- 05.12.2000, 11:00:00
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Österreichische Post AG - Modernisierung des Logistiksystems - Spatenstich in Wien - BILD (web)
Wien (OTS) - Entscheidend für die Neukonzeption des
Logistiksystems ist, wie die Österreichische Post AG gegenüber neuen,
schnellen Medien und neuen Anbietern in einem liberalisierten Markt
konkurrenzfähig bleiben kann.
Sowohl die Verbesserung der Laufzeiten, als auch eine Reduktion
der Kosten sind die erklärten Ziele dieser Modernisierung.
Das enorm hohe Sendungsvolumen (so werden jährlich über eine
Milliarde Briefe und Postkarten, fast 2,5 Milliarden Info-Mails und
42 Millionen Pakete und EMS-Sendungen befördert) der Österreichischen
Post AG verlangt auch nach einer entsprechenden Logistik.
Das Logistikkonzept der Österreichischen Post AG unterscheidet
fünf Hauptgruppen:
- sammeln
- Vorlauf und sortieren
- Hauptlauf
- Nachlauf und verteilen
- zustellen
Um das Funktionieren dieser fünf Parameter zu optimieren, ist eine
Modernisierung der Verteilzentren notwendig. Für eine Neukonzeption
von Verteilzentren gibt es zwei gegenläufige Tendenzen:
- Je mehr Brief- und Paketzentren errichtet werden, desto mehr
Transportaufwand entsteht zwischen den Zentren und um so mehr
manuelle Sortiervorgänge - und auch Sortierkosten - fallen an, da
eine sinnvolle Mechanisierung kaum möglich ist.
- Andererseits bedingen mehr Brief- und Paketzentren die Nähe zum
Kunden und grundsätzlich weniger Vor- und Nachlaufkosten.
Die Österreichische Post AG hat sich österreichweit für sechs
Verteilzentren mit vollautomatischen Sortieranlagen in den
Bundesländern Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol
und Wien entschieden.
Das Gesamtinvestitionsvolumen zur Erneuerung inklusive der
Transportlogistik beträgt etwa 3,5 Milliarden Schilling, die in einem
Zeitraum von fünf Jahren investiert werden. Als Einsparungspotential
erwartet die Österreichische Post AG durch dieses neue Konzept etwa
1,2 Milliarden Schilling jährlich und eine Verbesserung der
Laufzeiten. Erreichen derzeit etwa 85 bis 90 Prozent aller
Briefsendungen den Empfänger am nächsten Tag, so ist das erklärte
Ziel, diesen Wert auf über 95 Prozent anzuheben.
Briefzentrum Ost (BZO)
Das Briefzentrum Ost ist eines der Eckpfeiler im künftigen
Logistiknetz Österreichs. Die Vorarbeiten zum Projekt wurden im
Oktober 1996 begonnen. Das Projekt selbst startete im März 1998 und
wird mit Dezember 2002 abgeschlossen werden.
Die Investitionen, die hierfür getätigt werden, betragen für
Hochbau (inkl. Grundstück) 620,- Mio.
Technik, maschinelle Ausstattung 760,- Mio.
Summe 1.380,- Mio.
Damit verbunden ist eine Standortkonzentration der bisherigen
Umleitungen im Direktionsbereich Wien sowie die Mechanisierung und
Automatisierung der Sortiervorgänge.
"Mit dem heutigen Spatenstich des BZO sind wir in der
Neuorganisation des Logistiksystems wieder einen wesentlichen Schritt
vorwärtsgekommen. Immerhin werden hier in Inzersdorf im Endausbau
rund 40% des gesamten Postvolumens Österreichs umgeschlagen", betonte
der Vorstandsdirektor für Logistik und Distribution, DI. Dr. Jörn
Kaniak.
Weiters sind im Briefzentrum Ost durch diese Modernisierung rund
800 Arbeitsplätze langfristig abgesichert.
(Siehe auch APA/AOM - Original Bild Service) Bild auch abrufbar
auf APA/OTSweb: http://www.ots.at
Rückfragehinweis: Österreichische Post AG
Unternehmenskommunikation
Pressestelle
Michael Homola
Tel.: (01) 515 51 - 5217
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