- 13.11.2000, 14:02:09
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AKNÖ-Vollversammlung: Klares Bekenntnis von LH Pröll zur AK=
1. Bericht zur 113. Vollversammlung der Arbeiterkammer Niederösterreich
Wien (OTS) - Ein klares Bekenntnis zur Arbeiterkammer und zur
Sozialpartnerschaft sprach Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll bei seiner
heutigen Rede zur Vollversammlung der Arbeiterkammer Niederöstererich
aus. Der Landeshauptmann erteilte der Diskussion um eine Senkung der
AK-Beiträge eine deutlich Absage: "Wer die Beiträge kürzt, kürzt auch
das Service für die Arbeitnehmer in diesem Land". AKNÖ-Präsident
Staudinger lobte die gute Zusammenarbeit der Interessenvertretung der
Arbeitnehmer mit dem Land Niederösterreich und kündigte für die
Zukunft weitere gemeinsame Initiativen an. Der AK-Präsident
kritisierte scharf alle Versuche, die AK durch eine Umlagensenkung zu
schwächen. Er kritisierte weiters die mangelnde Einbindung der
Sozialpartner in die politischen Entscheidungen durch die
Bundesregierung****.
Landeshauptmann Pröll war heute zum ersten Mal Gast in der
AKNÖ-Vollversammlung und bekräftigte in seinem Referat sein
Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft und zur AK. Er betonte die
Notwendigkeit eines funktionierenden Interessenausgleiches gerade im
Hinblick auf die Entwicklungen in der Arbeitswelt und meinte: "Gäbe
es die Sozialpartnerschaft bei uns nicht schon, man müsste sie jetzt
einführen!" Der Landeshauptmann betonte, dass die AK als Institution
wichtig sei, damit die Arbeitnehmer nicht unter die Räder der
Globalisierung und Internationalisierung kommen. Er verwies
ausdrücklich darauf, dass die AK als Interessenvertretung genauso
wichtig sei wie als Serviceunternehmen für den Einzelnen. "Sie haben
die AK weiterentwickelt zur ersten Serviceeinrichtung im Land. Die
Diskussion zur Senkung der Beiträge ist unsinnig und ein Schlag gegen
die Sozialpartnerschaft". Pröll lobte die Leistungen der AK in der
Vergangenheit und betonte, dass sie in Zukunft noch mehr leisten
werde müsse, da sich die Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt
drastisch ändern.
AKNÖ-Präsident Josef Staudinger verwies in seiner Rede darauf, dass
eine Senkung der AK-Beiträge für die Institution eine existenzielle
Bedrohung darstellen würde. Eine solche Senkung hätte unweigerlich
eine Einschränkung der Leistungen für die Arbeitnehmer zur Folge und
sei daher striktestens abzulehnen. Er forderte daher alle Kammerräte
und politische Verantwortlich auf, sich aktiv für den Erhalt der
Interessenvertretung einzusetzen und gegen die Senkung der AK-Umlage
aufzutreten. "Den Reden muss man Taten folgen lassen". Staudinger
kündigte weiters eine Reihe von neuen Leistungen an, die den NÖ
Beschäftigten noch mehr Service von ihrer AK bringen sollen.
Auch die Vollversammlung der AK Niederösterreich war von der
Katastrophe von Kaprun überschattet. Daher wurde die Vollversammlung
der gesetzlichen Arbeitnehmervertretung mit einer Gedenkminute für
die Opfer der Katastrophe begonnen. AKNÖ-Präsident Staudinger sprach
im Namen der 110 Kammerräte den Angehörigen der Opfer das Beileid
aus.
Die Vollversammlung wird sich heute noch mit den Anträgen und
Resolutionen der Fraktionen beschäftigen und den Voranschlag für das
Budget 2001 diskutieren. Über den weiteren Verlauf der
Vollversammlung berichten wir in einer weiteren Aussendung.
Rückfragehinweis: AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1252
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