- 29.11.2000, 17:54:54
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- OTS0349
UNIQA Group Austria hält Expansionskurs
UNIQA Group Austria steigert Prämien in den ersten neun Monaten 2000 um 9,8 % auf 25,2 Mrd. ATS
Wien (OTS) - In den ersten neun Monaten des laufenden
Geschäftsjahres 2000 setzte die UNIQA Group Austria
(http://www.uniqa.at ) ihre - insbesondere durch die
Lebensversicherung unterstützte Expansion - fort. Das verrechnete
Prämienvolumen im direkten Versicherungsgeschäft stieg im Vergleich
zu den ersten drei Quartalen 1999 deutlich um 9,8 % auf 25,2 Mrd. ATS
(1.831,8 Mio. Euro). Das war ein Zuwachs von 2,2 Mrd. ATS (163,4 Mio.
Euro). Die Leistungen erhöhten sich in den ersten neun Monaten 2000
unterproportional um 6,3 % auf 16,3 Mrd. ATS (1.181,8 Mio. Euro).
Generaldirektor Herbert Schimetschek: "Die erfreuliche
Gesamtentwicklung im Konzern ermöglicht es uns, unsere
zukunftsorientierte Strategie im In- und Ausland entsprechend
energisch voranzutreiben. Getrübt wir das Bild allerdings durch
Einzelereignisse wie die Unwetterkatastrophen und die bevorstehenden
zusätzlichen Steuerbelastungen der Versicherungen."
Vermögenserträge im Vergleich zum Vorjahr gestiegen aber
Aktienentwicklung im 4. Quartal belastet weitere Entwicklung der
Vermögenserträge
Die gesamten Kapitalanlagen des UNIQA Konzerns standen Ende
September - exklusive der Depotforderungen aus dem
Rückversicherungsgeschäft - bei 145,2 Mrd. ATS (10,6 Mrd. Euro). Sie
haben damit im Vergleich zum Stand Ende September 1999 um 6,2 % oder
8,5 Mrd. ATS (615,0 Mio. Euro) zugenommen.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessern konnten sich die
Vermögenserträge der in den Konzernabschluss einbezogenen in- und
ausländischen Versicherungsunternehmen. Sie lagen in den ersten drei
Quartalen 2000 mit 6,7 Mrd. ATS (484,5 Mio. Euro) um 32,4 % über dem
allerdings durch außerordentlich hohe Abschreibungen im Bereich der
festverzinslichen Wertpapiere belasteten Ergebnis von 1999, das sich
erst im vierten Quartal 1999 deutlich erholen konnte. Der bisherige
Verlauf des vierten Quartals 2000 ist jedoch durch eine deutliche
Abschwächung auf den Aktienmärkten gekennzeichnet, welche die
Entwicklung der Vermögenserträge im vierten Quartal belasten wird.
Kosten entwickeln sich weiter moderat
In den ersten drei Quartalen 2000 legten die gesamten Kosten (ohne
Provisionen) im Vergleich zur entsprechenden Vorjahreszeit um 6,6 %
auf 3,9 Mrd. ATS (281,9 Mio. Euro) zu. Die Provisionen zogen in der
Berichtszeit mit dem Wachstum der Prämien an - auf rund 1,9 Mrd. ATS
(135,0 Mio. Euro) oder um 21,3 %. Inklusive der Schadenbearbeitungs-
und Vermögensverwaltungskosten - jedoch ohne die Kosten für die
Sozialkapitalrückstellungen - betrug der gesamte Aufwand für den
Versicherungsbetrieb in den ersten neun Monaten 2000 somit 5,7 Mrd.
ATS (416,9 Mio. Euro). Das war ein Anstieg um 11,0 % gegenüber der
vergleichbaren Zeit des Vorjahres.
Wachstumsmotor Lebensversicherung auf hohen Touren
Die anhaltend spürbare Expansion des UNIQA Konzerns stützte sich
weiter in hohem Maße auf die überdurchschnittlich positive
Entwicklung der Lebensversicherung. In den ersten drei Quartalen 2000
kletterte das verrechnete Prämienvolumen deutlich um 16,8 % auf 10,4
Mrd. ATS (755,8 Mio. Euro). Wiederum trug der außerordentlich hohe
Anstieg des Geschäftes mit Einmalprämien wesentlich zu diesem
Ergebnis bei. Mit der überaus deutlichen Zunahme der Prämieneinnahmen
in der Lebensversicherung war ein Rückgang der ausbezahlten
Leistungen in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres
um 3,1 % verbunden.
Krankenversicherung bei steigenden Leistungen im Aufwind
In der Krankenversicherung hielt der positive Trend mit einem
Anstieg des verrechneten Prämienvolumens um 2,6 % auf 6,6 Mrd. ATS
(476,3 Mio. Euro) an. Positive Impulse verlieh weiterhin die seit
Anfang 2000 für bestimmte Freiberufler bestehende Wahlmöglichkeit,
eine private Pflicht-Krankenversicherung abzuschließen.
Dem Aufwärtstrend in der Beitragsentwicklung stand eine
überproportionale Zunahme der Leistungsfälle gegenüber. In den ersten
drei Quartalen 2000 legten die ausbezahlten Leistungen in der
Krankenversicherung um 9,6 % auf 5,4 Mrd. ATS (391,2 Mio. Euro) zu;
allerdings gab es im Vergleichszeitraum des Vorjahres einen Rückstand
in der Leistungsabwicklung. Für das gesamte Jahr 2000 ist infolge der
steigenden Leistungszahlen in der Krankenversicherung mit einer
Erhöhung der Leistungsquote um rund 2,0 % zu rechnen.
Naturereignisse belasten Schaden- und Unfallversicherung
In der Schaden- und Unfallversicherung verbesserte sich das
verrechnete Prämienvolumen im direkten Geschäft unter
Berücksichtigung der im April 2000 erworbenen Assicurazioni 'La
Carnica' S.p.A., Udine, um 7,6 % auf 8,3 Mrd. ATS (599,7 Mio. Euro).
Die Kfz-Prämieneinnahmen stiegen in den ersten neun Monaten 2000
um 5,4 %. Die bezahlten Leistungen in der Schaden- und
Unfallversicherung zogen im Berichtszeitraum bedingt durch Hagel- und
Sturmschäden sowie stark zunehmende Leistungsfälle in der
Kfz-Kasko-Versicherung um 15,5 % auf 5,1 Mrd. ATS (370,4 Mio. Euro)
an.
Ausblick
Ende des dritten Quartals präsentierte das Finanzministerium die
beabsichtigten Maßnahmen zur Sanierung des Bundeshaushaltes. Geplant
sind dabei auch einschneidende Belastungen für die
Versicherungswirtschaft. Nach derzeitigem Stand ist eine stärkere
steuerliche Belastung der versicherungstechnischen Reserven
vorgesehen; die geplanten Maßnahmen würden insbesondere die
Sachversicherung treffen. Die daraus resultierenden Belastungen
stehen in krassem Gegensatz zur Ergebnisentwicklung in der
Sachversicherung. Sie wären ein gravierender Wettbewerbsnachteil für
die österreichischen Versicherungsunternehmen und würden die
Prämiengestaltung wesentlich beeinflussen.
Aus heutiger Sicht ist unter Berücksichtigung der
außerordentlichen Schadenbelastungen durch Naturereignisse und der
außerordentlichen Entwicklung der Aktienmärkte im vierten Quartal
voraussichtlich mit einer Belastung des Konzernergebnisses zu
rechnen, sofern sich die Kapitalmärkte nicht gegen Jahresende
beruhigen und eine Erholung der Aktienbörsen eintritt.
Aufsichtsratsbeschlüsse
Der Aufsichtsrat der UNIQA Versicherungen AG hat beschlossen, noch
mit Wirksamkeit für das laufende Geschäftsjahr
Ergebnissabführungsverträgen mit den beiden 100 %
Tochtergesellschaften UNIQA Sachversicherung AG und Raiffeisen
Versicherung AG abzuschließen. Über diese Maßnahme können die
branchenbedingten Ergebnisschwankungen auf Ebene der Holding
entsprechend zusammengefasst und ausgeglichen werden. Mit beiden
Gesellschaften besteht schon bisher eine Verwaltungseinheit.
Rückfragehinweis: UNIQA Versicherungen AG/Medienstelle
Tel.: (+43 1) 211 75 - 3414
Fax.: (+43 1) 211 75 - 3619
e-mail: [email protected]
http://www.uniqa.at
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