Prammer: Genitalverstümmelung ist eine extreme Ausdrucksform der Gewalt gegen Frauen

Wien (SK) Im Rahmen der heute und morgen in Wien stattfindenden Konferenz über Prävention und Eliminierung von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) forderte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer alle Menschen, die gegen Menschenrechtsverletzungen auftreten auf, sich gegen FGM zu engagieren. "FGM ist eine klare Menschenrechts- und Körperverletzung. Jene Frauen, die den Eingriff verweigern, droht die soziale Ächtung". Diese extreme Ausdrucksform der Gewalt gegen Mädchen und Frauen sei inzwischen auch zu einem europäischen Problem geworden, wie eine soeben fertig gestellte Studie belege, erklärte Prammer. ****

"Unter dem Deckmantel von Brauchtum und Kultur darf es keine Gewalt und Diskriminierung von Frauen geben", so Prammer. Da Gewalt gegen Frauen aber Hand in Hand mit ökonomischer Unabhängigkeit gehe, sei es, so Prammer, ein wesentlicher Schritt, Frauen aus ihrer abhängigen Rolle zu befreien und ihnen zu ermöglichen, sich auf eigene Beine zu stellen. Weiters sei Bildung, Aufklärung und Sensibilisierung notwendig. Nicht aber Bestrafung, womöglich sogar der Opfer. Eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Betroffenen, Ärzten, Sozialarbeitern und dem Staat sei nötig. Weiters solle FGM als Asylgrund anerkannt werden. Abschließend drückte Prammer ihre Freude über das in Kraft treten des CEDAW-Zusatzprotokolls am 22. Dezember aus. "Damit wird den Frauen und ihren Interessenvertretungen in den unterzeichneten Staaten ein ganz wichtiges Instrument in die Hand gegeben, dass wir intensiv gebrauchen werden", so Prammer. (Schluss) se/mm

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