- 05.12.2000, 11:46:05
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AKS: Über 100.000 SchülerInnen sitzen in überfüllten Klassen
Heutiger Streik der AHS LehrerInnen ist ein wichtiges Signal
Wien (SK) "Über 3.300 Klassen mit mehr als 30 SchülerInnen weisen die
Kenndaten des Bildungsministerium aus. Für über 100.000 SchülerInnen
bleibt solchermaßen ein qualitätsvoller Unterricht ein Märchen aus
dem Munde von Bildungsministerin Gehrer. Die Bunkermentalität der
Regierung schlägt sich für die Betroffenen nochmals durch den
zynischen Umgang mit den Anliegen von SchülerInnen und LehrerInnen
gegen den Qualitätsabbau an den Schulen nieder", bezog Oliver
Prausmüller, Bundesvorsitzender der AKS, Dienstag zu den anhaltenden
Bildungsprotesten Stellung. ****
"Es ist ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen, wenn Vizekanzlerin
Riess-Passer mit Begriffen wie 'Prestigekämpfe' und 'Erpressung' die
Bildungsproteste abtut. Bildungspolitische Ahnungslosigkeit ist nicht
durch die rhetorische Witzkiste kompensierbar. Wir haben gestern
gemeinsam mit der Wiener LandesschülerInnen-Vertretung mehr als 20
Diskussionen an einem einzigen Tag an Wiener Schulen zur
bildungspolitischen Situation organisiert. Dass ist mehr als die
Regierung seit ihrem Amtsantritt im Februar zuwegegebracht hat. Aber
auch im Rahmen unseres Aktionstags 'Kein Krampus für die Bildung'
wurde wieder offensichtlich: Auf die Betroffenheit wird nicht
eingegangen, hinter dem Budgetfetisch 'Null-Defizit' gibt es
anscheinend überhaupt keine bildungspolitischen Tabus mehr",
kritisierte Prausmüller weiters.
"Deswegen teilen wir auch die Sorgen rund um die Einführung von
Schulgeld. Die Entwicklungen im postsekundären Bildungsbereich in der
Gebührendiskussion sind ein unverkennbares Zeichen", so der
SchülerInnenvertreter. "Die Energie, die wir brauchen, bekommen wir
aus der Ignoranz, gegen die wir schwimmen. Und die Ignoranz der
Regierung in Bildungsfragen bricht nicht ab. Wir steuern auf eine
veritable Bildungskrise zu. Streiks und Aktionstage an den Schulen
sind keine Eintagsfliegen", schloss Prausmüller. (Schluss) ns/mp/sd
Rückfragehinweis: Oliver Prausmüller, 0699/114 08 142
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
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