Feurer: Preisliste für Österreichs Wald- und Wasserausverkauf

Einmalige Sonderangebote laden Spekulanten ein, zuzugreifen

St. Pölten, (SPI) - "Rechtzeitig zum Beginn des alljährlichen ‚Ausverkaufs‘ gesellen sich heuer zu den Tausenden Produkten, die reduziert angeboten werden, nun auch Österreichs Wald- und Wiesenflächen. Trotz 27.455 Unterschriften von Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern gegen den Ausverkauf von Wald und Wiesen, im Rahmen der sozialdemokratischen Initiative zur Einleitung eines Volksbegehrens, arbeitet man an einer Liste, die im Februar 2001 Österreichs Waldausverkauf einleiten soll. Die Österreichischen Bundesforste müssen, um den Betrag von 3 Milliarden Schilling aufzubringen, wirtschaftlich bestes Waldgebiet verkaufen. Rund 10 Prozent der Bundesforstflächen drohen damit ‚ausverkauft‘ zu werden - und zwar an ausländische Konzerne und Spekulanten sowie gut betuchte private Investoren im Dunstkreis der VP und der Freiheitlichen", kommentiert der Umweltsprecher der SPNÖ, LAbg. Werner Feurer, jüngste Presseberichte.****

Geradezu perfid ist die sogenannte ‚Bevorzugung‘ kleinerer Bauern und Anrainer beim Waldkauf - durch den Zusatz ‚wenn der Preis stimmt‘, wie dies die Bundesforste im Rahmen von Stellungnahmen bereits anklingen ließen. Wenn der Preis also nicht stimmt, ist jeder ausländische Spekulant und jeder Private herzlich eingeladen, Österreichisches Waldeigentum zu kaufen und Wald und Wasser für seine Geschäfte zu nutzen. "In einschlägigen Inseraten in Fachzeitungen bieten die Bundesforste Waldgebiete und Jagden in der Größe von mehreren Hundert Hektar zum Verkauf an. Welcher kleine Bauer hat das Geld, sich eine Jagd von 300 Hektar zu Preisen in zweistelliger Millionenhöhe zu kaufen?", so Feurer weiter.

"Die Bundesforste werden im kommenden Jahr diese Liste mit zum Verkauf stehenden Flächen so aufstocken, dass der Wert der darin enthaltenen Grundstücke 2,5 statt wie bisher rund eine Milliarde Schilling ausmacht. Das heißt, man verdoppelt das Volumen der zum Verkauf stehenden Flächen, Wald und Wasser, das Eigentum aller Österreicher, wird fahrlässig gegen den Willen der Bevölkerung verschleudert, nur um Budgetkosmetik zu betreiben", schließt der SP-Umweltsprecher, LAbg. Werner Feurer, besorgt.
(Schluss) fa/sk

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