- 07.12.2000, 08:17:38
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Der Forcher - Einem Phänomen auf der Spur=
Wien (OTS) - Die Menschen lieben ihn, Kollegen und Mitarbeiter
verehren ihn, Kritiker kommen bei ihm haltlos ins Schwärmen: Sepp
Forcher, seit 15 Jahren einzigartiger Präsentator von "Klingendes
Österreich", ist eine der faszinierendsten Persönlichkeiten des
Landes. Anlässlich seines 70. Geburtstags am 17. Dezember gestaltete
Kurt Liewehr dieses Porträt, das 3sat am Samstag, dem 9. Dezember
2000, um 11.15 Uhr zeigt.
Er war Hüttenwirtsbub, Lastenträger, provisorischer Höhlenführer,
Mineraliensammler, "Baraber" beim Kraftwerksbau in Kaprun,
schließlich selbst Wirt in verschiedenen Hütten und Wirtshäusern in
Stadt und Land - bis ihn Radio, Fernsehen und Presse entdeckten.
Trotz seiner mehr als hundert Fernsehsendungen, Radiobeiträge und
Zeitungsglossen und trotz zahlreicher Ehrungen und Auszeichnungen ist
"der Forcher" genau das geblieben, was er immer war: ein Mensch mit
einer unglaublichen Neugier an allem und einer riesengroßen Liebe zu
den Menschen.
Schon die ersten Lebenstage des Sepp Forcher waren ungewöhnlich. Der
Spross einer Südtiroler Bergsteigerfamilie kam nicht etwa in den
Bergen seiner Heimat, sondern in der Stadt auf den sieben Hügeln, in
Rom, zur Welt: In der Volksschule in Bruneck wird nur in
italienischer Sprache unterrichtet; in Salzburg, wohin Sepp und seine
Eltern schließlich Hals über Kopf ausgesiedelt werden, muss er das
Gelernte auf Deutsch nachholen. Ein Dreier in "Heimatkunde" kränkt
den Buben dermaßen, dass er beschließt, alles Heimatkundliche künftig
doppelt gewissenhaft zu lernen. Im Nachhinein gesehen: der Grundstein
für sein profundes Wissen, sein Expertentum in Sachen Heimat, Natur,
Kunst, Österreich. Der österreichische Gletscherprofessor Dr. Heinz
Slupetzky meint: "Für mich ist Sepp Forcher der größte
autodidaktische Humanist, den ich kenne!"
Berggefährten, Arbeitgeber, Wissenschafter, Kritiker, Künstler und
Freunde machen sich in dieser Sendung auf den Weg, das Phänomen Sepp
Forcher zu ergründen und berichten von ihren schönsten und
menschlichsten Erlebnissen mit ihm. Sein Berggefährte und Hausarzt
Dr. Lengauer erzählt, wie er "dem Sepp" einmal das Leben gerettet
hat, der ehemalige ORF-Generalintendant Gerd Bacher berichtet von
einer unvergesslichen Bergtour bei widrigstem Wetter. Wirtskollege
und Freund Günter Essl, der "Krimpelstätter", erinnert sich an Sepp,
den Hüttenwirt mit dem großen Herzen, bei dem mittellose Wanderer
sechs Erbsenwurstsuppen essen konnten und nur eine zahlen mussten.
Der Maler Johann Weyringer unterhält sich mit Sepp Forcher über
moderne Malerei, der Universitätstheologe Dr. Johann Paarhammer über
Salzburger Kirchengeschichte, die Leute von nebenan über die Dinge
des Alltags. Sepp Forcher, der Weltbürger aus den Bergen, ist in
allen Regionen des Lebens und der Kultur bewandert.
Zu Wort kommen in diesem TV-Porträt aber vor allem Sepp Forcher
selbst und seine Familie: Sepps Frau, Betreuerin und Beraterin Helli,
die ihren Mann immer mit einem glückbringenden Wunderstein zu den
Dreharbeiten begleitet, und von der abenteuerlichen ersten Begegnung
erzählt. Und sein Sohn, der Wissenschafter Dr. Karl Forcher, der von
seinem Vater folgenden Leitsatz mit auf den Weg bekommen hat: "Was
Uninteressantes gibt's nicht!"
Rückfragehinweis: ORF-Pressestelle
Karin Wögerer
(01) 87878 - DW 13857
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