Leitl: Frankreich-Exporte blühen heuer trotz EU-Sanktionen

Österreichs Exporte nach Frankreich wachsen stärker als in die EU - Politische Turbulenzen beeinflussten nicht die guten Geschäftsbeziehungen

Wien (PWK1063) - Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich
und Frankreich sind besser als je zuvor und ließen sich auch durch politische Turbulenzen nicht negativ beeinflussen. "Trotz EU-Sanktionen verzeichneten Österreichs Frankreich-Exporte heuer in den ersten acht Monaten einen Anstieg um 14,4 Prozent auf 26,7 Mrd Schilling. Damit stiegen die Lieferungen nach Frankreich stärker als in die gesamte EU", berichtete WKÖ-Präsident Christoph Leitl gestern beim "französischen Abend" in der Wirtschaftskammer Österreich. Die Vertrauensbasis zwischen Österreich und Frankreich blieb erhalten und die Export-Dynamik der letzten Jahre setzt sich weiter fort.

"Seit EU-Beitritt hat sich die Zahl der österreichischen Niederlassungen in Frankreich um gut 30 Prozent auf derzeit rund 160 erhöht", führte Leitl an und machte darauf aufmerksam, dass in zunehmenden Maße auch Klein- und Mittelbetriebe sowie Jungunternehmer aus Österreich versuchen am französischen Markt Fuß zu fassen.

Bemerkenswert sei auch, dass sich bei Ausschreibungen öffentlicher Stellen und Gebietskörperschaften in Frankreich eine vermehrte Beteiligung österreichischer Firmen beobachten lässt. Um diesem Trend Rechnung zu tragen, wurde auf der Homepage der WKÖ-Außenhandelsstelle in Paris ein permanenter Link zum Amtsblatt der öffentlichen Ausschreibungen in Frankreich eingerichtet, der den täglichen Zugriff auf aktuelle Ausschreibungsangebote ermöglicht.

"Da die Umweltschutzthematik in Frankreich in letzter Zeit stark an Bedeutung gewinnt und österreichische Firmen auf diesem Gebiet umfangreiches Know-how anzubieten haben, planen wir über unsere Außenhandelsstelle in Strassbourg und das Wirtschaftsförderungsinstitut im Frühjahr 2001 auch ein spezifisches technisch-wissenschaftliches Symposium im Elsass", kündete Leitl an.

Bei der Veranstaltung, an der zahlreiche österreichische und französische Unternehmer und Repräsentanten teilnahmen und Leitl unter anderem mit dem französischen Botschafter Jean Cadet sowie mit dem Präsidenten der französisch-österreichischen Handelskammer und Donau Chemie-Chef, Alain de Krassny, zusammentraf, betonte der Wirtschaftskammerpräsident auch, dass der österreichisch-französische Außenhandel trotz der guten Entwicklung noch großes Potential für beide Seiten biete. "Frankreichs Wirtschaft wächst kräftig und man rechnet, dass die neuen Informationstechnologien das BIP-Wachstum um 1,2 Prozent stimulieren und über 400.000 neue Arbeitsplätze schaffen werden. Auf der anderen Seite ist Österreich ein ausgezeichneter Wirtschaftsstandort mit hochqualitativen Arbeitskräften, innovativen Unternehmen und Produkten, der durch die Erweiterung der Europäischen Union auch in den nächsten Jahren eine besondere Dynamik erwarten lässt." (Ne)

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