Jugendneuropsychiatrie bekommt eigene Struktur

Neues Konzept wird derzeit überprüft

Bregenz (VLK) - Die Schaffung von geeigneten
Rahmenbedingungen für die jugendneuropsychiatrische
Versorgung am Landeskrankenhaus Rankweil wird seit langem mit Nachdruck verfolgt, erklärte der Leiter der Sanitätsabteilung
des Landes, Elmar Bechter. Selbstverständlich ist die
erforderliche räumliche Infrastruktur vorhanden. Leider ist
es bisher trotz mehrfacher Ausschreibung auch in
internationalen Fachjournalen nicht gelungen, die Position
eines Kinder- und Jugendpsychiaters zu besetzen. ****

Wie Elmar Bechter dazu ausführte, hat Gesundheitslandesrat Hans-Peter Bischof schon vor mehr als einem Jahr die
Initiative für ein Vorarlberger Psychiatrie-Konzept ergriffen
und veranlasst, dass der Bereich der Jugendneuropsychiatrie
auf Grund seiner Bedeutung völlig neu gestaltet und als
eigener Bereich mit Priorität behandelt werden soll. "Auf
Druck von Landesrat Bischof, dem die Jugendpsychiatrie sehr
am Herzen liegt, ist es gelungen, dass sich alle in diesem speziellen Fachbereich tätigen Experten gemeinsam an einen
Tisch gesetzt und ein Konzept erarbeitet haben", so der
Leiter der Sanitätsabteilung. Dieses ausgezeichnete Konzept
wird derzeit einer Kostenanalyse unterzogen und seine
Umsetzung geprüft.

Für die derzeitige personelle Situation sieht Bechter
mehrere Gründe. Schon generell ist die Personaldecke in
diesem Spezialbereich der Medizin im ganzen deutschsprachigen
Raum sehr dünn. Deshalb war auch die internationale
Ausschreibung bisher erfolglos. Dazu hat es eine gesetzliche Verschärfung der Ausbildungsvoraussetzungen im Additivfach
Kinder- und Jugendneuropsychiatrie gegeben. Erschwerend
wirkten zudem das Ausscheiden eines Additivfacharztes in den Ruhestand und die unterschiedlichen Auffassungen des
führenden Fachpersonals über die optimale Organisation dieses Spezialbereiches.

"Ich bin sicher, dass mit dem jetzt vorliegenden
Detailkonzept eine gute Lösung für die Akut- und Langzeitbehandlung jugendlicher Psychiatrie-Patienten
gefunden wurde", ist Elmar Bechter überzeugt. Mit dem neuen
Aufbau von speziellen Strukturen für die Jugendpsychiatrie
werde es auch leichter sein, einen Kinder- und
Jugendpsychiater zu finden.
(hh/ug,nvl)

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