Hagenhofer: Regierung will Bildungskarenz nach der Elternkarenz für Mütter und Väter streichen!

Rückschrittliche Familien- und Frauenpolitik der Bundesregierung

Wien (SK) Die geplante Abschaffung der halbjährigen Bildungskarenz für Mütter und Väter nach der Karenz ab 1.1.2001, ist nur ein weiterer Schritt der schwarz-blauen Bundesregierung um die familien-und frauenpolitischen Errungenschaften der letzten 30 Jahre in Frage zu stellen, sagte SPÖ-Abgeordnete Marianne Hagenhofer am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Diese Bildungskarenz wird vor allem von Frauen im Anschluss an die Karenz sehr stark beansprucht, um jene Mängel in ihrer Qualifikation zu beheben, die den Wiedereinstieg erschweren. ****

"Die Streichung dieses Weiterbildungsgeldes im Anschluß an die Elternkarenz, ist nur eine weitere der unsozialen Maßnahmen der schwarz-blauen Regierung. Besonders deutlich wird dadurch auch das konservative Frauenbild von ÖVP und FPÖ, die zwar lebenslanges Lernen verlangen, aber offensichtlich nicht für die Frauen", so Hagenhofer.

Gerade für ArbeitnehmerInnen, die die Elternkarenz in Anspruch nehmen, ist es von besonderer Wichtigkeit, die in dieser Zeit möglicherweise entstandenen Qualifizierungslücken wieder zu schließen bzw. sich an den veränderten Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen.

Die Regierungsvertreter kritisierten die Qualifizierungsmaßnahmen, die bisher in Anspruch genommen wurden, obwohl es keinerlei Vorgaben hinsichtlich der arbeitsmarktpolitischen Relevanz gab.

"Im Nachhinein kann man alles in Frage stellen und abwerten. Aber anstatt sich selber beim Wort zu nehmen und das Weiterbildungsgeld an arbeitsmarktrelevante Qualifizierungsmaßnahmen zu knüpfen und diese zu definieren, streichen sie diese Leistung im Anschluss an die Karenz einfach", so SPÖ-Abgeordnete Hagenhofer empört.

Die derzeitige Regierung beweist, wie wenig ihr an einer sozial ausgewogenen Verteilung der Steuergelder liegt. Die Streichung vieler sozialpolitischer Errungenschaften trifft vor allem die ArbeitnehmerInnen und die sozial Schwächsten. Dieses Vorgehen stellt keine Strukturreform dar, sondern dient nur der Geldbeschaffung.

"Als Sozialdemokratin und verantwortungsbewusste Politikerin fordere ich die Bundesregierung auf, sich endlich ihrer Aufgabe zu stellen und den Menschen die Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen. Immerhin handelt es sich um unser aller Steuergelder, die derzeit zugunsten der Unternehmen umverteilt werden", so Marianne Hagenhofer abschließend. (Schluss) ps/mm
 

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