Radetzkymarsch - Zweiteiliger Fernsehfilm nach dem Roman von Joseph Roth am 3. Jänner in 3sat

Wien (OTS) - Der Film "Radetzkymarsch" entstand nach dem Roman von Joseph Roth und beschreibt eine Welt der Väter und Söhne, beherrscht von den uralten patriarchalischen Rangordnungen des Offiziers- und Beamtengeschlechts, das der untergehenden k. u. k. Monarchie von der Residenz bis zur hinteren Grenzgarnison seinen Stempel aufdrückt. Es bestimmt das Leben des Einzelnen, von der frühen Kindheit bis zum Tod. Unter der Regie von Michael Kehlmann spielen am Mittwoch, dem 3. Jänner 2001, um 22.25 Uhr in 3sat u. a. Leopold Rudolf, Xandi Schwarz, Helmuth Lohner, Jane Tilden, Fritz Eckhardt und Walter Sedlmayr. Den zweiten Teil des Films zeigt 3sat am Donnerstag, dem 4. Jänner, ebenfalls um 22.25 Uhr.

Der Sohn des Statthalters Baron Trotta wird in der ihrem Ende entgegensehenden österreichisch-ungarischen Monarchie nach dem Vorbild seines Großvaters, dem "Helden von Solferino", auf den Militärberuf vorbereitet. Eine lastende Tradition und das väterliche Beamtenethos formen Gemüt und Charakter des jungen Menschen, der in der Tiefe seines Wesens kein Soldat ist. In eindrucksvollen Szenen und Etappen zieht das bewegte Leben jener soldatischen Epoche vorüber: ein todgeweihtes Leben.

Mit besonderer Sorgfalt und Prägnanz folgt der Film dem Roman auch in der Schilderung der Episodenfiguren, der Grenzschicksale am Rande der Welt, die mit dem Tod des alten Kaisers 1916 unterging. Der Film ist ein Stück österreichischer Fernsehgeschichte. Er lief in der Sowjetunion ebenso wie in vielen Ländern Westeuropas, in Kanada wie in Chile.

"Der 'Radetzkymarsch' ist ein Stück Unsterblichkeit", meint Michael Kehlmann, "der wesentlichste Roman von Joseph Roth, ein Welterfolg in den dreißiger Jahren, das österreichische Pendant zu den Buddenbrooks. Verfilmt mit Schauspielern, die in dieser Dichte heute nicht mehr auftreibbar wären."

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