- 15.12.2000, 13:30:15
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Gradwohl zu Bundesforste: Prinzhorn-Hilfe für Bauern ist großer ökonomischer Unsinn
Wien (SK) "Jetzt wird endlich der 'Marshallplan' von Prinzhorn für
die Bauern bekannt, die unterstützt mit Mitteln des Bundes die
Bundesforste zerschlagen sollen", sagte SPÖ-Agrarsprecher Heinz
Gradwohl zur Aussage des Zweiten Nationalratspräsidenten Prinzhorn,
dass die Bauern zum Ankauf der Wälder günstige Kredite vom Bund
erhalten sollen.
"Selten hörte man einen größeren ökonomischen Unsinn. Zuerst zwingt
man die Bundesforste Wälder zu verkaufen, um ihnen drei Milliarden
Schilling abzuknöpfen, und dann stellt die Regierung selbst die
Mittel zur Verfügung, damit die drei Milliarden überhaupt erlöst
werden können", sagte Gradwohl am Freitag gegenüber dem Pressedienst
der SPÖ. ****
Forstwirtschaftlich, betriebswirtschaftlich und volkswirtschaftlich
wäre es wesentlich vernünftiger von diesem "ideologisch" motivierten
Zerschlagungsplan der Bundesforste abzulassen, damit einerseits das
Unternehmen nicht gefährdet wird, damit die Wasserreserven nicht
verschleudert werden und damit die Naturschutzfunktion wie auch die
frei Begehbarkeit des Waldes erhalten bleibe, so Gradwohl. Es stelle
sich aber auch "die Frage, ob Prinzhorn mit diesem 'bauernschlauen'
Vorschlag nicht in erster Linie von den großindustriellen FOPs
(Friends of Prinzhorn) ablenken will, die gewiss schon das eine oder
andere günstige Schnäppchen für eine Eigenjagd im Auge haben".
(Schluss) ns
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (01) 53427-275
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