Waneck: Mifegyne-Entscheidung ist rein medizinisch begründet

Alte SPÖ-Regierung hat Zulassung selbst abgeblockt

Wien, 2000-11-03 (BMSG) - "Die Entscheidung die Abtreibungspille Mifegyne nur zur Anwendung im Krankenanstaltenbereich zuzulassen stammt noch aus der Zeit der alten SPÖ-Regierung", stellte FP-Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck klar. "Ich kann daher die künstliche Aufregung der SPÖ-Frauen nicht ganz nachvollziehen." *****

"Die Zulassung, die für Mifegyne im September 1999 auf der Grundlage eines europäischen Anerkennungsverfahren erteilt wurde, bezog sich ausschließlich auf die Anwendung in Krankenanstalten", rief Waneck die damalige Entscheidung der alten SPÖ-Regierung in Erinnerung. Es sei der damals zuständigen SPÖ-Ministerin frei gestanden, die Zulassung auch auf den niedergelassenen Bereich auszudehnen. "Offenbar hat auch sie schwerwiegende Gründe gehabt eben dies nicht zu tun", so Waneck.

Aufgrund dieser Nichtzulassung durch die damalige SPÖ-Ministerin Hostasch sah sich der Zulassungsinhaber veranlaßt einen Antrag auf Änderung der Zulassung im Hinblick auf eine Freigabe für den niedergelassenen Bereich zu stellen. In dem entsprechenden Genehmigungsverfahren durch das Gesundheitsministerium wurde auch die Stellungnahme eines unabhängigen Sachverständigen eingeholt.

"Besonders der hohe Betreuungsaufwand im Zusammenhang mit der Anwendung des Produktes und das Fehlen der Voraussetzungen für die gefahrlose, sichere und gesetzeskonforme Durchführung des Schwangerschaftsabbruches mit Mifegyne in einer durchschnittlichen gynäkologischen Ordination, waren ausschlaggebend für die Nichtzulassung im niedergelassenen Bereich", faßte Waneck die Entscheidungsgrundlagen zusammen.

"Es kann daher ausschließlich von einer medizinischen und nicht von einer politischen Entscheidung gesprochen werden", so Waneck. "Für mich steht die Sicherheit der Patientinnen im Vordergrund, die ich nicht wegen ideologischer Probleme einiger SPÖ-Funktionäre gefährden werde", schloß Waneck. (Schluß) mg nnn

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