• 29.11.2000, 13:15:43
  • /
  • OTS0244

AK begrüßt Zusagen von Minister Molterer zum EU-weiten Verbot von Tiermehl

Wien (AK) - Erfreut zeigen sich die AK-Konsumentenschützer, dass
Minister Molterer endlich die von Verbraucherschützern geforderten
konsequenten Maßnahmen zur BSE-Bekämpfung zugesagt hat. Die Minister
Molterer und Haupt müssen diese Maßnahmen schnellstens umsetzen. Die
AK-Konsumentenschützer bekräftigen die notwendigen Maßnahmen zu einer
nachhaltigen Lösung des BSE-Problems in Europa. Daher muss das
angekündigte europaweit geltenden Erzeugungs- und Importverbots von
Tiermehl rasch in Kraft treten. Um das Risiko für Konsumenten zu
reduzieren, müssen sofort Schnelltests auf jene Schlachttiere
angewandt werden, bei denen die Infektion durch die derzeitige
Testmethode feststellbar ist. Zu wenig Sicherheit haben die
Konsumenten nach wie vor bei Wurstwaren, kritisieren die
AK-Konsumentenschützer. Daher sollen die heimischen Fleisch- und
Wurstproduzenten bei ihren Waren rein österreichische Rohstoffe
verwenden, damit würden sie auch den Anforderungen des
AMA-Gütezeichens entsprechen. ****

Minister Molterer soll die angekündigten Maßnahmen zur BSE-Bekämpfung
schnellstens umsetzen, verlangen die AK-Konsumentenschützer:

+ Die Minister Molterer und Haupt müssen mit umfassenden Kontrollen
der Öffentlichkeit das tatsächliche BSE-Risiko in Österreich offen
legen.

+ Die von Minister Molterer angekündigten EU-Maßnahmen müssen
durchgesetzt werden, um zu einem EU-weiten Verbot der Erzeugung und
des Imports von Tiermehl zu kommen. Mit einem derartigen Verbot kann
sichergestellt werden, dass eine Neuinfektion von Tieren durch
Futtermittel konsequent unterbunden wird.

+ Die Schnelltests müssen europaweit sofort auf alle Schlachttiere
angewandt werden, bei denen mit der vorhandenen Testmethode eine
Infektion festgestellt werden kann. Damit soll sichergestellt werden,
dass zusätzliche "Risikorinder" aus der Nahrungsmittelkette
ausgeschieden werden.

+ Um den Konsumenten zumindest auch kurzfristig eine erhöhte
Sicherheit zu bieten, sollen österreichische Wurst- und
Fleischproduzenten Produkte anbieten, bei denen die ausschließliche
Verwendung österreichischer Rohstoffe garantiert ist. Das würde auch
dem AMA-Gütezeichen entsprechen und stellt eine wichtige
Begleitmaßnahme im Interesse der Konsumenten dar.

Die AK kritisiert die bisherige unschlüssige Haltung der
EU-Agrarminister in den letzten Jahren, die maßgeblich für die
gegenwärtige Situation verantwortlich ist. Da es bisher nur
halbherzige Maßnahmen gab, wurden Konsumenten, aber auch Arbeitnehmer
in den Lebensmittebranchen, verunsichert. Daher müssen die
EU-Minister die entsprechenden Maßnahmen konsequent umsetzen, damit
Konsumenten wieder Sicherheit beim Rindfleisch-Einkauf haben können,
verlangen die AK-Konsumentenschützer.

Rückfragehinweis: AK Wien Presse Doris Strecker

Tel.: (01) 501 65-2677
email: [email protected]
http://www.akwien.at

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW/AKW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel