- 30.12.2000, 10:07:04
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Bilanz 2000: Kärnten ist auf Zukunftskurs!
LH Haider: Kärnten ist reformfreudig - Aufwärtsentwicklung wird gesichert und weiter vorangetrieben
Klagenfurt (OTS) - Eine überaus positive Bilanz über das
abgelaufene Jahr zog heute Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider.
Kärnten präsentiert sich als ein überaus reformfreudiges und
dynamisches Bundes-land. Nach erfolgten Mietensenkungen und
Strompreissenkungen konnte die unmittelbar bevorstehende Realisierung
des Kinderbetreuungsgeldes durch einstimmigen Regierungsbeschluss
erreicht werden. Damit sei es gelungen, alle wichtigen Versprechen in
die Tat umzusetzen, so Haider.
Soziales Kärnten
Kärnten ist Vorreiter in der Familienpolitik. Neben dem
Familienpaket als größtes familienpolitisches Projekt wurden
zahlreiche Weichenstellungen vorgenommen, um Kärnten sozialer zu
gestalten. Das Sozialbudget wurde erneut aufgestockt, Erhöhungen gibt
es bei Fahrt- und Heizkostenzuschüssen, eine Verdoppelung der
Wohnbeihilfe vor allem für sozial benachteiligte Mieter und
Mehrpersonen-Haushalte. Auch Kärntens kleine Pensionsbezieher bekamen
einen "Weihnachtstausender".
Das neu errichtete "Bürgerbüro" im Amt der Kärntner
Landesregierung hat sich seit seiner Eröffnung im Juni 2000 als
zentrale Anlauf- und Servicestelle für Tausende Hilfesuchende als
sehr erfolgreich erwiesen.
Technologie und Bildungsoffensive
Stark positive Entwicklungen verzeichnet die Technologie- und
Bildungsoffensive, wobei auch am Technologiesektor großartige
Beschäftigungs-zuwächse zu verzeichnen sind. Zielsetzung ist es, die
Jugend sowie heimische Fachkräfte im Land optimal für die
Herausforderungen der "new economy" auszubilden und im Land zu
behalten. Einen großen Schwerpunkt bildet die Vernetzung aller
Pflichtschulen durch die landesweite Aktion "Schulen ans Netz".
Zahlreiche Höhere Schulen erhielten zudem
IT-Ausbildungsschwerpunkte. Hervorzuheben sind weiters die
Fachhochschuloffensive, die Erweiterung der Bildungsangebote an der
Universität, überbetriebliche Lehrwerkstätten, IT-Colleges,
Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben sowie die Gründung des
Vereins "Bildungsland Kärnten".
Noch nie gab es ein so ausgezeichnetes und vielfältiges
Bildungsangebot. Dadurch ist es auch für internationale Investoren
attraktiv, sich in Kärnten niederzulassen.
Einen wesentlichen Fortschritt stellt auch die Objektivierung
bei der Besetzung der Leiterfunktionen an den Pflicht- und
Berufsschulen dar, die ab dem kommenden Jahr durchgeführt werden
wird. Damit wird erstmals politische Einflussnahme ausgeschlossen.
Stärkung der heimischen Wirtschaft
Der Landeshauptmann hebt insbesondere die positive
Wirtschaftslage, die hohe Investitionsbereitschaft der Unternehmen
und den höchsten Beschäftigungsstand seit 1945 hervor. Durch gezielte
Maßnahmenpakete in Verbindung mit der positiven Entwicklung am
Arbeitsmarkt ist es gelungen, das Einkommen der Kärntner Bevölkerung
und damit auch die Kaufkraft für Kärntens Wirtschaft zu sichern. So
ist auch der November-Arbeitslosenstand der niedrigste seit zehn
Jahren. Durch die Lehrlings- und Jugendbeschäftigungsoffensive gibt
es praktisch keine Jugendarbeitslosigkeit in Kärnten.
Konsequenter Schuldenabbau
Kärnten setzte und setzt tiefgreifende Reformschritte und
beseitigt konsequent seine Schulden, um auch künftig die
Aufwärtsentwicklung zu ermöglichen und sicherzustellen. Durch den
massiven "historischen" Schuldenabbau, der ohne Steuererhöhungen
erfolgt, wird Spielraum für notwendige Zukunftsinvestitionen
geschaffen. Der Schuldenstand wird von 14,8 Milliarden Schilling auf
vier Mia. reduziert, was einer Senkung der Prokopf-Verschuldung von
27.123 Schiling auf 7.313 Schilling entspricht. Die Schuldentilgung
erfolgt durch entsprechende Bewertung und Einsatz des im Land
vorhandenen Vermögens, wie etwa durch Verkauf der
Wohnbauförderungsdarlehen oder den Verkauf der Kelag-Beteiligung.
Neue Schwerpunkte in der Kulturpolitik
Im Kulturbereich wurden wichtige Qualitätsschritte gesetzt. So
wurde erstmals eine unabhängige Kunstankaufs-Jury ins Leben gerufen.
Auch der Leiter der Kulturabteilung wurde erstmals mittels
Objektivierungsverfahren ausgewählt. Die Musicalaufführungen auf der
ausgebauten See-bühne waren ein voller Erfolg. Die Zahl der
Musikschüler konnte stark erhöht werden, erstmals wurde auch eine
Begabtenförderung eingerichtet. Die Landesgalerie wird demnächst
ausgebaut und die Vorbereitungs-arbeiten für die Landesausstellung in
Friesach sind voll im Laufen. Ein großer Erfolg für Kärnten waren
auch die Feiern zum 80-Jahr-Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung,
die auch umfassend dokumentiert wurden.
Neue Schritte in der öffentlichen Verwaltung
Im Bereich der öffentlichen Verwaltung wurde die Konzentration der
27 Verwaltungsstellen sowie eine grundlegende Organisationsreform
eingeleitet. Zu- und Umbauten sowie ein Neubau in der
Mießtalerstrasse und ein Technikzentrum (Flatschacher Straße) sind
geplant.
Für die Planung des Verwaltungszentrums haben bereits 140
Architekten ihr Interesse bekundet. Die Landes-EDV wird
ausgegliedert. Das Ziel sind generell schlanke und effiziente
Verwaltungsstrukturen.
Volksgruppen und Minderheitenpolitik
In Stift Ossiach wurde das Minderheitenforschungszentrum CIFEM
eröffnet. Auch ein neues Volksgruppenbüro wurde geschaffen. Wichtige
An-liegen zugunsten der Volksgruppe sind vor dem Abschluß.
Die Vorbereitungen zur Schaffung eines
Alpen-Adria-Generalsekretariates laufen. Auch die Aktivitäten der
senza-confini-Gesellschaft und des EU-Netzwerks werden verstärkt.
Kärnten baut seine grenzüberschreitenden Kooperationen im Sinne einer
aktiven Nachbar-schaftspolitik weiter aus (Schluss).
Rückfragehinweis: Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: (0463) 536 - 2852
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