Die Nachfrage nach Platin und Palladium übersteigt die Förderung weltweit und führt zu steigenden Preisen

London (ots-PRNewswire) - In seinem Platinum 2000 INTERIM REVIEW teilt Johnson Matthey mit, daß auch im Jahr 2000 die Nachfrage nach Platin und Palladium die Förderung und vorhandenen Vorräte übersteigen wird, so daß erwartet wird, daß sich die Preise für Platin und Palladium auf dem derzeit hohen Niveau stabilisieren.

Infolge der hohen Nachfrage für Platin in der Schmuck- und Automobilindustrie, bei gleichzeitig starkem Wachstum in der Industrie, stieg die Nachfrage nach Platin um 2% auf einen neuen Rekord von 177 Tonnen. Infolge verschärfter Richtlinien für Dieselmotoren in Europa steigt speziell der Platinbedarf in diesem Bereich zum ersten Mal innerhalb der letzten 4 Jahre wieder an. Die höheren Preise für Platin hatten teilweise negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach Schmuck in Japan, konnten aber ein weiteres Anwachsen der Nachfrage in China, den Vereinigten Staaten und Europa nicht kompensieren. Die Entwicklung von Platin als Anlageform wird als negativ erachtet, da mit Gewinnmitnahmen der Platinanleger (Barrenform in Japan) gerechnet wird.

Die Platinförderung wird um 11% auf 168,3 Tonnen steigen. Die Erwartung ist, daß die Lieferungen aus Rußland wieder zunehmen werden, da wesentliche Gesetzesänderungen, die den Platinexport in 1999 gehemmt haben, vorgenommen worden sind. Hier wurde ein 12 -jahreshoch von US $ 612 im August 2000 verzeichnet, das auf das derzeit den Markt dominierende Defizit von 8,7 Tonnen zurückzuführen ist. Die Erwartung ist, daß sich der Platinpreis innerhalb der nächsten sechs Monate in einer Bandbreite von $ 560 und $ 630 bewegt.

Die Nachfrage von Palladium wird voraussichtlich um 10% auf 261,3 Tonnen sinken. Trotz eines weiteren Wachstums der Anwendung von Palladium in der Automobilindustrie wird vorhergesagt, daß die absoluten Käufe im Automobilsektor infolge bereits getätigter Käufe um 12% zurückgehen werden. Infolge der stark gestiegenen Preise ist es zu einem starken Rückgang der Nachfrage von Palladium im Dentalbereich gekommen. Gleichzeitig ist jedoch ein dramatisches Wachstum des Einsatzes von Palladium im Bereich der Elektronikindustrie (Herstellung von Kondensatoren) zu verzeichnen, das auch zukünftig noch anhalten wird. Das Angebot von Palladium ist infolge geringerer Verkäufe der Staatsvorräte aus Rußland um 2% auf 246,3 Tonnen gesunken. Infolgedessen wird es hier einen weiteren Nach- frageüberschuß (viertes Jahr hintereinander) geben.

Da die Nachfrage nach Palladium noch immer die Minenförderung überschreitet, wird die Menge der Verkäufe aus Rußland weiter ein bedeutender Einflußfaktor auf den Preis sein. Im August 2000 wurde hier ein Preisrekord von $ 855 verzeichnet. Johnson Matthey erwartet, daß sich der Palladiumpreis innerhalb der nächsten 6 Monate zwischen $ 700 und $ 850 bewegen wird.

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