Van der Bellen gegen 10prozentige Reduktion bei Wiener Pflichtschullehrern

Grüne bringen Antrag zur Absicherung der österreichischen Pflichtschulen ein

Wien (OTS) "Es ist unerträglich, wie sich Bund und Länder bei den Landeslehrern auf dem Rücken der Betroffenen den Schwarzen Peter gegenseitig zuschieben. Zunächst stimmt der Wiener Bürgermeister Häupl der Vereinbarung zu, dann wird vom Wiener Stadtschulrat ein Szenario auf den Tisch gelegt, wonach zu Beginn des nächsten Schuljahres mehr als 1.000 Planstellen in Wien wegfallen würden. Ministerin Gehrer stellt sich überhaupt unwissend und erklärt in regelmäßigen Abständen, sie wisse nicht, wie sich die Maßnahmen in den einzelnen Ländern auswirken würden. Mit einer derartigen Politik werden die Betroffenen hochgradig verunsichert", so der Bundessprecher der Grünen, Alexander van der Bellen.

Eine zehnprozentige Reduktion der PflichtschullehrerInnen in Wien zu Beginn des nächsten Schuljahres würde das Schulsystem massiv gefährden. Die Ignoranz gegenüber der besonderen Situation in Wien, die von einem hohen Anteil von Schülern mit nicht-deutscher Muttersprache gekennzeichnet ist, und das Fehlen des Bekenntnises zur Aufrechterhaltung der Fördermaßnahmen in diesem Bereich ist aber mehr als nur eine bildungspolitische Bankrotterklärung. Es zeigt einmal mehr, wie sich die ÖVP in Integrationsfragen vor den Karren der FPÖ spannen lässt. Völlig unverständlich ist nach der Warnung des Wiener Stadtschulrates die erwartete Zustimmung der SPÖ zum Finanzausgleich", ergänzt der Bildungssprecher der Grünen. Dieter Brosz.

Die Grünen werden daher heute im Parlament einen Antrag zur Absicherung der österreichischen Pflichtschulen mit folgendem Inhalt einbringen.

"Nach dem sich die Bundesregierung bislang jeglicher inhaltlicher Aussagen über die Auswirkungen der Sparmaßnahmen in den Ländern enthalten hat, sollen für die weiteren Verhandlungen mit den Ländern drei Vorgaben gesetzt werden:

1. Es darf keine Einschränkungen in den Bereichen muttersprachlicher Unterricht, BeratungslehrerInnen, StützlehrerInnen/FörderlehrerInnen und SprachheillehrerInnen geben.

2. Die durchschnittlichen Klassenschülerzahlen dürfen nicht erhöht werden, und es darf zu keiner Einschränkung bei unverbindlichen Übungen und Freigegenständen kommen.

3. Es darf keine Einsparungen durch die Nichtweiterbeschäftigung von VertragslehrerInnen geben."

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