ORF-Schwarzenberger-Film "Edelweiß": Dreharbeiten im Kabarett Fledermaus

Wien (APA) - Im Kabarett Fledermaus in der Spiegelgasse im ersten Wiener Gemeindebezirk fanden gestern, Mittwoch, dem 25. Oktober 2000, Dreharbeiten zum neuen Film "Edelweiß" von Ulli und Xaver Schwarzenberger statt. Die Darsteller Konstantin Wecker, Kitty Speiser, Stefanie Dvorak, Tim Bergmann und Shlomit Butbul standen vor der Kamera, die Regisseur Xaver Schwarzenberger wieder selber führte.

Die Dreharbeiten zu dem Film "Edelweiß", der im Rahmen des ORF-Exklusivvertrages von Thalia-Film hergestellt wird, laufen noch bis 16. November 2000. Die ORF-Ausstrahlung ist für das Jahr 2001 geplant. Gedreht wird an Schauplätzen in Wien und Niederösterreich. Die Produktion aus der ORF-Abteilung Fernsehfilm/Kultur ist eine Familiengeschichte, die ein brisantes Stück österreichischer Historie zum Thema hat. Der Film erzählt von drei Generationen einer österreichischen Familie, die von der nationalsozialistischen Vergangenheit der Großeltern eingeholt wird.

Erni Mangold und Heinrich Schweiger spielen das Ehepaar Dorfmeister, das von seinem Engagement für den Nationalsozialismus profitiert hat und seinen Ruhestand in der einst arisierten Villa genießen will. Kitty Speiser, Konstantin Wecker, Stefanie Dvorak, Pinkas Braun, Shlomit Butbul, Dagmar Schwarz, Beatrice Frey, Brigitte Antonius wirken u. a. in weiteren Rollen mit. "Eigentlich gehe ich sparsam mit der Filmerei um", meint Konstantin Wecker, "aber wenn Xaver Schwarzenberger anruft, dann werde ich hellhörig, besonders bei diesem Film. Ich schätze Schwarzenberger als außergewöhnlichen Regisseur. Es gibt wenige, denen es gelingt, einen guten Film zu machen. Auch als Künstler muss man die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten unterstützen."

"Edelweiß" ist eine brisante Geschichte in einer Zeit, in der sich in einigen Teilen Europas die politischen Fronten verhärten, in der sich das politische und gesellschaftliche Klima radikalisiert, heißt es dazu in einer Aussendung des ORF. Autorin Ulli Schwarzenberger hält einer Gesellschaft den Spiegel vor, die sich bisher in nobler Zurückhaltung geübt hat. Sie skizziert drei Generationen mit drei unterschiedlichen Einstellungen: die ewig Gestrigen, die rebellischen Unsicheren und schließlich die Jungen, die gar nicht mehr glauben können, dass es in der heutigen, multikulturellen Gesellschaft noch Menschen geben kann, die Fremdenhass und nationalsozialistisches Gedankengut hochhalten.

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