AK-Dinkhauser: Vorruhestand des Bundes weiterer Schlag ins Gesicht für alle Beschäftigten in der Privatwirtschaft!

Innsbruck (OTS) - "Das vom Bund geplante ein Vorruhestandsmodell für Beamte und Vertragsbedienstete in Bereichen, die aus dem Bundesdienst ausgegliedert werden ist ein Schlag ins Gesicht für alle älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", empört sich der Tiroler AK-Präsident Fritz Dinkhauser. Geplant ist eine Karenzierung der Betroffenen bereits fünf Jahre vor dem Erreichen des Pensionsalters. Und das mit einem Bezug von 80 Prozent des Letztbezuges. Der Durchschnittsverdienst eines Beamten beträgt im Schnitt 28.000 Schilling, die ASVG-Pension im Schnitt rund 10.000 Schilling, Beamte beziehen also fast eine dreimal höhere Pension. "Die Arbeitnehmer im ASVG-Bereich müssen länger arbeiten, dafür dürfen die Bundesbediensteten fünf Jahre früher in Pension. Sieht so die soziale Gerechtigkeit aus?"

Dinkhauser: "Diese Vorgangsweise ist jenen Arbeitnehmern gegenüber eine Zumutung, denen man mit der letzten Pensionsreform mit dem Argument, die Pensionen sichern zu wollen, das Pensionsalter auf 61,5 Jahre hinaufgesetzt hat.

Das ist ein Schlag ins Gesicht für all jene Betroffenen, die jetzt noch länger arbeiten müssen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben und bereits jetzt aus gesundheitlichen Gründen beeinträchtigt sind", so Dinkhauser.

Der Bund als Dienstgeber exerziert eine Praxis vor, die bei privaten Dienstgebern schon länger massiv kritisiert wird, dass nämlich ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer frühzeitig vor dem Erreichen des Pensionsalters freigesetzt und finanziell der Allgemeinheit überantwortet werden.

Dinkhauser: "Diese Maßnahme der Regierung schafft entgegen ursprünglicher Beteuerungen wieder Ungleichheiten und beweist, dass die von der Regierung immer wieder vorgebrachten Argumente, warum die Erhöhung des Pensionsalters notwendig ist, nicht stimmen. Diese Maßnahmen sind ein schlechtes Beispiel , sie werden wohl auch private Dienstgeber ermuntern, gleiches zu tun."

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