• 14.11.2000, 14:07:16
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  • OTS0241

Die Nachfrage nach Platin und Palladium übersteigt die Förderung weltweit und führt zu steigenden Preisen

London (ots-PRNewswire) - In seinem Platinum 2000 INTERIM REVIEW
teilt Johnson Matthey mit, daß auch im Jahr 2000 die Nachfrage nach
Platin und Palladium die Förderung und vorhandenen Vorräte
übersteigen wird, so daß erwartet wird, daß sich die Preise für
Platin und Palladium auf dem derzeit hohen Niveau stabilisieren.

Infolge der hohen Nachfrage für Platin in der Schmuck- und
Automobilindustrie, bei gleichzeitig starkem Wachstum in der
Industrie, stieg die Nachfrage nach Platin um 2% auf einen neuen
Rekord von 177 Tonnen. Infolge verschärfter Richtlinien für
Dieselmotoren in Europa steigt speziell der Platinbedarf in diesem
Bereich zum ersten Mal innerhalb der letzten 4 Jahre wieder an. Die
höheren Preise für Platin hatten teilweise negative Auswirkungen auf
die Nachfrage nach Schmuck in Japan, konnten aber ein weiteres
Anwachsen der Nachfrage in China, den Vereinigten Staaten und Europa
nicht kompensieren. Die Entwicklung von Platin als Anlageform wird
als negativ erachtet, da mit Gewinnmitnahmen der Platinanleger
(Barrenform in Japan) gerechnet wird.

Die Platinförderung wird um 11% auf 168,3 Tonnen steigen. Die
Erwartung ist, daß die Lieferungen aus Rußland wieder zunehmen
werden, da wesentliche Gesetzesänderungen, die den Platinexport in
1999 gehemmt haben, vorgenommen worden sind. Hier wurde ein 12
-jahreshoch von US $ 612 im August 2000 verzeichnet, das auf das
derzeit den Markt dominierende Defizit von 8,7 Tonnen zurückzuführen
ist. Die Erwartung ist, daß sich der Platinpreis innerhalb der
nächsten sechs Monate in einer Bandbreite von $ 560 und $ 630 bewegt.

Die Nachfrage von Palladium wird voraussichtlich um 10% auf 261,3
Tonnen sinken. Trotz eines weiteren Wachstums der Anwendung von
Palladium in der Automobilindustrie wird vorhergesagt, daß die
absoluten Käufe im Automobilsektor infolge bereits getätigter Käufe
um 12% zurückgehen werden. Infolge der stark gestiegenen Preise ist
es zu einem starken Rückgang der Nachfrage von Palladium im
Dentalbereich gekommen. Gleichzeitig ist jedoch ein dramatisches
Wachstum des Einsatzes von Palladium im Bereich der
Elektronikindustrie (Herstellung von Kondensatoren) zu verzeichnen,
das auch zukünftig noch anhalten wird. Das Angebot von Palladium ist
infolge geringerer Verkäufe der Staatsvorräte aus Rußland um 2% auf
246,3 Tonnen gesunken. Infolgedessen wird es hier einen weiteren
Nach- frageüberschuß (viertes Jahr hintereinander) geben.

Da die Nachfrage nach Palladium noch immer die Minenförderung
überschreitet, wird die Menge der Verkäufe aus Rußland weiter ein
bedeutender Einflußfaktor auf den Preis sein. Im August 2000 wurde
hier ein Preisrekord von $ 855 verzeichnet. Johnson Matthey erwartet,
daß sich der Palladiumpreis innerhalb der nächsten 6 Monate zwischen
$ 700 und $ 850 bewegen wird.

Rückfragen bitte an:
Johnson Matthey, 40-42 Hatton Garden, London EC1N 8EE

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

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