- 26.10.2000, 09:00:24
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ORF-Schwarzenberger-Film "Edelweiß": Dreharbeiten im Kabarett Fledermaus=
Wien (APA) - Im Kabarett Fledermaus in der Spiegelgasse im ersten
Wiener Gemeindebezirk fanden gestern, Mittwoch, dem 25. Oktober 2000,
Dreharbeiten zum neuen Film "Edelweiß" von Ulli und Xaver
Schwarzenberger statt. Die Darsteller Konstantin Wecker, Kitty
Speiser, Stefanie Dvorak, Tim Bergmann und Shlomit Butbul standen vor
der Kamera, die Regisseur Xaver Schwarzenberger wieder selber führte.
Die Dreharbeiten zu dem Film "Edelweiß", der im Rahmen des
ORF-Exklusivvertrages von Thalia-Film hergestellt wird, laufen noch
bis 16. November 2000. Die ORF-Ausstrahlung ist für das Jahr 2001
geplant. Gedreht wird an Schauplätzen in Wien und Niederösterreich.
Die Produktion aus der ORF-Abteilung Fernsehfilm/Kultur ist eine
Familiengeschichte, die ein brisantes Stück österreichischer Historie
zum Thema hat. Der Film erzählt von drei Generationen einer
österreichischen Familie, die von der nationalsozialistischen
Vergangenheit der Großeltern eingeholt wird.
Erni Mangold und Heinrich Schweiger spielen das Ehepaar Dorfmeister,
das von seinem Engagement für den Nationalsozialismus profitiert hat
und seinen Ruhestand in der einst arisierten Villa genießen will.
Kitty Speiser, Konstantin Wecker, Stefanie Dvorak, Pinkas Braun,
Shlomit Butbul, Dagmar Schwarz, Beatrice Frey, Brigitte Antonius
wirken u. a. in weiteren Rollen mit. "Eigentlich gehe ich sparsam mit
der Filmerei um", meint Konstantin Wecker, "aber wenn Xaver
Schwarzenberger anruft, dann werde ich hellhörig, besonders bei
diesem Film. Ich schätze Schwarzenberger als außergewöhnlichen
Regisseur. Es gibt wenige, denen es gelingt, einen guten Film zu
machen. Auch als Künstler muss man die öffentlich-rechtlichen
Fernsehanstalten unterstützen."
"Edelweiß" ist eine brisante Geschichte in einer Zeit, in der sich in
einigen Teilen Europas die politischen Fronten verhärten, in der sich
das politische und gesellschaftliche Klima radikalisiert, heißt es
dazu in einer Aussendung des ORF. Autorin Ulli Schwarzenberger hält
einer Gesellschaft den Spiegel vor, die sich bisher in nobler
Zurückhaltung geübt hat. Sie skizziert drei Generationen mit drei
unterschiedlichen Einstellungen: die ewig Gestrigen, die rebellischen
Unsicheren und schließlich die Jungen, die gar nicht mehr glauben
können, dass es in der heutigen, multikulturellen Gesellschaft noch
Menschen geben kann, die Fremdenhass und nationalsozialistisches
Gedankengut hochhalten.
Rückfragehinweis: ORF-Pressestelle
Ruza Zecevic
(01) 87878 - DW 14703
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