Schweitzer: Bank Burgenland: "Rotes Netzwerk verhinderte bisher Aufklärung"

"Noch funktionieren die roten Seilschaften im Burgenland, die Zeit arbeitet aber für eine Aufklärung"

Wien,2000-11-22 (fpd) - "Die bekannt gewordenen Verluste der Bank Burgenland betragen rund 4,5 Mrd. Schilling. Das sind mehr als 10 Prozent der gesamten Bilanzsumme dieser Bank und davon entfallen 2,75 Mrd. Schilling auf einen einzigen Schuldner namens Hom-Rusch. Weitere 2 Mrd. Schilling entfallen auf Kreditausfälle, die in erster Linie Namen betreffen, die immer wieder im roten politischen Dunstkreis zu finden waren", kritisierte heute der freiheitliche burgenländische Abg. Mag. Karl Schweitzer in der "Aktuellen Stunde" zum Bank Burgenland-Skandal.****

Heute stehe fest, daß die Bank Burgenland nicht in der Lage sein werde, diese Kreditausfälle selbst zu bedienen. Aufgrund der Ausfallshaftung von LH Stix und seinen Freunden beschlossen, würden nun alle Burgenländer dafür mit einer Summe von 16.000 Schilling pro Kopf haften. "Einmal mehr werden die fleißigen Burgenländer mit ihren Steuern das ausgleichen müssen, was von roter Politik in den Sand gesetzt wurde und was ihnen rote Freunderlwirtschaft eingebrockt hat", betonte Schweitzer.

Noch viel schlimmer werde alles, wenn man wisse, daß seit Beginn des Jahres 1993 auf dieses Finanzdebakel aufmerksam gemacht worden sei. "Am 12. Feber 1993 erging ein Schreiben an den Bank Burgenland-Vorstandsvorsitzenden, an den Aufsichtsrat und an die Polizeidirektion Eisenstadt. In diesem Schreiben wurden detailliert die undurchsichtigen finanzpolitischen Transaktionen des Herrn Hom-Rusch aufgelistet", so Schweitzer.

Wenn man darauf reagiert hätte, hätte der Gesamtschaden nicht mehr als 200 Mio. Schilling ausgemacht. "Heute liegen wir bei 4,5 Mrd. und diese Kluft hat die rote Politik, die im Burgenland an der Macht ist, zu verantworten", kritisierte Schweitzer.

"Aufgrund der Informationen, über die wir heute verfügen, behaupte ich, daß Stix und alle seine Freunde damals schon Kenntnis haben müssen, wie es tatsächlich um die Bank Burgenland steht. Diese Informationen konnten man nicht und durfte man nicht übersehen. Die SPÖ hat nichts getan und dies leider zum Leid und zum Schaden der burgenländischen Bevölkerung", meinte Schweitzer.

Es sei diese beispiellose Verfilzung, die es gerade im Burgenland von Parteipolitik und wirtschaftlichen Interessen gebe, die damals bereits eine Klärung verhindert habe. Genau dieses rote Netzwerk habe es bisher verhindert Licht ins Dunkel zu bringen. ""Es wird aber nicht dabei bleiben, denn dafür wird die FPÖ sorgen. Niemand kann glauben, daß Stix, Gassner, Schneeberger oder Moser so naiv waren, daß sie sieben lange Jahre nichts bemerkt haben wollen, was da geschehen ist. Es besteht vielmehr der dringliche Verdacht, daß es für die SPÖ-Burgenland handfeste Gründe gab, all diese Dinge zu vertuschen", sagte Schweitzer.

"Noch funktionieren die roten Seilschaften im Burgenland, die Zeit arbeitet aber für eine Aufklärung. Es muß Licht ins Dunkel gebracht werden, dafür wird einmal mehr die FPÖ sorgen", schloß Schweitzer. (Schluß)

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