"Weiblich Qualifiziert!": Mehr als 300 potentielle Nachfolgerinnen für Minister Haupt

GPA-Frauen organisieren Bewerbung als Frauenministerin via Internet

Wien (GPA/ÖGB). "Herbert Haupt sind seine Ambitionen als Frauenpolitiker zwar nicht abzusprechen, für die Position der Frauenministerin fehlen ihm aber freilich doch einige wichtige Voraussetzungen", so die Meinung der GPA-Frauen, die aus diesem Grund mit der baldigen Vakanz seines Ministerinnenamtes rechnen.++++

Mit der Aktion "Weiblich Qualifiziert!" boten sie über die GPA Homepage die Möglichkeit für eine rechtzeitige Bewerbung. Bis zum 11. Dezember beteiligten sich mehr als 300 Frauen an dieser Initiative und teilten via email Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Vizekanzlerin Riess-Passer sowie Minister Haupt ihr Interesse an der vielleicht schon bald frei werdenden Stelle mit.

"Natürlich können auch Männer engagierte Frauenpolitik machen", unterstreichen die GPA-Frauen, "sicher aber nicht eine bessere Frauenpolitik". Dass auch Minister Haupt diesbezüglich keine Ausnahme sei, habe er bereits bewiesen: Für seine Überlegungen zur Abtreibungsfrage erntete er den Applaus konservativster Kirchenmänner und dass er uneingeschränkt hinter der "Zurück an den Herd"-Politik der Bundesregierung steht, macht er mit seinem konsequenten Festhalten am Karenzgeld für alle mehr als deutlich.

Die GPA-Frauen finden sich mit der stattfindenden Rückwärtsentwicklung in der Frauenpolitik nicht ab. Die Wiedereinrichtung eines eigenständigen Frauenministeriums, mit einer Frau an dessen Spitze, bleibt daher zentrale Forderung.(ff)

ÖGB, 12. Dezember 2000
Nr. 1082

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