• 29.11.2000, 11:39:06
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AKS zu Warnstreik: Gehrer muss aus ihrem Dornröschenschlaf wachgeküsst werden

Betroffene helfen gegen den Qualitätsabbau im Bildungswesen zusammen

Wien (SK) "Dank Bildungsministerin Gehrer verstehen sich SchülerInnen
und LehrerInnen so gut wie selten zuvor. Das gemeinsame Auftreten
aller Betroffenen gegen den Qualitätsabbau im Bildungssystem ist
unabdingbar. Bildungsministerin Gehrers Realitätsverweigerung hat
einen Gipfelpunkt erreicht. Anscheinend gibt es für sie weder mehr
als 3.300 Klassen mit über 30 SchülerInnen noch Kürzungen von
Förderunterricht und Freigegenständen im österreichischen
Schulwesen", schilderte Oliver Prausmüller, Bundesvorsitzender der
AKS, die Hintergründe der anlaufenden Protestmaßnahmen von
SchülerInnen- und LehrerInnenseite. ****

"Mit dem Aktionstag 'Kein Krampus für die Bildung' forciert die
Wiener LandesschülerInnenvertretung einen Tag vor dem Warnstreik
Podiumsdiskussionen über die Sparmaßnahmen im Bildungssystem. Der
Regelunterricht wird durch 'politische Bildung hautnah' ersetzt",
sagte Prausmüller am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Für
ca. 19.00 Uhr hat die AKS Ortsgruppe 22 eine zentrale
Podiumsdiskussion im Gymnasium Polgarstraße/22. Bezirk mit den
Bildungssprechern von ÖVP, SPÖ, Grünen und dem
Vizestadtschulratspräsidenten Wiens als Vertreter der FPÖ
organisiert, erklärte der SchülerInnenvertreter.

"Gehrer hat das Vertrauen der SchülerInnen nach ihren Äußerungen in
der letzten gemeinsamen Sitzung mit der BundesschülerInnenvertretung
vollends verloren. In dieser hat Gehrer bekräftigt, dass sie nicht
daran denke, die Landesschulräte kontaktieren, um Betragensnoten für
die am 11. Oktober demonstrierenden SchülerInnen abzuwenden. Wenn
sich ein/e SchülerIn für sein/ihr Recht auf freie Bildung einsetzt,
muss er/sie nach dieser Auffassung bestraft werden. Wenn Gehrer die
gesamte Öffentlichkeit in der Frage der Studiengebühren belügt und
den Qualitätsabbau an den Schulen unter den Teppich kehrt, ist das
anscheinend mittlerweile bildungspolitische Normalität", schloss
Prausmüller. (Schluss) wf/mm

Für weitere Informationen stehen wir unter 0699/114 08 142 (O.
Prausmüller) oder 01/523 12 43 zur Verfügung.

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ

Tel.: 01/53427-275

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