- 26.10.2000, 17:00:01
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Land und Bund ehrten verdiente Persönlichkeiten BILD
LH Sausgruber überreichte die Auszeichnungen
Bregenz (VLK) - Traditionsgemäß überreichte heute,
Donnerstag, dem Nationalfeiertag, Landeshauptmann Herbert
Sausgruber im Montfortsaal des Landhauses in Bregenz
Auszeichnungen des Landes und des Bundes an Persönlichkeiten,
die sich in veschiedenster Weise um das Land Vorarlberg bzw.
um die Republik Österreich verdient gemacht haben. ****
Das Große Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg
überreichte Landeshauptmann Sausgruber an Iris Alge (Hard),
Hildegard Breiner (Bregenz) und Sr. Bernardis Hinrichs
(Salzburg).
Iris Alge hat in der Entwicklung der gemeindenahen
Psychiatrie (Sozialpsychiatrie) Pionierarbeit in Vorarlberg
geleistet. Alge war maßgeblich an der Ausarbeitung eines
sozialpsychiatrischen Rahmenprogrammes beteiligt, das im Jahr
1979 von der Landesregierung beschlossen wurde und das den
Ausbau psychiatrischer Betreuungsstellen und Wohngruppen
außerhalb des Landeskrankenhauses Rankweil vorsah. Im Jahre
1987 wirkte Alge mit, das erste Wohnheim für psychisch kranke
Menschen in Frastanz zu eröffnen; vor zehn Jahren eröffnete
sie in Hard ein zweites Wohnheim für psychisch kranke
Menschen, das sie in eigener Verantwortung führte.
Hildegard Breiner setzt sich schon seit vielen Jahren
aktiv für den Umweltschutz ein. Sie war Aktivistin gegen das
Atomkraftwerk in Rüthi und gegen die Inbetriebnahme von
Zwentendorf aktiv; unter anderem arbeitete sie gezielt an
alternativen Energieprojekten und veranstaltete
Besichtigungen und Vorträge mit namhaften Fachleuten. Breiner
ist seit 1995 Obfrau der Landesgruppe Vorarlberg des
Österreichischen Naturschutzbundes sowie aktives Mitglied
verschiedener Umweltorganisationen.
Im Jahre 1985 hat der Orden Maria Rast Schwester Bernardis
mit der Gründung des Krankenpflegevereines Außermontafon
betraut, den sie 14 Jahre lang leitete. Sr. Bernardis war
auch an der Einführung des mobilen Haushilfsdienstes im
Außermontafon maßgeblich beteiligt.
Mit dem Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg
ausgezeichnet wurden neun Persönlichkeiten: Sabine Dreier-
Graninger (Bregenz), Sylvia Hämmerle (Hohenems), Professor
Eyjolf Aistleitner (Feldkirch), Helmut Benner (Sulz), Werner
Fink (Riezlern), Hubert Schwärzler (Lech a. Arlberg), Alt-
Vizebürgermeister Eduard Stemer (St. Anton i. Montafon), Alt-
Vizebürgermeister Hugo Waldner (Egg) und Albert Walser
(Feldkirch).
Sabine Dreier-Graninger ist ausgebildete Pädagogin und hat
in der Landeshauptstadt Bregenz federführend und
hauptverantwortlich die Kinderspielgruppen Rumpelstilzchen
aufgebaut. Eine landesweite Besonderheit war die Ganztags-
Kinderspielgruppe, die vor allem berufstätigen Eltern,
besonders Alleinerzieherinnen, entgegen kommt; behinderte
Kinder wurden von allem Anfang an integriert. Dreier-
Graninger war ehrenamtliche Initiatorin und Mitbegründerin
des Landesverbandes selbst organisierter Kindergruppen und
Elterninitiativen Vorarlbergs.
Sylvia Hämmerle, diplomierte Sozialarbeiterin, war lange
Zeit im Institut für Sozialdienste tätig. Nach ihrem
familienbedingten Ausscheiden begann sie im Jahr 1991 mit dem
Aufbau der Kinderspielgruppen Ringareia in Hohenems; in der
Kinderspielgruppe werden auch Kinder mit Behinderungen
integriert. Die Idee der Kinderspielgruppen wurde gerne
angenommen, Hämmerle leistete auf Grund ihrer Erfahrungen
wertvolle Aufbauarbeit.
Professor Eyjolf Aistleitner beschäftigte sich schon lange
mit Pflanzen, Steinen und Schmetterlingen; seit dem Jahr 1988
ist er bei der Vorarlberger Naturwacht Referent für Schulung
und Fortbildung. In diese Jahre fiel auch der Erwerb und der
Wiederaufbau eines Vorsäßes im Großen Walsertal sowie
zahlreiche fachbezogene Publikationen. Weiters hat er ein
umfangreiches Schulungs- und Exkursionsprogramm für die
Naturwachtanwärter und Naturwächter durchgeführt und setzt
sich sehr engagiert für die Belange des Naturschutzes ein.
Seit dem Jahr 1999 ist Aistleitner Mitglied des
Umweltschutzbeirates.
Helmut Benners Privatinitiative ist es zu verdanken, dass
das vor dem Abriss stehende historische Doppelgericht
Rankweil/Sulz (früher Gaugericht Müsinen) restauriert und der
Öffentlichkeit als Restaurant zugänglich gemacht wurde.
Im Jahre 1959 trat Werner Fink als Commis Voyageur in den
Landesverband Vorarlberg Tourismus ein, half beim Aufbau der
ersten Marketingstrategien, erstellte Gutachten für ERP-
Mittel und war Berater der örtlichen Tourismusbüros; im Jahr
1971 übernahm Fink das damalige Verkehrsamt Kleinwalsertal,
das er bis zu seiner Pensionierung im Herbst 2000 leitete. Zu
seinen Pionierleistungen zählen u.a. die intensive Mitarbeit
an den Entwicklungskonzepten Kleinwalsertal, der Aufbau der
Infrastruktur oder die Verwaltung der Skipassgemeinschaft
Kleinwalsertal/Oberallgäu.
Im Jahre 1961 wurde Hubert Schwärzler mit dem Aufbau des
Reisebürogeschäftes innerhalb des Verkehrsamtes Lech betraut
und "pendelte" zwischen Lech (Winter) und Bregenz (Sommer).
Schwärzler wurde Anfang Mai 1966 zum Verkehrsamtsleiter in
Lech und später zum Direktor ernannt. Weiters ist er Mitglied
im Marketingausschuss von Vorarlberg Tourismus und betreut
die Arlberg-Werbegemeinschaft. Im Jahre 1996 wurde das
Verkehrsamt aus der Gemeinde ausgegliedert und in eine
Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt. Seit diesem
Zeitpunkt ist Hubert Schwärzler Geschäftsführer und seit
Anfang Oktober 2000 Konsulent der Lech-Zürs-Tourismus GmbH.
Bereits im Alter von 25 Jahren wurde Eduard Stemer im
Jahre 1975 von der Gemeindevertretung zum Vizebürgermeister
bestellt und übt dieses Amt ununterbrochen aus. Seine starke
Persönlichkeit, seine klaren Prinzipien, die besondere
Grundsatztreue und die Liebe zu Heimatgemeinde und Talschaft
Montafon zeichnen seine über Jahrzehnte dauernde
hervorragende Arbeit für die Öffentlichkeit aus.
Hugo Waldner war von 1975 bis 2000 Gemeindevertreter von
Egg und Mitglied des Gemeindevorstandes und von 1980 bis 2000
Vizebürgermeister. In dieser Zeit hat er über seine
Hauptressorts Land- und Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei
sowie Liegenschaftsangelegenheiten hinaus Herausragendes für
die Gemeinde geleistet. Waldner war auch von 1976 bis 1998
Vorstandsmitglied der Regionalplanungsgemeinschaft
Bregenzerwald, davon 18 Jahre als Geschäftsführer.
Albert Walser übernahm im Jahre 1965 die Leitung der
damaligen Raiffeisenkasse Feldkirch und wurde - nach der
Fusion der Raiffeisenbanken Feldkirch und Altenstadt -
stellvertretender Geschäftsleiter; im Jahre 1988 wurde er zum
Direktor ernannt, dieses Amt bekleidete er bis zu seiner
Pensionierung. Zudem engagierte sich Waldner auch für die
Gemeinschaft; er wurde im Jahr 1959 in den Ausschuss des
Krankenpflegevereins Altenstadt gewählt, zu dessen Obmann
ernannt und im vergangenen Jahr feierte er sein 40-jähriges
Jubiläum; zudem bekleidet Walser seit über 40 Jahren das
Ehrenamt des Ortssekretärs des Schwarzen Kreuzes in
Feldkirch.
Mit Rettungsmedaillen ausgezeichnet wurden vier Personen:
Martin Forster (Wolfurt), Franz Fugel (Ravensburg), Milisav
Jankovic (Bregenz) und Hermann Warger (Hard).
Martin Forster rettete Ende April dieses Jahres einen
jungen Mann, der in der hochwasserführenden Dornbirner Ach zu
ertrinken drohte. Unter Einsatz seines eigenen Lebens sprang
Forster in den hochwasserführenden und eiskalten Fluss und es
gelang ihm, in der Flussmitte den bewusstlosen Mann unter
größter Anstrengung an den Flussrand zu ziehen.
Anfang März dieses Jahres verunglückte ein Jugendlicher
mit dem Fahrzeug auf der Bundesstraße von Mellau in Richtung
Bezau; er wurde über eine Böschung in die
schmelzwasserführende Bregenzerache geschleudert, das Auto
kam mit dem Dach nach unten zu liegen. Unter Einsatz seines
Lebens kämpfte sich Franz Fugel durch das eiskalte und an
einigen Stellen bis zum Hals reichende Wasser und rettete den
Jugendlichen.
Milisav Jankovic rettete im November 1999 - ebenfalls
unter Einsatz seines Lebens - eine junge Mutter und ihr Kind
aus einem brennenden Gebäude und warnte auch die übrigen
Hausbewohner.
Hermann Warger rettete einen Landwirt aus Hohenems vor
einem wildgewordenen Stier. Als Gendarmerie und Rettung am
Unglücksort eintrafen konnte der lebensgefährlich verletzte
Landwirt geborgen werden.
Das Silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich
überreichte Landeshauptmann Sausgruber an Helga Schneider
(Lech). Helga Schneider hat gemeinsam mit ihrem Gatten das
Hotel Arlberg in Lech zu einem vorbildlichen Hotel der
Luxusklasse aufgebaut, das im In- und Ausland einen
hervorragenden Ruf genießt. Das Hotel Arlberg hat durch seine
Vorbildfunktion die Entwicklung des Tourismus in Lech und
darüberhinaus in ganz Vorarlberg maßgeblich beeinflusst.
Das Silberne Verdienstzeichen der Republik Österreich
erhielten Eduard Lex (Hard) und Alt-Vizebürgermeister Adolf
Vögel (Schwarzenberg).
Eduard Lex war Obmann der Vorarlberg Junggärtnervereinigung,
Geschäftsführer der Vorarlberger Landesgartenvereinigung und
Obmann des Obst- und Gartenbauvereins Hard. Er gilt als
"Vater des Landes-Blumenschmuckwettbewerbs in Vorarlberg".
Im Jahre 1976 gelang es Adolf Vögel, die Raiffeisenkassen
von Schwarzenberg, Andelsbuch und Großdorf zur Raiffeisenbank
Mittelbregenzerwald zu verschmelzen. Weiters ermöglichte er
im Jahr 1993 die Fusion der Raiffeisenkassa Lingenau mit der
Raiffeisenbank Mittelbregenzerwald, womit der Grundstein für
die größte selbstständige Bank der Talschaft Bregenzerwald
gelegt worden war. Vögel war von 1978 bis 1997 Bankdirektor
der Raiffeisenbank Mittelbregenzerwald. Verdienste erwarb
sich er sich auch als Vizebürgermeister und langjähriger
Gemeindemandatar in Schwarzenberg.
Landeshauptmann Herbert Sausgruber verlieh heute,
Donnerstag, auch drei Berufstitel: Ernest Enzelsberger
(Bregenz) erhielt den Berufstitel "Professor", Walter Fürst
(Bregenz) den "Medizinalrat" und Bernd Meindl (Hard) den
Berufstitel "Technischer Rat".
Ernest Enzelsberger ist seit dem Jahr 1979 Mitarbeiter in
der Redaktion der "Vorarlberger Nachrichten" und Leiter der
Wirtschaftsredaktion sowie der Abteilung Beilagen/
Sonderpublikationen. Enzelsberger war mit der Organisation
und Durchführung zahlreicher Aktivitäten betraut, die mit der
Förderung des Landes Vorarlberg verbunden waren; sein
besonderer Einsatz gilt dem "menschengerechten Bauen", d.h.
der barrierefreien Gebäudegestaltung für Menschen mit
Behinderungen. Er hat dazu mit den Vorarlberger Nachrichten
und dem Institut für Sozialdienst mehrere landesweite
Aktionen initiiert.
Walter Fürst war von 1973 bis 1976 Turnusarzt am
Krankenhaus Hohenems und am Landeskrankenhaus Feldkirch. Seit
der Eröffnung seiner Kassenpraxis (1977 bis 1980) und seiner
Wahlarzttätigkeit (1980 bis 1982) und auch später als
Vertrauensarzt bzw. Chefarzt der Vorarlberger
Gebietskrankenkasse (1990) gilt Fürst bei seinen Patienten
als vorzüglicher Diagnostiker, welcher vor allem auch wegen
seines großen sozialen Pflichtbewusstseins sehr geschätzt
wird. Fürst hat sich zudem als langjähriger ärztlicher
Gutachter des Landesarbeitsamtes und des Landesinvalidenamtes
verdient gemacht.
Bernd Meindl ist seit über 35 Jahren beim Unternehmen
Doppelmayr, das weltweit zu den größten und bedeutendsten
Anbietern im Sektor "Seilbahn" zählt, tätig und hat sich
herausragende Verdienste um die Weiterentwicklung dieses
speziell für Vorarlberg wichtigen Wirtschaftszweiges erworben
und genießt bei Seilbahnbehörden und -experten und vor allem
bei den Kunden höchste Anerkennung.
Achtung: Bitte Sperrfrist beachten! Donnerstag, 26. 10.2000,
17.00 Uhr!
(ug/Moma/dig,nvl)
* Bitte Sperrfrist beachten *
Rückfragehinweis: Landespressestelle Vorarlberg
Redaktion/Chef vom Dienst
Tel.: 05574/511-20136
Fax: 05574/511-20190
Hotline: 0664 625 56 68 oder 625 56 67
email: [email protected]
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