• 02.01.2001, 15:18:58
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  • OTS0135

"Kleine Zeitung" Kommentar: "Solidarität" (von Erwin Zankel)

Ausgabe vom 3.1.2001

Graz (OTS) - Wer nicht nachschaut, wird auch nichts finden.
Deshalb konnten unsere Agrarpolitiker bisher behaupten, Österreich
sei BSE-frei. Seit gestern ist diese Feststellung nur noch eine
Hoffnung. Auch bei uns sind die von der EU angeordneten Flächen
deckenden Tests angelaufen.

Nun werden Zweifel laut, ob wir wirklich vom Rinderwahn verschont
wurden. Die BSE-Fälle im benachbarten Bayern haben den Verdacht
genährt, dass es in Österreich eben falls verseuchte Rinder geben
könnte. Wie strikt wurde das Verbot der Verfütterung von Tiermehl an
Wiederkäuer kontrolliert? Und wer legt die Hand ins Feuer, dass die
importierten Kühe gesund waren?

Die Bedrohung der Gesundheit der Verbraucher und der Existenz der
Rinderzüchter erfordert ein entschlossenes Handeln der Behörden und
aller Teilnehmer der Nahrungsmittelkette vom Bauernhof bis zum
Fleischer.

Doch was geschieht? Viele Schlachthöfe weigern sich, Rinder über 30
Monate anzunehmen.

Der Streit, wer die Kosten der BSE-Tests zahlen soll, ist eine
Ausrede. Die Verarbeiter wälzen das Risiko, dass ein Test positiv
ausfällt, brutal auf die Produzenten weiter. Solidarität gibt es in
diesen Kreisen offenbar nur, wenn man Subventionen fordert. ****

Rückfragehinweis: Kleine Zeitung

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