"Kleine Zeitung" Kommentar: "Was stimmt?" (von Hans Winkler)

Ausgabe vom 30.12.2000

Graz (OTS) - Die Schätzungen, wie viele Computerexperten Österreich nächstens brauchen wird, reichen von einigen Hundert bis zu einigen Zehntausend.

Die Wirtschaft und ihr Minister rufen nach höheren Quoten für die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte, obwohl die bestehende Quote für Schlüsselarbeitskräfte nicht ausgeschöpft ist.

Industrielle erzählen einem, dass ihnen nicht Maturanten und Akademiker fehlen, sondern Facharbeiter und ungelernte Kräfte.

Der Bundeskanzler lehnt eine Erhöhung der Quoten ab und empfiehlt der Wirtschaft, sich doch in den EU-Ländern Griechenland und Finnland mit IT-Experten einzudecken. So, als ob die Finnen davon einen Überschuss hätten und Griechenland für sein Bildungssystem berühmt wäre.

Der ÖGB-Präsident meint zu Recht, man solle das Problem mit der forcierten Ausbildung solcher Experten in Österreich angehen. (Was Indien zusammengebracht hat, könnte ja auch Österreich mit seinem angeblich so hervorragenden Schulsystem schaffen.)

Die politisch-wirtschaftliche Klasse kennt sich offensichtlich selbst nicht aus. Man braucht sich also nicht wundern, dass die Österreicher ratlos und misstrauisch sind. ****

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