• 15.12.2000, 11:45:19
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  • OTS0143

Sander: Gleichbehandlungsgesetz nur Schmalspurvariante

Wiener Grüne zum Gleichbehandlungsgesetz

Wien (Grüne) - "Obwohl es ein Schritt in die richtige Richtung
ist, fehlt es dem Wiener Gleichbehandlungsgesetz nach wie vor an
Substanz", so kommentiert die Frauensprecherin der Wiener Grünen,
Jutta Sander, die Novellierung des Gesetzes in der heutigen
Landtagsitzung. Sander begrüßt die Einführung einer 50prozentigen
Frauenförderungsquote. "Damit erfüllt das Land Wien eine jahrelange
Forderung der Grünen", so die Frauensprecherin. Die Grünen vermissen
allerdings eine klare Kompetenzregelung und eine Aufwertung für die
sogenannten Kontaktfrauen.

Nach Ansicht der Grünen sollten diese Frauen gewählt werden und
nicht vom Gutwill der Stadträtin abhängen. Sander: "So bleibt dieses
Instrument ein zahnloser Tiger. Ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz
braucht klare Sanktionsmöglichkeiten wenn die gesetzlichen Vorgaben
und die Frauenförderungspläne nicht eingehalten werden." Die Grünen
erinnern, dass trotz zahlreicher Bewerbungen von Frauen in leitenden
Positionen trotzdem nur Männer sitzen. "Faktum ist, dass trotz
Gleichbehandlungsgesetz von 71 Wiener Magistratsabteilungen gerade 6
von Frauen geleitet werden", so die Frauensprecherin abschließend.

Rückfragehinweis: Pressereferat

Tel.: (01) 4000 - 81821
http://wien.gruene.at

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