Österreichische Post AG - Modernisierung des Logistiksystems - Spatenstich in Wien - BILD (web)

Wien (OTS) - Entscheidend für die Neukonzeption des
Logistiksystems ist, wie die Österreichische Post AG gegenüber neuen, schnellen Medien und neuen Anbietern in einem liberalisierten Markt konkurrenzfähig bleiben kann.

Sowohl die Verbesserung der Laufzeiten, als auch eine Reduktion der Kosten sind die erklärten Ziele dieser Modernisierung.

Das enorm hohe Sendungsvolumen (so werden jährlich über eine Milliarde Briefe und Postkarten, fast 2,5 Milliarden Info-Mails und 42 Millionen Pakete und EMS-Sendungen befördert) der Österreichischen Post AG verlangt auch nach einer entsprechenden Logistik.

Das Logistikkonzept der Österreichischen Post AG unterscheidet fünf Hauptgruppen:

- sammeln

- Vorlauf und sortieren

- Hauptlauf

- Nachlauf und verteilen

- zustellen

Um das Funktionieren dieser fünf Parameter zu optimieren, ist eine Modernisierung der Verteilzentren notwendig. Für eine Neukonzeption von Verteilzentren gibt es zwei gegenläufige Tendenzen:

- Je mehr Brief- und Paketzentren errichtet werden, desto mehr Transportaufwand entsteht zwischen den Zentren und um so mehr manuelle Sortiervorgänge - und auch Sortierkosten - fallen an, da eine sinnvolle Mechanisierung kaum möglich ist.

- Andererseits bedingen mehr Brief- und Paketzentren die Nähe zum Kunden und grundsätzlich weniger Vor- und Nachlaufkosten.

Die Österreichische Post AG hat sich österreichweit für sechs Verteilzentren mit vollautomatischen Sortieranlagen in den Bundesländern Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Wien entschieden.

Das Gesamtinvestitionsvolumen zur Erneuerung inklusive der Transportlogistik beträgt etwa 3,5 Milliarden Schilling, die in einem Zeitraum von fünf Jahren investiert werden. Als Einsparungspotential erwartet die Österreichische Post AG durch dieses neue Konzept etwa 1,2 Milliarden Schilling jährlich und eine Verbesserung der Laufzeiten. Erreichen derzeit etwa 85 bis 90 Prozent aller Briefsendungen den Empfänger am nächsten Tag, so ist das erklärte Ziel, diesen Wert auf über 95 Prozent anzuheben.

Briefzentrum Ost (BZO)

Das Briefzentrum Ost ist eines der Eckpfeiler im künftigen Logistiknetz Österreichs. Die Vorarbeiten zum Projekt wurden im Oktober 1996 begonnen. Das Projekt selbst startete im März 1998 und wird mit Dezember 2002 abgeschlossen werden.

Die Investitionen, die hierfür getätigt werden, betragen für

Hochbau (inkl. Grundstück) 620,- Mio.
Technik, maschinelle Ausstattung 760,- Mio.
Summe 1.380,- Mio.

Damit verbunden ist eine Standortkonzentration der bisherigen Umleitungen im Direktionsbereich Wien sowie die Mechanisierung und Automatisierung der Sortiervorgänge.

"Mit dem heutigen Spatenstich des BZO sind wir in der Neuorganisation des Logistiksystems wieder einen wesentlichen Schritt vorwärtsgekommen. Immerhin werden hier in Inzersdorf im Endausbau rund 40% des gesamten Postvolumens Österreichs umgeschlagen", betonte der Vorstandsdirektor für Logistik und Distribution, DI. Dr. Jörn Kaniak.

Weiters sind im Briefzentrum Ost durch diese Modernisierung rund 800 Arbeitsplätze langfristig abgesichert.

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