GdE-Fraktionsvorsitzender Bacher: "Internet-Schikane" bei der Bundesbahn verärgert vor allem ältere Kunden

Wien (FSG/GdE). Die Fraktion Sozialdemokratischer EisenbahnerInnen kritisiert eine vor kurzem bekannt gewordene neuerliche 'Schikane' der ÖBB. Fraktionsvorsitzender und Zentralsekretär-Stv. Norbert Bacher: "Verwunderung herrscht derzeit vor allem bei den Pensionisten über die Preissteigerungen bei der Bahn. Laut einer aktuellen Meldung müssten die Senioren ihre Ermäßigungskarte nämlich über das Internet bestellen, um die gewohnten Rabatte zu bekommen."++++

Stammkunden der ÖBB, die über die so genannte "Seniorencard" verfügen, kamen bisher in den Genuss einer 50-prozentigen Ermäßigung. Nunmehr muss diese Seniorencard über das Internet bestellt werden, andernfalls bekommt man nur mehr 45 Prozent Ermäßigung. Auch Besitzer einer so genannten "Vorteils(!)-card" bekommen nur 45 % Ermäßigung (statt wie bisher 50 %), wenn sie ihre Fahrkarte NICHT via Internet oder bei einem der Automaten kaufen. Zusätzlich werden ÖBB-Einzelfahrscheine um durchschnittlich 2,5 Prozent teurer, Wochen-und Monatskarten um rund fünf Prozent.

Norbert Bacher: "Verteuerungen lassen sich agumentieren, wenn auch das Service stimmt. Aber eine weitere Verteuerung, zusätzlich das Handling für eine Kundengruppe erschweren, von der man weiß, dass sie mit neuen Medien nicht so versiert ist - damit wird es dem ÖBB-Management gelingen, noch mehr Bahnfahrer ins Auto zu drängen, das relativ gesehen immer billiger wird."

"Der Rückgang im Personenverkehr ist den ÖBB offensichtlich noch zu gering. Mit dieser neuerlichen Schikane des ÖBB-Managements verdeutlicht sich einmal mehr, dass bei den ÖBB am eigentlichen Kundeninteresse vorbei agiert wird", hält Bacher fest.

Was ihn umso mehr ärgere, sei "dass solch unüberlegte Husch-Pfusch-Änderungen am Rücken jener EisenbahnerInnen ausgetragen werden, die an den Verkaufsstellen sitzen."

FSG, 29. Dezember 2000
Nr. 196

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