FORMAT: Autoteile-Forstinger braucht finanzstarken Partner

600 Millionen Verbindlichkeiten, Geld für dringende Investitionen fehlt

Wien (OTS) - Jürgen Forstinger, 36, Chef der gleichnamigen Autozubehör-Kette, benötigt einen finanzstarken Partner, der sich an seinem Unternehmen beteiligt. Das bestätigt er gegenüber dem am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT: "Fürs nächste Jahr planen wir den Schritt ins Ausland. Da ich dieses Risiko nicht alleine tragen will, brauchen wir einen strategischen Partner. Ich hoffe, den Deal in vier bis sechs Monaten abschließen zu können.

Vor einem Jahr noch hatte Forstinger, der heuer 2,5 Milliarden Schilling Umsatz erzielt, solche Gerüchte brüsk von sich gewiesen. Nun sucht eine der letzten familieneigenen Handelsketten internationalen Anschluß.

Den Turnaround hat Forstinger zwar fast geschafft. Nach einigen Verlustjahren 1999 waren es fast 50 Millionen Miese wird die heurige Bilanz laut FORMAT wieder sechs Millionen Schilling Gewinn ausweisen. Doch um mittelfristig zu überleben, muß Forstinger jetzt investieren, wie sein Unternehmensberater Roland Berger feststellte. Und dafür fehlt das Geld. Einen dreistelligen Millionenbetrag kostete Forstinger die Übernahme der maroden PS-Märkte von der Baumax-Gruppe 1998. Nun müssen die 120 Filialen rasch mit Reparaturwerkstätten ausgerüstet werden, da der Handel mit Autozubehör stagniert. Auch der Einstieg in Osteuropa, unter anderem in Ungarn, ist für 2001 fix vorbereitet.

Der Investitionsbedarf beträgt wenigstens 150 Millionen Schilling. Um diesen decken zu können, sollte der Verkauf eines Minderheitsanteils reichen, so rechnen Forstingers Berater vom Investmenthaus Vienna Capital Partners. Der Unternehmenswert wird mit knapp einer Milliarde Schilling angegeben. Als mögliche Partner für Forstinger haben die Banker internationale Autoservice-Gruppen im Visier etwa Derendinger aus der Schweiz, ATU aus Deutschland, Rhiag aus Italien oder Auto Zone aus den USA. Aus Österreich käme wohl nur die Porsche Holding in Frage.

Die Bank Austria, wo Forstinger 600 Millionen Schilling Verbindlichkeiten hat, wurde in jüngster Zeit bereits leicht nervös. Jürgen Forstinger bestreitet in FORMAT jedoch, daß die Bank ihn zur Partnersuche gezwungen habe: "Die Entscheidungen fallen immer noch in der Familie. Wir hätten, wenn nötig, ausreichend stille Reserven zu heben. Und wir haben 38 Jahre lang jede Rechnung innerhalb der Skontofrist bezahlt.

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