• 11.12.2000, 18:26:07
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Forscher richten ihren Blick auf Herceptin, um Überlebenschancen und Lebensqualität von Patienten mit Brustkrebs im Frühstadium zu steigern=

San Antonio, Texas, USA (ots-PRNewswire) - Experten wollen
zielgerichtete Behandlung in früheren Krankheitsstadien testen.

Pläne für eine neue Versuchsreihe, um das neuartige Medikament
Herceptin zur Behandlung von Brustkrebs während eines früheren
Stadiums der Krankheit zu testen, wurden heute bekannt gegeben.
Forscher werden Anfang nächsten Jahres beginnen, den Einsatz von
Herceptin als Adjuvans zu erforschen. Herceptin - Roches Durchbruch
zur Behandlung von Brustkrebs - , das auf die Funktion des HER2-Gens
(Humanepidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor Nr. 2) abzielt, wird eine
Verbesserung der Lebensqualität zugeschrieben und kann
erwiesenermaßen die Überlebenschancen bei Brustkrebs im
fortgeschrittenen Stadium um bis zu 45 Prozent steigern.

Diese groß angelegte, internationale klinische Versuchsreihe, nach
der griechischen Göttin und Beschützerin der Frauen HERA
(HERceptinAdjuvans) benannt, wird von Roche finanziert und in
Zusammenarbeit mit der Breast International Group (BIG)
ÄInternationale BrustkrebsvereinigungÜ durchgeführt. Das Ziel der
Versuchsreihe ist es, die Steigerung der Überlebenschancen und
Verlangsamung des Krankheitsverlaufs zu bestimmen, wenn Herceptin in
Kombination mit üblichen chemotherapeutischen Mitteln, die nach
chirurgischen Eingriffen verabreicht werden, eingesetzt wird
(adjuvante Behandlung genannt). Die Versuchsreihenleiter werden
Anfang 2001 mit der Patientenauswahl beginnen und Tausende von
Brustkrebspatienten im Frühstadium vor dem Behandlungsbeginn auf
ihren HER2-Status hin testen.

Anlässlich des 23. Symposiums zur Brustkrebstherapie(SABCS), das
jährlich in San Antonio stattfindet, sagte Martine Piccart, Leiterin
der Abteilung für Chemotherapie am Jules-Bordet-Institut in Brüssel
und Vorsitzende der BIG: "Es besteht ein deutliches Interesse an
Herceptin auf Grund seiner zielgerichteten Natur, bekannten
Wirksamkeit und guten Verträglichkeit im Vergleich zu konventionellen
Behandlungsmethoden. Die nächste Herausforderung besteht darin,
Herceptin als Adjuvans zu erforschen, um festzustellen, ob die mit
Herceptin in Zusammenhang gebrachten Behandlungserfolge bei einer
Anwendung in einem früheren Stadium der Krankheit noch maximiert
werden können."

Das HER2-Gen hat sich bereits als wichtiger Indikator der
Behandlungsprognose einer Brustkrebspatientin etabliert. Die
Ergebnisse der HERA-Versuchsreihe sollen dabei helfen, zu bestimmen,
ob Herceptin den Behandlungserfolg einschneidend verbessern kann,
wenn es in einem früheren Krankheitsstadium eingesetzt wird.

Onkologen greifen zunehmend auf Tumorprofilierungstechniken
zurück, um den HER2-Status eines Patienten zu beurteilen, bevor sie
sich für eine Behandlungsmethode entscheiden. Während des
Satellitensymposiums "Targeted Therapies for the Treatment of Breast
Cancer" ÄZielgerichtete Therapien bei BrustkrebsÜ werden Experten von
Weltrang die Untersuchungsergebnisse überprüfen, welche die
HER2-Diagnose und zielgerichtete Behandlung mit Herceptin
unterstützen. Dr. Josi Baselga, der maßgeblich zur klinischen
Herceptin-Forschung beiträgt und Leiter der onkologischen Abteilung
der Klinik Vall d'Hebron in Barcelona ist, erklärte: "Der HER2-Status
kann ein guter Indikator für die Prognose des Krankheitsstadiums
eines Patienten sein. Patienten, die als HER2-positiv diagnostiziert
werden, weisen einen sehr viel aggressiveren Krankheitsverlauf auf.
Eine neuartige Therapie wie Herceptin, die auf das HER2-Gen abzielt,
um das schnelle Wachstum der Krebszellen zu verhindern, ist eine
großartige neue Behandlungsmöglichkeit für Patienten, die
HER2-positiv sind."

Ausschlaggebende klinische Studien haben bis heute die
Behandlungserfolge, die mit Herceptin sowohl als alleinigem als auch
neben anderen Behandlungsmethoden eingesetztem Medikament assoziiert
werden, äußerst überzeugend bestätigt. Für HER2-positive Patienten
kann maximaler Nutzen dadurch erzielt werden, dass Herceptin
zusätzlich zur üblichen Chemotherapie eingesetzt wird. Bei Patienten
mit metastasiertem Brustkrebs zeigte sich, dass die
chemotherapeutische Behandlung durch die Kombination mit Herceptin
die Überlebenschancen um bis zu 45 Prozent bei stark HER2-positiven
Patienten* steigern konnte. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass
die Diagnose des HER2-Status und anschließende Behandlung mit
Herceptin eine wichtige Rolle spielen können. Aus diesem Grund liegt
der Schwerpunkt vieler derzeit durchgeführten Studien darin, den
Nutzen und die Sicherheit von Herceptin bei einer kombinierten
Verabreichung mit einer Reihe von Heilmitteln zu bewerten, so dass
wir die Behandlungserfolge für mehr Patienten maximieren können.

Prof. Brian Leyland-Jones, ein führender Onkologe und
Herceptin-Forscher der McGill University in Kanada, erklärte: "Die
dringlichste Herausforderung liegt darin, neue Behandlungsprotokolle
zu erproben, welche Herceptin bei der Behandlung von metastasiertem
Brustkrebs mit einschließen, und zu sehen, ob diese neuen Ansätze
auch bei Brustkrebs im Frühstadium effektiv und sicher sind." Die
vorläufigen Daten einer kürzlich durchgeführten Studie, bei der
HER2-positiven Patienten alle drei Wochen Herceptin in erhöhten Dosen
plus Paclitaxel verabreicht wurde, zeigen, dass dieser Ansatz im
Vergleich zu derzeit genehmigten Behandlungsprotokollen, bei denen
Herceptin üblicherweise einmal wöchentlich verabreicht wird,
vorteilhaft erscheint. Diese seltenere Verabreichung erleichtert den
Patienten die Behandlung, vor allem bei der adjuvanten Behandlung.
Die HERA-Versuchsreihe umfasst in der Tat diese besondere
Verabreichungsmethode.

Dr. Bart Vanhauwere, der International Medical Manager für
Herceptin, äußerte: "Wichtig bei den verschiedenen klinischen
Herceptin-Studien ist, dass Onkologen und Forscher den Blick
zunehmend auf eine zielgerichtete Behandlung wie Herceptin richten,
um die Behandlungserfolge bei Brustkrebs jetzt und in Zukunft zu
verbessern."

Hinweise für die Redaktion:

1. Herceptin ist die erste krebsgengerichtete Behandlung, die
erwiesenermaßen die Überlebenschancen steigert und sowohl allein als
auch in Kombination mit einer Chemotherapie bessere
Behandlungserfolge aufweist. Auf Grund der Erfolge, die man bei der
Behandlung von HER2-positiven Tumoren mit Herceptin verzeichnen
konnte, wird nun die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit
dieser Behandlungsmethode in verschiedenen Umgebungen getestet.

2. Auf Grund der belegten klinischen Behandlungserfolge, die
Herceptin HER2-positiven Patienten bietet, wird Herceptin heute
innerhalb der EU für die Behandlung von Frauen mit einem hohen
HER2-Spiegel empfohlen. Es soll nur zur Behandlung derjenigen
Patienten eingesetzt werden, deren Tumoren spezifisch als
HER2-positiv diagnostiziert wurden. Klinische Versuchsreihen haben
gezeigt, dass eine sorgfältige Auswahl der HER2-positiven Patienten
zu einer erhöhten Wirksamkeit der Herceptin-Behandlung und damit zu
einer deutlichen Steigerung der Überlebenschancen führt. Herceptin
ist heute bereits in über 40 Ländern auf der ganzen Welt zur
Behandlung von metastasiertem Brustkrebs zugelassen.

3. Herceptin wurde von Genentech, einem führenden
US-amerikanischen Biotechnologie-Unternehmen, an dem Roche zu 58
Prozent beteiligt ist, entdeckt und entwickelt. Genentech erteilte
Roche im Juli 1998 die exklusiven Vermarktungsrechte für Herceptin
außerhalb der USA.

4. Das 23. "Annual San Antonio Breast Cancer Symposium" findet vom
6.-9. Dezember statt. Weitere Informationen finden Sie auf der
Website unter http://www.sabcs.org.

5. Für weitere Informationen über das Satellitensymposium
"Targeted Therapies for the Treatment of Breast Cancer" (Samstag, 9.
Dezember, 13.00-16.30 Uhr) wenden Sie sich bitte an Lana Manning
unter der Telefonnummer +972 929 1900 oder per E-Mail unter der
Adresse http://www.theCBCE.com

6. Mit Sitz in Basel gehört Roche in den Bereichen Pharmazeutika,
Diagnostik und Vitamine zu den weltweit führenden
forschungsorientierten Konzernen für Gesundheitsfürsorge. Die
innovativen Produkte und Dienstleistungen von Roche dienen der
Vorsorge, Diagnose und Behandlung von Krankheiten und steigern so das
Wohlbefinden und die Lebensqualität aller.

* Notiert auf dem Satellitensymposium "Targeted Therapies for the
Treatment of Breast Cancer" (Samstag, 9. Dezember, 13.00-16.30 Uhr),
das in Verbindung mit dem 23. "Annual San Antonio Breast Cancer
Symposium" abgehalten wird.

ots Originaltext: Roche Pharmaceuticals
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Rückfragen bitte an:
Jennie Wang-Gehring (für Roche), Tel.: +41 61 688 2909
oder Handy: +41 79 698 8310;
Jeff Smith oder Galia Wilson (für CPR) Tel.: +44 20 7282 1200

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