• 31.10.2000, 10:58:40
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  • OTS0126

Plank: Behinderte in Gepäckwaggon zu transportieren ist Skandal erster Klasse

Wien (SK) Wie erst jetzt bekannt wurde, musste ein Rollstuhlfahrer
aus Salzburg dieses Jahr bereits mehrmals anstatt im vorgesehenen
Behindertenwaggon im ungeheizten und dunklen Gepäckwaggon reisen. Für
die SPÖ-Behindertensprecherin Brunhilde Plank ist dies ein
"letztklassiges Vorgehen". "Man kann doch nicht einen Menschen, nur
weil er nicht so fit unterwegs ist wie der 'erwünschte' Fahrgast, wie
ein Gepäckstück aufgeben. Schließlich hat jeder, der seinen Fahrpreis
bezahlt, Anspruch auf ordentliche Beförderung." ****

Gleichzeitig begrüßt die Abgeordnete die neuen City Shuttles der ÖBB,
erwartet aber, dass wenigstens in diesem Bereich auch an Fahrgäste
mit besonderen Bedürfnissen gedacht wird. "Wenn sich die ÖBB freut,
dass ihr neuer City Shuttle ein echtes 'Life-Style-Produkt' ist, so
sollte sie auch daran denken, dass nicht alle Menschen am Verkehr
ungehindert teilnehmen können. Vom größten
Schienenverkehrs-Unternehmen mit Anspruch auf Modernität und
Kundenkomfort erwarte ich mir etwas mehr Sensibilität gegenüber
Personen mit Handicaps."

Probleme vermutet die Abgeordnete auch in anderen Bereichen. "Es ist
kein Wunder, dass das Angebot für behinderte Menschen abnimmt, wenn
das Geld für eine weitere Verbesserung der Bahn von der Regierung
gekürzt wird. Hier ist auch die Regierung gefordert", so die
Abgeordnete abschließend. (Schluss) wf/mp

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ

Tel.: (01) 53427-275

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