Salzburger Telefon-Hotline zu allen Fragen rund um BSE

S. Eisl: Experten des Landes stehen morgen, Freitag, von 14.00 bis 17.00 Uhr unter 0662/8042-2100 für Anfragen zur Verfügung

Salzburg (OTS) - Die BSE-Fälle in Europa haben zu
einer enormen Verunsicherung der Konsumenten geführt.
Auch bei einer Radiosendung zu diesem Thema habe sich
gestern wiederum gezeigt, wie hoch der
Informationsbedarf in der Bevölkerung sei. Daher habe
er als spezielles Service- und Informationsangebot des
Landes kurzfristig eine Telefon-Hotline einrichten
lassen, so Agrarreferent Landesrat Sepp Eisl heute,
Donnerstag, 21. Dezember. Landesveterinärdirektor Dr.
Josef Schöchl und sein Mitarbeiter Dr. Anton Pacher-
Theinburg stehen morgen, Freitag, 22. Dezember, den
Salzburgerinnen und Salzburgern in der Zeit zwischen
14.00 und 17.00 Uhr für Anfragen rund um das Thema BSE
zur Verfügung. Die Nummer der Telefon-Hotline lautet:
0662/8042-2100.

Zugleich wies der Landesrat darauf hin, dass in
Österreich bisher im internationalen Vergleich die
umfangreichsten Kontrollmaßnahmen durchgeführt wurden.
Der Beweis dafür ist, dass Österreich im Gegensatz zu
fast allen anderen Mitgliedstaaten noch keinen BSE-
Fall zu verzeichnen hatte. Er habe gleich nach
Bekanntwerden der ersten BSE-Fälle den Auftrag
erteilt, alles zu unternehmen, um die BSE-
Schnelltestkapazität für Salzburg zu erhöhen. Diese
Tests werden nun in Salzburg ab 1. Jänner 2001 an
allen Rindern, die älter sind als 30 Monate,
durchgeführt.

Folgende Vorsorgemaßnahmen wurden in Österreich
in den vergangenen Jahren gesetzt:
- Seit 1990 besteht das Tiermehlverfütterungsverbot an Wiederkäuer, wobei die Verfütterung auch vor diesem
Zeitpunkt völlig unüblich war.
- Die Zusammensetzung der Futtermittel ist im strengen österreichischen Futtermittelgesetz festgelegt.
- Alle Futtermittelhersteller werden von der
Bundesanstalt für Agrarbiologie unangemeldet
kontrolliert, wobei auch die Zusammensetzung der
Futtermittel untersucht wird.
- Die Kontrolle der ordnungsgemäßen Verfütterung beim
Landwirt wird durch die Amtstierärzte laufend
überprüft.
- Seit 1. Oktober erfolgt eine getrennte Einsammlung
und Entsorgung der BSE-Risikomaterialien (Gehirn und
Rückenmark) aller Rinder, Schafe und Ziegen, die älter
als zwölf Monate waren.
- Schon seit jeher werden - im Gegensatz zu England -
in den österreichischen Tierkörperverwertungsanstalten
die Tiermehle durch Hochdrucksterilisation bei 133
Grad Celsius hergestellt.
- Sämtliche Schlachtrinder werden vor ihrer
Schlachtung bei der Fleischuntersuchung lebend auf
Anzeichen von BSE sowie weiterer Krankheiten
untersucht.
- Bereits bisher wurden sämtliche Rinder mit
zentralnervalen Erscheinungen auf BSE untersucht.
- Alle Schlachtkörper werden einer Fleischuntersuchung
unterzogen.
- Durch die im Jahr 1998 eingeführte österreichische Rinderdatenbank ist es möglich, den Lebensweg jedes
einzelnen Rindes lückenlos zu verfolgen.
- Die Rindfleischetikettierung dokumentiert das
Geburtsland, das Mastland und das Land, in dem die
Schlachtung durchgeführt wurde, und gibt somit dem
Konsumenten Herkunftssicherheit.
- Weiters werden mit sofortiger Wirkung alle aus
Deutschland importierten Rinder einem BSE-Test
unterzogen.

Durch diese Maßnahmen hat Österreich innerhalb
der Europäischen Union gemeinsam mit Finnland und
Schweden den besten BSE-Seuchenstatus bei einer
Bewertung und Risikoanalyse durch das internationale
Tierseuchenamt in Paris erhalten. Ziel müsse es sein,
durch weitere zum Großteil noch weiterzuentwickelnde
Maßnahmen den Konsumenten die größtmögliche Sicherheit
bei Rindfleisch zu geben, sagte der Landesrat.

Um weiterhin unseren Konsumenten
Lebensmittelsicherheit zu bieten, ist es aber
notwendig, diese Maßnahmen flächendeckend in allen Mitgliedsländern konsequent anzuwenden. Weitere
Maßnahmen, wie ein generelles Verbot der
Tiermehlverfütterung und die Einführungen von BSE-
Tests bei allen Schlachtrindern, müssen im nationalen
sowie im europäischen Gleichklang erfolgen, fordert
Agrarreferent Sepp Eisl.

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