- 21.11.2000, 10:35:26
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VP-Salcher: Beispielhafte und ideologiefreie Kulturpolitik unter bürgerlichem Stadtrat Marboe=
Wien (ÖVP-Klub) Gegen eine Bewertung der Kulturpolitik nach
ideologischen Kriterien sprach sich der Kultursprecher der Wiener
ÖVP, LAbg. Andreas SALCHER, in seiner heutigen Budgetrede vor dem
Wiener Gemeinderat aus. "Wir stehen für eine Kulturpolitik der
Offenheit ohne ideologische Verengungen", erklärte der Politiker. Das
Motto der Wiener Kulturpolitik unter Peter MARBOE sei "Sowohl, als
auch..." anstelle von "Entweder oder...".***
Der Kultursprecher begegnete damit der Kritik der Wiener Grünen,
denen die Kulturpolitik Marboes offensichtlich "zu wenig links" ist.
"Ich kann mit dem Vorwurf, eben NICHT nur linke Kulturprojekte
zuzulassen, sehr gut leben", so der VP-Kultursprecher. Ideologiefreie
Kulturpolitik bedeute eben, daß man auf der einen Seite Institutionen
wie das WUK fördert und auf der anderen Seite aber auch bürgerliche
Kulturprojekte wie den Osterklang, das Wienerliedfestival oder das
Stadt- und Landesarchiv fördere und unterstütze. "Im Gegensatz zu
unseren Vorgängern ist "Entweder wir oder ihr" nicht das Motto der
neuen Kulturpolitik unter Stadtrat MARBOE", stellte der
ÖVP-Abgeordnete klar. "Schwarz-weiß oder Gut-Böse-Denken entspricht
nicht unserer Auffassung von Kulturpolitik in dieser Stadt."
Die Kulturauffassung des Koalitionspartners SPÖ bewertete SALCHER
differenziert. Einerseits sei die gute Zusammenarbeit mit der SPÖ im
Kulturbereich hervorzuheben, andererseits müsse man sich schon
fragen, ob die Kultur dem SP-Politiker Woller wirklich das
Hauptanliegen sei, wenn der Name WOLLER in einer einzigen
SP-Aussendung 26 Mal vorkomme. "Wir haben uns im Zuge einer
sogenannten kleinen ‚Artefaktanalyse‘ das genau ausgerechnet",
berichtete der VP-Kultursprecher. In der traditionellen
Pressekonferenz der SP-Politiker HATZL und WOLLER zur Kulturpolitik
kommt der Name WOLLER insgesamt 26 Mal vor. Das entspricht in diesem
Fall einem Schnitt von 4,3 WOLLERs pro Seite. Der Namen HATZL findet
insgesamt 14 Mal Erwähnung, der Kulturstadtrat MARBOE komme hingegen
nur einmal vor. "Daß ich selbst, als Koalitionspendant von WOLLER,
gar nicht vorkomme trifft mich zwar ein bisschen, die Nicht-Nennung
der ehemaligen SP-Kulturstadträtin PASTERK entschädigt mich aber
dafür", amüsierte sich der VP-Gemeinderat.
Hervorzuheben seien nicht nur die Verdienste des Wiener
Kulturstadtrates, sondern auch die Bemühungen und Fortschritte der
Arbeit auf Bundesebene unter Kulturstaatssekretär Franz MORAK. "Wer
hat denn dafür gesorgt, daß von der Künstlersozialversicherung nicht
nur geredet wird, sondern diese wichtige Absicherung nun endlich
Realität wird", stellte SALCHER als Frage in den Raum. Morak habe von
seinen roten Vorgängern, ebenso wie MARBOE, ein schwieriges Erbe
übernommen, beiden sei es aber innerhalb kürzester Zeit gelungen,
Transparenz und Nachvollziehbarkeit in die Kulturpolitik zu bringen.
Die Zeiten, wo man das Geld mit vollen Händen zum Fenster
hinausgeworfen hat, sind gottlob vorbei. Ordentliches und
transparentes Wirtschaften zahlt sich nun auch in der Kultur aus.
Insgesamt sei die Bilanz von Peter MARBOE als Kulturstadtrat
"makellos und hervorragend". Wien stehe in der Kulturpolitik besser
als noch vor wenigen Jahren da. Es gebe keine ideologischen
Streitereien unter den Kulturschaffenden mehr, zahlreiche
Verflechtungen zwischen Politik und Kultur seien aufgelöst worden und
durch die Drei-Jahres-Verträge sei die mittelfristige Planung und die
Wirtschaftlichkeit deutlich verbessert worden, so der
ÖVP-Kultursprecher abschließend.
Rückfragehinweis: ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Daniel KOSAK (Pressesprecher)
Tel.: (01) 4000 / 81 915
Fax: (01) 4000 / 99 819 15
E-mail: [email protected]
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