit führt. Gerichtsverfahren
in Deutschland und in der Schweiz zeigen, dass das Verbot von
Cannabisprodukten bei gleichzeitiger Legalität von Alkohol und
Nikotin juristisch anfechtbar ist. Weiters zeigt eine
Langzeitstudie, dass 80 Prozent der Konsumenten von Cannabis nicht
süchtig werden. Bei den fehlenden 20 Prozent wurde das
Suchtverhalten bereits beim Konsum von Nikotin und Alkohol
festgestellt. All diese Fakten sind wissenschaftlich untermauert und
auch von der VP NÖ zur Kenntnis zu nehmen".

"Um unsere Positionen auch in der SPÖ besser transportieren zu
können, ist im Frühjahr eine Enquete zur Drogenpolitik geplant. Ziel
ist es, gemeinsam mit den Entscheidungsträgern der SPÖ
drogenpolitische Positionen die mit suchtpräventiven Maßnahmen
kombiniert sind, zu formulieren", so Kollross abschließend.

Rückfragehinweis: SJ NÖ

Tel: 02742/2255

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