• 01.11.2000, 10:00:00
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  • OTS0018

"Hoffnungen, Anliegen, Ängste - Österreich im Spiegel der Meinungsumfragen 1974 - 1999"

Neuerscheinung aus 'Zahlen, Daten, Fakten'

Wien (PWK933) - Die österreichische Bevölkerung nimmt von der Idee
der staatlichen Vollversorgung immer stärker Abschied.
Eigenverantwortung aller und damit eng verbunden eine erhöhte
Wertschätzung des Unternehmertums gewinnen an Bedeutung. Dies sind
die Kernaussagen der neu vorliegenden Broschüre 'Hoffnungen,
Anliegen, Ängste - Österreich im Spiegel der Meinungsumfragen 1974 -
1999', welche einen leicht lesbaren und informativen Überblick über
die Ergebnisse der von der Wirtschaftskammer seit Jahrzehnten
durchgeführten Meinungsumfragen bietet.

Meinungsumfragen sind aus der Vorbereitung politischer Entscheidungen
ebenso wenig wegzudenken wie aus der empirischen Sozialforschung. Die
Einstellung der Bevölkerung zu zentralen Themen zu kennen, sowie die
Veränderungen im Wertesystem der Bevölkerung zu registrieren, ist für
eine Interessenvertretung von vitalem Interesse.

Die Analyse der Antworten auf immer wiederkehrende Fragestellungen
über einen Zeitraum von 25 Jahren zeigt folgende Hauptergebnisse:

1. Vom Idealismus zum Realismus. Trotz Bekenntnis zu den humanitären
Idealen und hoher Anerkennung der sozialen Errungenschaften ließ die
Bevölkerung keinen Zweifel an ihrer Meinung, dass das Modell der
Vollversorgung ausgedient hat. Die Präferenz für mehr
Eigeninitiativen und -verantwortung hat sich etabliert und verstärkt.
Aussagen bestätigen, dass die Mehrheit bereit ist, Änderungen und
Einsparungen zu akzeptieren. Dafür muss aber eine flächendeckende,
gerechte Basis für alle erhalten bleiben.

2. Trotz verbesserter materieller Bedingungen nahmen Zukunftsängste
zu. Die Sorgen über einen zukünftigen Rückgang des Wohlstandes nahmen
deutlich zu, obwohl die gesamte Gesellschaft eine klare Steigerung
des Wohlstandes und der Sicherheit verzeichnete.

3. In der Bevölkerung ist der Veränderungswille fest verankert. Die
aus den Ergebnissen der Umfragen dokumentierten Veränderungen in der
öffentlichen Meinung wirkten sich erst mit Verzögerung auf die
politischen Programme der Regierungen aus.

Zusätzlich bewiesen die Österreicherinnen und Österreicher durchwegs
viel Vertrauen in die Wirtschaft sowie in deren Grundprinzipien (z.B.
Unternehmertum). Der Ruf nach mehr Marktwirtschaft und weniger
Staatswirtschaft, jedoch unter Beibehaltung der sozialen Grundsätze,
und der Trend zur Basisversorgung mit freier Wahl von Alternativen
beherrschte die öffentliche Meinung.

Die neue Broschüre, von der Abteilung für Statistik der
Wirtschaftskammer Österreich herausgegeben, kann gratis im
Mitgliederservice der Wirtschaftskammer Österreich, Telefon 01/501
05/DW 5050, Fax: 01/501 05/DW 236, e-mail: [email protected] sowie über
Internet http://wko.at/mservice bestellt werden. (Schr)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich

Mitgliederservice
Mag. Elisabeth Thornton
Tel.: (01) 50105-4512

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VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

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