- 05.12.2000, 10:08:10
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Pirklhuber kritisiert Kürzung der Mittel für Bio-Landbau Grüne: Molterer muß Biolandwirtschaft als BSE-Vorsorgeprinzip ausbauen statt im Agrarbudget zu kürzen=
Wien (OTS) "Die EU muß Milliarden für die Folgen der BSE-Krise
ausgeben, die eine Folge der Industrialisierung der Landwirtschaft
ist und dem Landwirtschaftsminister fällt nichts Besseres ein, als
die Fördermittel für die Organisationen des biologischen Landbaus von
14,4 auf 11 Mill. öS zu kürzen. Das ist völlig grotesk, sind das doch
jene Vereine und Verbände, die den seit etwas mehr als zehn Jahren
anhaltenden österreichischen Bioboom erst ermöglicht haben",
kritisiert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang
Pirklhuber.
Pirklhuber fordert daher den Landwirtschaftsminister auf, die Kürzung
der Mittel für die Bio-Organisationen zurückzunehmen. Im Rahmen eines
BSE-Aktionsplanes wie ihn die Grünen seit Ausbruch der BSE-Krise
fordern, zählen neben Sofortmaßnahmen wie das Verbot der
Tiermehlverfütterung und flächendeckende BSE-Tests auch langfristige
Vorsorgemaßnahmen zum Kern einer offensiven Gegenstrategie. In diesem
Sinne fordert Pirklhuber Landwirtschaftsminister Molterer auf, vom
angekündigten 1 Mrd öS - BSE-Paket zumindestens 25 % in
Vorsorgemaßnahmen zu investieren.
Dazu zählen für Pirklhuber insbesondere Umstellungsprogramme im
Bereich der Landwirtschaft, Futtermittel- und Lebensmittelindustrie.
Ein Aktionsplan für den Biolandbau soll dazu beitragen, den Anteil
der Biobauern in Österreich in den nächsten 5 Jahren von derzeit
knapp 10 auf 20 % zu verdoppeln. Die Beratung, Information und
Organisation der Landwirte in ausreichender Qualität durch die
Bio-Organisationen muß sichergestellt werden. Dies kann nur dann
gelingen, so Pirklhuber, wenn im Bereich der Organisationsförderungen
auch Mittel dafür vorgesehen sind. Die Verdoppelung des derzeitig
marginalen Budgets auf zumindestens 28 Mill. öS wäre ein notwendiges
Start-Signal.
Rückfragehinweis: Pressebüro der Grünen im Parlament
Tel.: (01) 40110-6697
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