AKNÖ-Vollversammlung: Klares Bekenntnis von LH Pröll zur AK

1. Bericht zur 113. Vollversammlung der Arbeiterkammer Niederösterreich

Wien (OTS) - Ein klares Bekenntnis zur Arbeiterkammer und zur Sozialpartnerschaft sprach Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll bei seiner heutigen Rede zur Vollversammlung der Arbeiterkammer Niederöstererich aus. Der Landeshauptmann erteilte der Diskussion um eine Senkung der AK-Beiträge eine deutlich Absage: "Wer die Beiträge kürzt, kürzt auch das Service für die Arbeitnehmer in diesem Land". AKNÖ-Präsident Staudinger lobte die gute Zusammenarbeit der Interessenvertretung der Arbeitnehmer mit dem Land Niederösterreich und kündigte für die Zukunft weitere gemeinsame Initiativen an. Der AK-Präsident kritisierte scharf alle Versuche, die AK durch eine Umlagensenkung zu schwächen. Er kritisierte weiters die mangelnde Einbindung der Sozialpartner in die politischen Entscheidungen durch die Bundesregierung****.

Landeshauptmann Pröll war heute zum ersten Mal Gast in der AKNÖ-Vollversammlung und bekräftigte in seinem Referat sein Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft und zur AK. Er betonte die Notwendigkeit eines funktionierenden Interessenausgleiches gerade im Hinblick auf die Entwicklungen in der Arbeitswelt und meinte: "Gäbe es die Sozialpartnerschaft bei uns nicht schon, man müsste sie jetzt einführen!" Der Landeshauptmann betonte, dass die AK als Institution wichtig sei, damit die Arbeitnehmer nicht unter die Räder der Globalisierung und Internationalisierung kommen. Er verwies ausdrücklich darauf, dass die AK als Interessenvertretung genauso wichtig sei wie als Serviceunternehmen für den Einzelnen. "Sie haben die AK weiterentwickelt zur ersten Serviceeinrichtung im Land. Die Diskussion zur Senkung der Beiträge ist unsinnig und ein Schlag gegen die Sozialpartnerschaft". Pröll lobte die Leistungen der AK in der Vergangenheit und betonte, dass sie in Zukunft noch mehr leisten werde müsse, da sich die Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt drastisch ändern.

AKNÖ-Präsident Josef Staudinger verwies in seiner Rede darauf, dass eine Senkung der AK-Beiträge für die Institution eine existenzielle Bedrohung darstellen würde. Eine solche Senkung hätte unweigerlich eine Einschränkung der Leistungen für die Arbeitnehmer zur Folge und sei daher striktestens abzulehnen. Er forderte daher alle Kammerräte und politische Verantwortlich auf, sich aktiv für den Erhalt der Interessenvertretung einzusetzen und gegen die Senkung der AK-Umlage aufzutreten. "Den Reden muss man Taten folgen lassen". Staudinger kündigte weiters eine Reihe von neuen Leistungen an, die den NÖ Beschäftigten noch mehr Service von ihrer AK bringen sollen.

Auch die Vollversammlung der AK Niederösterreich war von der Katastrophe von Kaprun überschattet. Daher wurde die Vollversammlung der gesetzlichen Arbeitnehmervertretung mit einer Gedenkminute für die Opfer der Katastrophe begonnen. AKNÖ-Präsident Staudinger sprach im Namen der 110 Kammerräte den Angehörigen der Opfer das Beileid aus.

Die Vollversammlung wird sich heute noch mit den Anträgen und Resolutionen der Fraktionen beschäftigen und den Voranschlag für das Budget 2001 diskutieren. Über den weiteren Verlauf der Vollversammlung berichten wir in einer weiteren Aussendung.

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