• 14.12.2000, 11:26:52
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AK-Dinkhauser: Vorruhestand des Bundes weiterer Schlag ins Gesicht für alle Beschäftigten in der Privatwirtschaft!=

Innsbruck (OTS) - "Das vom Bund geplante ein Vorruhestandsmodell
für Beamte und Vertragsbedienstete in Bereichen, die aus dem
Bundesdienst ausgegliedert werden ist ein Schlag ins Gesicht für alle
älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", empört sich der Tiroler
AK-Präsident Fritz Dinkhauser. Geplant ist eine Karenzierung der
Betroffenen bereits fünf Jahre vor dem Erreichen des Pensionsalters.
Und das mit einem Bezug von 80 Prozent des Letztbezuges. Der
Durchschnittsverdienst eines Beamten beträgt im Schnitt 28.000
Schilling, die ASVG-Pension im Schnitt rund 10.000 Schilling, Beamte
beziehen also fast eine dreimal höhere Pension. "Die Arbeitnehmer im
ASVG-Bereich müssen länger arbeiten, dafür dürfen die
Bundesbediensteten fünf Jahre früher in Pension. Sieht so die soziale
Gerechtigkeit aus?"

Dinkhauser: "Diese Vorgangsweise ist jenen Arbeitnehmern gegenüber
eine Zumutung, denen man mit der letzten Pensionsreform mit dem
Argument, die Pensionen sichern zu wollen, das Pensionsalter auf 61,5
Jahre hinaufgesetzt hat.

Das ist ein Schlag ins Gesicht für all jene Betroffenen, die jetzt
noch länger arbeiten müssen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben
und bereits jetzt aus gesundheitlichen Gründen beeinträchtigt sind",
so Dinkhauser.

Der Bund als Dienstgeber exerziert eine Praxis vor, die bei
privaten Dienstgebern schon länger massiv kritisiert wird, dass
nämlich ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer frühzeitig vor dem
Erreichen des Pensionsalters freigesetzt und finanziell der
Allgemeinheit überantwortet werden.

Dinkhauser: "Diese Maßnahme der Regierung schafft entgegen
ursprünglicher Beteuerungen wieder Ungleichheiten und beweist, dass
die von der Regierung immer wieder vorgebrachten Argumente, warum die
Erhöhung des Pensionsalters notwendig ist, nicht stimmen. Diese
Maßnahmen sind ein schlechtes Beispiel , sie werden wohl auch private
Dienstgeber ermuntern, gleiches zu tun."

Rückfragehinweis: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Tirol
Pressestelle
Hr. Dr. Elmar Schiffkorn
Tel: 0512/5340 - 280

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