- 07.12.2000, 09:32:23
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Leitl: Frankreich-Exporte blühen heuer trotz EU-Sanktionen
Österreichs Exporte nach Frankreich wachsen stärker als in die EU - Politische Turbulenzen beeinflussten nicht die guten Geschäftsbeziehungen
Wien (PWK1063) - Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich
und Frankreich sind besser als je zuvor und ließen sich auch durch
politische Turbulenzen nicht negativ beeinflussen. "Trotz
EU-Sanktionen verzeichneten Österreichs Frankreich-Exporte heuer in
den ersten acht Monaten einen Anstieg um 14,4 Prozent auf 26,7 Mrd
Schilling. Damit stiegen die Lieferungen nach Frankreich stärker als
in die gesamte EU", berichtete WKÖ-Präsident Christoph Leitl gestern
beim "französischen Abend" in der Wirtschaftskammer Österreich. Die
Vertrauensbasis zwischen Österreich und Frankreich blieb erhalten und
die Export-Dynamik der letzten Jahre setzt sich weiter fort.
"Seit EU-Beitritt hat sich die Zahl der österreichischen
Niederlassungen in Frankreich um gut 30 Prozent auf derzeit rund 160
erhöht", führte Leitl an und machte darauf aufmerksam, dass in
zunehmenden Maße auch Klein- und Mittelbetriebe sowie Jungunternehmer
aus Österreich versuchen am französischen Markt Fuß zu fassen.
Bemerkenswert sei auch, dass sich bei Ausschreibungen öffentlicher
Stellen und Gebietskörperschaften in Frankreich eine vermehrte
Beteiligung österreichischer Firmen beobachten lässt. Um diesem Trend
Rechnung zu tragen, wurde auf der Homepage der WKÖ-Außenhandelsstelle
in Paris ein permanenter Link zum Amtsblatt der öffentlichen
Ausschreibungen in Frankreich eingerichtet, der den täglichen Zugriff
auf aktuelle Ausschreibungsangebote ermöglicht.
"Da die Umweltschutzthematik in Frankreich in letzter Zeit stark an
Bedeutung gewinnt und österreichische Firmen auf diesem Gebiet
umfangreiches Know-how anzubieten haben, planen wir über unsere
Außenhandelsstelle in Strassbourg und das
Wirtschaftsförderungsinstitut im Frühjahr 2001 auch ein spezifisches
technisch-wissenschaftliches Symposium im Elsass", kündete Leitl an.
Bei der Veranstaltung, an der zahlreiche österreichische und
französische Unternehmer und Repräsentanten teilnahmen und Leitl
unter anderem mit dem französischen Botschafter Jean Cadet sowie mit
dem Präsidenten der französisch-österreichischen Handelskammer und
Donau Chemie-Chef, Alain de Krassny, zusammentraf, betonte der
Wirtschaftskammerpräsident auch, dass der österreichisch-französische
Außenhandel trotz der guten Entwicklung noch großes Potential für
beide Seiten biete. "Frankreichs Wirtschaft wächst kräftig und man
rechnet, dass die neuen Informationstechnologien das BIP-Wachstum um
1,2 Prozent stimulieren und über 400.000 neue Arbeitsplätze schaffen
werden. Auf der anderen Seite ist Österreich ein ausgezeichneter
Wirtschaftsstandort mit hochqualitativen Arbeitskräften, innovativen
Unternehmen und Produkten, der durch die Erweiterung der Europäischen
Union auch in den nächsten Jahren eine besondere Dynamik erwarten
lässt." (Ne)
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich
AW-Referat Europa 2
Dr. Leopold Birstinger
Tel.: (01) 50105-4406
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