Pirklhuber kritisiert Kürzung der Mittel für Bio-Landbau Grüne: Molterer muß Biolandwirtschaft als BSE-Vorsorgeprinzip ausbauen statt im Agrarbudget zu kürzen

Wien (OTS) "Die EU muß Milliarden für die Folgen der BSE-Krise ausgeben, die eine Folge der Industrialisierung der Landwirtschaft ist und dem Landwirtschaftsminister fällt nichts Besseres ein, als die Fördermittel für die Organisationen des biologischen Landbaus von 14,4 auf 11 Mill. öS zu kürzen. Das ist völlig grotesk, sind das doch jene Vereine und Verbände, die den seit etwas mehr als zehn Jahren anhaltenden österreichischen Bioboom erst ermöglicht haben", kritisiert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber.

Pirklhuber fordert daher den Landwirtschaftsminister auf, die Kürzung der Mittel für die Bio-Organisationen zurückzunehmen. Im Rahmen eines BSE-Aktionsplanes wie ihn die Grünen seit Ausbruch der BSE-Krise fordern, zählen neben Sofortmaßnahmen wie das Verbot der Tiermehlverfütterung und flächendeckende BSE-Tests auch langfristige Vorsorgemaßnahmen zum Kern einer offensiven Gegenstrategie. In diesem Sinne fordert Pirklhuber Landwirtschaftsminister Molterer auf, vom angekündigten 1 Mrd öS - BSE-Paket zumindestens 25 % in Vorsorgemaßnahmen zu investieren.

Dazu zählen für Pirklhuber insbesondere Umstellungsprogramme im Bereich der Landwirtschaft, Futtermittel- und Lebensmittelindustrie. Ein Aktionsplan für den Biolandbau soll dazu beitragen, den Anteil der Biobauern in Österreich in den nächsten 5 Jahren von derzeit knapp 10 auf 20 % zu verdoppeln. Die Beratung, Information und Organisation der Landwirte in ausreichender Qualität durch die Bio-Organisationen muß sichergestellt werden. Dies kann nur dann gelingen, so Pirklhuber, wenn im Bereich der Organisationsförderungen auch Mittel dafür vorgesehen sind. Die Verdoppelung des derzeitig marginalen Budgets auf zumindestens 28 Mill. öS wäre ein notwendiges Start-Signal.

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