FORMAT: Primar Wurst zu Mißbrauchsvorwürfen: Angebliche Intimitäten waren bloß medizinische Untersuchungen

Neue Vorwürfe mutmaßlicher Opfer: "Als Belohnung für unser Schweigen bekamen wird jeweils eine kleine Tafel Bensdorp-Schokolade."

Wien (OTS) - Der Kinderheilpädagoge Franz Wurst wehrt sich in seinen Vernehmungen vor der Kärntner Kriminalabteilung vehement gegen die massiven Vorwürfe des sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger, die gegen ihn erhoben werden. Wie das am Samstag erscheinende Nachrichtenmagazin FORMAT aufgrund von Vernehmungsprotokollen berichtet, begründet der Arzt die von dutzenden Zeugen geschilderten Intimitäten mit medizinisch notwendigen Untersuchungen.

"Wenn er von Betastungen seines Geschlechtesteils im Alter von ca. 9 1/2 Jahren gesprochen hat, dann stimmt das mit Sicherheit", so Wurst, bei seiner Einvernahme mit den Aussagen eines Patienten konfrontiert: "Es wäre in meiner Profession als Kinderarzt im Gegenteil eine grobe Fahrlässigkeit, würde ich es bei einer Untersuchung bei einem Buben oder eventuell auch noch Jugendlichen unterlassen, mich zu vergewissern, ob sich die Hoden bereits im Hodensack befinden oder noch in der Bauchhöhle."

Inzwischen liegen FORMAT auch mehrere neue Aussagen von mutmaßlichen Opfern des Primars vor. Darin schildert etwa ein heute 44jähriger etwa Übergriffe im Rahmen eines von Wurst initiierten heilpädagogischen Ferienlagers in Kroatien. Dort habe es für Kinder sogenannte "Spezialbehandlungen" gegeben.

Der Zeuge gegenüber den Kriminalisten: "Ich meine damit, daß sich der Herr Doktor jeden Tag zwei bis drei Knaben an einen entlegenen Bereich des Strandes mitnahm. Dort mußten wir uns nackt ausziehen und wurden vom Doktor an unseren Genitalien betastet. Ich weiß auch noch, daß wir uns nach vorne beugen mußten, und er uns die Pobacken auseinander gezogen hatte. Dann führte uns der Herr Doktor den Finger in den Anus ein. Als Belohnung für unser Schweigen bekamen wir jeweils eine kleine Tafel Bensdorp-Schokolade."

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