• 25.10.2000, 08:37:40
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Experte: Beim Umgang mit Schlafproblemen wird noch immer viel versäumt / Gravierende gesundheitliche Auswirkungen durch Schlafstörungen

Hamburg (ots) - Etwa jeder vierte Bundesbürger wird regelmäßig
über mehr oder weniger lange Zeitabschnitte hinweg von
Schlafstörungen geplagt. Dr. Jürgen Zulley, Leiter des Schlaflabors
am Bezirksklinikum Regensburg sagte der Zeitschrift VITAL, wenn die
Störungen falsch oder gar nicht behandelt würden, könne dies
gravierende gesundheitliche Auswirkungen haben. Dauerhafter
Schlafmangel hemme unter anderem die Abwehrkräfte des Organismus.
Erkältungen, Herpes oder Pilzinfektionen könnten die Folge sein.
Inzwischen stehe auch fest, dass chronisch übermüdete Menschen
häufiger von Schlaganfall, Herz- und Krebsleiden betroffen seien. Ihr
Unfallrisiko sei erhöht und sie entwickelten außerdem häufiger
psychische Beschwerden wie Depression. "Beim Umgang mit
Schlafproblemen wird noch immer viel versäumt", klagte Zulley. Das
sei umso bedauerlicher, "da sie im frühen Stadium sehr gut
therapierbar sind".

Bei der Therapie chronischer Schlafstörungen wird nach den
Erkenntnissen von Medizinern oft schon die Angst, nicht schlafen zu
können, zum ruhestörenden Stressfaktor. Sie setze das körpereigene
Aufputschmittel Adrenalin frei. Nicht selten komme es zu einem
Kreislauf, der nur noch schwer zu durchbrechen sei. Laut VITAL
spricht trotzdem nur jeder dritte Betroffene darüber mit dem Arzt.
Wer über einen Zeitraum von mehr als einem Monat zwei- bis dreimal
die Woche Schlafschwierigkeiten habe und dadurch in seinem
Tagesbefinden beeinträchtigt sei, sollte sich unbedingt an einen Arzt
wenden, heißt es in dem Bericht. Schlafstörungen könnten unter
Umständen ein Hinweis auf ein bislang unerkanntes Gesundheitsproblem
wie Bluthochdruck, eine Überfunktion der Schilddrüse oder eine Herz-
oder Lungenerkrankung sein. Auch Depressionen oder Ängste äußerten
sich mitunter in Schlafproblemen. Experten gingen heute davon aus,
dass der Mensch durchschnittlich acht Stunden Schlaf braucht.
Langzeitstudien hätten gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig
zwischen sieben und neun Stunden schliefen, gesünder seien und länger
lebten.

Diese Meldung ist unter Quellenangabe VITAL zur Veröffentlichung
frei.

ots Originaltext: VITAL - Jahreszeiten Verlag
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Rückfragen an:
Redaktion VITAL
Maren von Pluta
Tel.: 0049 40/2717 3138

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