- 22.11.2000, 10:05:48
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Schweitzer: Bank Burgenland: "Rotes Netzwerk verhinderte bisher Aufklärung"
"Noch funktionieren die roten Seilschaften im Burgenland, die Zeit arbeitet aber für eine Aufklärung"
Wien,2000-11-22 (fpd) - "Die bekannt gewordenen Verluste der Bank
Burgenland betragen rund 4,5 Mrd. Schilling. Das sind mehr als 10
Prozent der gesamten Bilanzsumme dieser Bank und davon entfallen 2,75
Mrd. Schilling auf einen einzigen Schuldner namens Hom-Rusch. Weitere
2 Mrd. Schilling entfallen auf Kreditausfälle, die in erster Linie
Namen betreffen, die immer wieder im roten politischen Dunstkreis zu
finden waren", kritisierte heute der freiheitliche burgenländische
Abg. Mag. Karl Schweitzer in der "Aktuellen Stunde" zum Bank
Burgenland-Skandal.****
Heute stehe fest, daß die Bank Burgenland nicht in der Lage sein
werde, diese Kreditausfälle selbst zu bedienen. Aufgrund der
Ausfallshaftung von LH Stix und seinen Freunden beschlossen, würden
nun alle Burgenländer dafür mit einer Summe von 16.000 Schilling pro
Kopf haften. "Einmal mehr werden die fleißigen Burgenländer mit ihren
Steuern das ausgleichen müssen, was von roter Politik in den Sand
gesetzt wurde und was ihnen rote Freunderlwirtschaft eingebrockt
hat", betonte Schweitzer.
Noch viel schlimmer werde alles, wenn man wisse, daß seit Beginn des
Jahres 1993 auf dieses Finanzdebakel aufmerksam gemacht worden sei.
"Am 12. Feber 1993 erging ein Schreiben an den Bank
Burgenland-Vorstandsvorsitzenden, an den Aufsichtsrat und an die
Polizeidirektion Eisenstadt. In diesem Schreiben wurden detailliert
die undurchsichtigen finanzpolitischen Transaktionen des Herrn
Hom-Rusch aufgelistet", so Schweitzer.
Wenn man darauf reagiert hätte, hätte der Gesamtschaden nicht mehr
als 200 Mio. Schilling ausgemacht. "Heute liegen wir bei 4,5 Mrd. und
diese Kluft hat die rote Politik, die im Burgenland an der Macht ist,
zu verantworten", kritisierte Schweitzer.
"Aufgrund der Informationen, über die wir heute verfügen, behaupte
ich, daß Stix und alle seine Freunde damals schon Kenntnis haben
müssen, wie es tatsächlich um die Bank Burgenland steht. Diese
Informationen konnten man nicht und durfte man nicht übersehen. Die
SPÖ hat nichts getan und dies leider zum Leid und zum Schaden der
burgenländischen Bevölkerung", meinte Schweitzer.
Es sei diese beispiellose Verfilzung, die es gerade im Burgenland von
Parteipolitik und wirtschaftlichen Interessen gebe, die damals
bereits eine Klärung verhindert habe. Genau dieses rote Netzwerk habe
es bisher verhindert Licht ins Dunkel zu bringen. ""Es wird aber
nicht dabei bleiben, denn dafür wird die FPÖ sorgen. Niemand kann
glauben, daß Stix, Gassner, Schneeberger oder Moser so naiv waren,
daß sie sieben lange Jahre nichts bemerkt haben wollen, was da
geschehen ist. Es besteht vielmehr der dringliche Verdacht, daß es
für die SPÖ-Burgenland handfeste Gründe gab, all diese Dinge zu
vertuschen", sagte Schweitzer.
"Noch funktionieren die roten Seilschaften im Burgenland, die Zeit
arbeitet aber für eine Aufklärung. Es muß Licht ins Dunkel gebracht
werden, dafür wird einmal mehr die FPÖ sorgen", schloß Schweitzer.
(Schluß)
Rückfragehinweis: Freiheitliches Pressereferat
Tel.: (01) 40 110 /5491
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