AK OÖ verlangt: ÖBB-Schikane gegen treueste Bahnkunden zurücknehmen!

Linz (AKO) Die Nahverkehrstarife in Österreich seien viel zu niedrig. Mit diesem Argument wollen die ÖBB aus den Verkehrsverbünden aussteigen. "Nun reicht’s aber", so AK-Präsident Hubert Wipplinger und weist auf weitere Verschlechterungen für Bahn-Stammkunden hin:
drei Tariferhöhungen in einem Jahr sowie die Senkung der Ermäßigung mit der Vorteilscard.

Ziel mancher ÖBB-Manager scheint zu sein, dass der Nahverkehr in Österreich entweder nach ihren Bedingungen zu funktionieren hat oder eben gar nicht. Denn tatsächlich liegen Verbund- und ÖBB-Tarife nicht so weit auseinander, wie dies ÖBB-Personenverkehrsdirektor Dr. Stindl glaubhaft machen will. Und außerdem erhalten die ÖBB für die Verkehrsverbünde nicht unerhebliche Zuschüsse aus dem Budget des Bundes, des Landes und sogar mancher Gemeinden.

Dass die obersten ÖBB-Manager in Tarifangelegenheiten nicht gerade stammkundenfreundlich agieren, haben sie mit ihrer jüngsten Entscheidung bewiesen. Mit der Herabsetzung der Ermäßigung für Vorteilscard-Inhaber bestrafen sie gerade jene Stammkunden mit einer versteckten Tariferhöhung um zehn Prozent, die durch den Kauf dieser Card den ÖBB ohnehin ein kostenloses Darlehen (Anzahlung!) gewähren. Und das zusätzlich zur mit 1.1.2001 in Kraft getretenen Tariferhöhung, übrigens der dritten innerhalb eines Jahres!

Als Zuckerl wird verkauft, dass bei Bestellung über Handy oder Internet die Ermäßigung ohnehin gleich bleibt. "Wer über diese Kommunikationsmittel nicht verfügt, schaut durch die Finger", kritisiert AK-Präsident Hubert Wipplinger. Außerdem muss zur Vorsicht gemahnt werden: Verschiebt man nämlich eine bestellte Fahrt, gibt es grundsätzlich kein Geld zurück.

Wipplinger verlangt von den ÖBB, zumindest diese gegenüber ihren treuesten Kunden zynische Maßnahme zurückzunehmen. "Irren ist ja menschlich. Aber dann bitte dazu stehen und die richtigen Konsequenzen daraus ziehen", so der AK-Präsident.

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