AK: Sparen beim Arbeitnehmerschutz heißt am falschen Fleck sparen - 3

Entwicklung psychischer Arbeitsbelastungen in Österreich

Wien (AK) - International mehren sich die Hinweise auf eine
Zunahme der psychisch gesudnheitsschädigenden Arbeitsbedingungen. Zwei Untersuchungen (1991/1992, 1996) der EU bestätigen: Während die körperlich-physikalischen Belastungen annähernd gleich blieben, gab es eine deutliche Zunahme psychisch wirksamer Arbeitsbelastungen.****

Verbreitung psychischer Arbeitsbelastungen durch Stress in Österreich:
+ Rd 27 Prozent, das sind etwa 756.700 ArbeitnehmerInnen, stehen während der Arbeit unter Stress.
+ Den meisten Stress gibt es in Betrieben mit 50 bis 500 Beschäftigte. Rd 330.7000 ArbeitnehmerInnen sind dort stressgefährdet.
+ Am weitesten verbreitet ist Stress in der Sachgüterproduktion (31,6 Prozent, ca 290.500 ArbeitnehmerInnen).
+ Im Dienstleistungssektor sind 25 Prozent (ca 523.000 ArbeitnehmerInnen) durch Stress belastet.
+ Im Beherbergungs- und Gastgewerbewesen stehen fast die Hälfte der ArbeitnehmerInnen Stress. Auf den Plätzen folgen Betriebe der Energie- und Wasserversorgung (fast 40 Prozent), die öffentliche Verwaltung (37,1 Prozent) sowie der Bergbau und metallverarbeitende Betriebe (31,1 Prozent).
+ Immerhin 4 Prozent, das sind mehr als 121.000 ArbeitnehmerInnen, sind im Zusammenhang mit ihrer Arbeit körperlicher Gewalt ausgeliefert, was eine zusätzliche, schwere psychische Belastung bedeutet.

Quelle: "Monitoring the work environment", European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions, 1996, Auswertung für Österreich

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 501 65-2578
email: akpresse@akwien.or.at
http://www.akwien.atAK Wien Presse T. Angerer

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AKW