Der Forcher - Einem Phänomen auf der Spur

Wien (OTS) - Die Menschen lieben ihn, Kollegen und Mitarbeiter verehren ihn, Kritiker kommen bei ihm haltlos ins Schwärmen: Sepp Forcher, seit 15 Jahren einzigartiger Präsentator von "Klingendes Österreich", ist eine der faszinierendsten Persönlichkeiten des Landes. Anlässlich seines 70. Geburtstags am 17. Dezember gestaltete Kurt Liewehr dieses Porträt, das 3sat am Samstag, dem 9. Dezember 2000, um 11.15 Uhr zeigt.

Er war Hüttenwirtsbub, Lastenträger, provisorischer Höhlenführer, Mineraliensammler, "Baraber" beim Kraftwerksbau in Kaprun, schließlich selbst Wirt in verschiedenen Hütten und Wirtshäusern in Stadt und Land - bis ihn Radio, Fernsehen und Presse entdeckten. Trotz seiner mehr als hundert Fernsehsendungen, Radiobeiträge und Zeitungsglossen und trotz zahlreicher Ehrungen und Auszeichnungen ist "der Forcher" genau das geblieben, was er immer war: ein Mensch mit einer unglaublichen Neugier an allem und einer riesengroßen Liebe zu den Menschen.

Schon die ersten Lebenstage des Sepp Forcher waren ungewöhnlich. Der Spross einer Südtiroler Bergsteigerfamilie kam nicht etwa in den Bergen seiner Heimat, sondern in der Stadt auf den sieben Hügeln, in Rom, zur Welt: In der Volksschule in Bruneck wird nur in italienischer Sprache unterrichtet; in Salzburg, wohin Sepp und seine Eltern schließlich Hals über Kopf ausgesiedelt werden, muss er das Gelernte auf Deutsch nachholen. Ein Dreier in "Heimatkunde" kränkt den Buben dermaßen, dass er beschließt, alles Heimatkundliche künftig doppelt gewissenhaft zu lernen. Im Nachhinein gesehen: der Grundstein für sein profundes Wissen, sein Expertentum in Sachen Heimat, Natur, Kunst, Österreich. Der österreichische Gletscherprofessor Dr. Heinz Slupetzky meint: "Für mich ist Sepp Forcher der größte autodidaktische Humanist, den ich kenne!"

Berggefährten, Arbeitgeber, Wissenschafter, Kritiker, Künstler und Freunde machen sich in dieser Sendung auf den Weg, das Phänomen Sepp Forcher zu ergründen und berichten von ihren schönsten und menschlichsten Erlebnissen mit ihm. Sein Berggefährte und Hausarzt Dr. Lengauer erzählt, wie er "dem Sepp" einmal das Leben gerettet hat, der ehemalige ORF-Generalintendant Gerd Bacher berichtet von einer unvergesslichen Bergtour bei widrigstem Wetter. Wirtskollege und Freund Günter Essl, der "Krimpelstätter", erinnert sich an Sepp, den Hüttenwirt mit dem großen Herzen, bei dem mittellose Wanderer sechs Erbsenwurstsuppen essen konnten und nur eine zahlen mussten. Der Maler Johann Weyringer unterhält sich mit Sepp Forcher über moderne Malerei, der Universitätstheologe Dr. Johann Paarhammer über Salzburger Kirchengeschichte, die Leute von nebenan über die Dinge des Alltags. Sepp Forcher, der Weltbürger aus den Bergen, ist in allen Regionen des Lebens und der Kultur bewandert.

Zu Wort kommen in diesem TV-Porträt aber vor allem Sepp Forcher selbst und seine Familie: Sepps Frau, Betreuerin und Beraterin Helli, die ihren Mann immer mit einem glückbringenden Wunderstein zu den Dreharbeiten begleitet, und von der abenteuerlichen ersten Begegnung erzählt. Und sein Sohn, der Wissenschafter Dr. Karl Forcher, der von seinem Vater folgenden Leitsatz mit auf den Weg bekommen hat: "Was Uninteressantes gibt's nicht!"

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