Viktor Klima im NEWS-Interview: "Ich sorge mich um Österreich." - Der Ex-Kanzler übt in seinem ersten Interview seit seiner Abreise harte Kritik an Kanzler Schüssel: "Hinterhältigkeit zahlt

sich nicht aus!" Vorausmeldung zu NEWS Nr. 48/30. November 2000

Wien (OTS) - Die morgen erscheinende Ausgabe des
Nachrichtenmagazins NEWS veröffentlicht das erste Interview mit Ex-Bundeskanzler Viktor Klima seit seiner Abreise aus Österreich. Klima ist seit 1. Oktober Chef von VW-Argentinien. Im NEWS-Interview äußert der Ex-Kanzler große Sorge über die Entwicklung in Österreich. Klima: " Ich habe fast ein schlechtes Gewissen. Mir geht's hier so gut und vielen in Österreich so schlecht." Die politische Situation in Österreich sei "vorhersehbar" gewesen. Klima im Rückblick: "Es wäre leicht gewesen, zu sagen, ich will unbedingt Kanzler bleiben und mache daher eine Koalition mit der FPÖ. Ich habe das nicht getan, weil ich vorhergesehen habe, was dann passieren sollte. Ich war nicht bereit, meine Seele zu verkaufen und auch nicht die Seele der Partei."

Mit harten Worten bedenkt Klima seinen Nachfolger Wolfgang Schüssel. Der schwarzblauen Koalition gibt Klima keine große Zukunft. Klima: "Hinterhältigkeit, Vertrauensbruch und der permanente Bruch von Vereinbarungen zahlen sich im Leben nicht aus. Was Herr Schüssel in den letzten Wochen von Herrn Haider schlucken muß, geht schon in diese Richtung."

Klima hätte nach wie vor Kontakt mit "ÖVP-Leuten, die sich Sorgen machen". Klima: "Nur mit Schüssel rede ich nicht. Wenn man von einem Menschen so getäuscht worden ist, meidet man jeden Kontakt." Klima äußert sich im NEWS-Interview überzeugt davon, dass die Koalitionsgespräche seitens der ÖVP von Anfang an auf Scheitern angelegt gewesen wären: "Bei den Gesprächen SPÖ/ÖVP wollte Schüssel keinen Journalisten haben. Und die Stellungnahmen hinterher waren immer auf Konflikt angelegt. Bei den Gesprächen ÖVP/FPÖ wurden Brötchen serviert, und bei den gemeinsamen Fotos wurde in die Kamera gegrinst. Die strategische Absicht des Herrn Schüssel war nicht zu übersehen: Er wollte die Koalition nur noch als zerstrittenen Haufen dastehen lassen."

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