• 03.11.2000, 11:56:36
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  • OTS0136

Waneck: Mifegyne-Entscheidung ist rein medizinisch begründet

Alte SPÖ-Regierung hat Zulassung selbst abgeblockt

Wien, 2000-11-03 (BMSG) - "Die Entscheidung die Abtreibungspille
Mifegyne nur zur Anwendung im Krankenanstaltenbereich zuzulassen
stammt noch aus der Zeit der alten SPÖ-Regierung", stellte FP-
Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck klar. "Ich kann daher
die künstliche Aufregung der SPÖ-Frauen nicht ganz nachvollziehen."
*****

"Die Zulassung, die für Mifegyne im September 1999 auf der Grundlage
eines europäischen Anerkennungsverfahren erteilt wurde, bezog sich
ausschließlich auf die Anwendung in Krankenanstalten", rief Waneck
die damalige Entscheidung der alten SPÖ-Regierung in Erinnerung. Es
sei der damals zuständigen SPÖ-Ministerin frei gestanden, die
Zulassung auch auf den niedergelassenen Bereich auszudehnen.
"Offenbar hat auch sie schwerwiegende Gründe gehabt eben dies nicht
zu tun", so Waneck.

Aufgrund dieser Nichtzulassung durch die damalige SPÖ-Ministerin
Hostasch sah sich der Zulassungsinhaber veranlaßt einen Antrag auf
Änderung der Zulassung im Hinblick auf eine Freigabe für den
niedergelassenen Bereich zu stellen. In dem entsprechenden
Genehmigungsverfahren durch das Gesundheitsministerium wurde auch
die Stellungnahme eines unabhängigen Sachverständigen eingeholt.

"Besonders der hohe Betreuungsaufwand im Zusammenhang mit der
Anwendung des Produktes und das Fehlen der Voraussetzungen für die
gefahrlose, sichere und gesetzeskonforme Durchführung des
Schwangerschaftsabbruches mit Mifegyne in einer durchschnittlichen
gynäkologischen Ordination, waren ausschlaggebend für die
Nichtzulassung im niedergelassenen Bereich", faßte Waneck die
Entscheidungsgrundlagen zusammen.

"Es kann daher ausschließlich von einer medizinischen und nicht von
einer politischen Entscheidung gesprochen werden", so Waneck. "Für
mich steht die Sicherheit der Patientinnen im Vordergrund, die ich
nicht wegen ideologischer Probleme einiger SPÖ-Funktionäre gefährden
werde", schloß Waneck. (Schluß) mg nnn

Rückfragehinweis: BMSG - Bundesministerium für

soziale Sicherheit und Generationen
Martin Glier
Tel.: (01) 71100-4619

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